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Ladies sind dran: Frischvermählt, mit Ass und bester Laune

17. Aug 2016
Auch Lydia Ko ist Feuer und Flamme für die Olympischen Spiele. (Foto: Getty)
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Allerlei vor dem olympischen Auftakt der Damen mit Gal und Masson, Thompson, Lewis und Park. Auch zwei Männer sind noch dabei.

Es wird immer von den 112 Jahren gesprochen, die verstreichen mussten, bis Golf wieder olympisch gespielt wurde. Bei den Damen freilich ist es noch vier Jahre länger her, seit die Amerikanerin Margaret Ives Abbott im Jahr 1900 nahe Paris völlig unwissentlich zur ersten Golf-Olympiasiegerin wurde. Im Januar schlüpfte Lexi Thompson für eine Fotosession mit Red Bull mal ins Outfit von damals und machte „bella figura“. Diesmal wissen die Ladies genau, worum es auf dem für sie 5.710 Meter langen Olympiakurs in Rio geht. Dementsprechend ist rund um Lydia Ko alles am Start, was Rang und Namen hat, neun Spielerinnen aus den Top-10 gegenüber lediglich vier von zehn bei den Herren. Und Hah Na Jang als Nummer zehn der Welt fehlt bloß, weil sie als fünfte Koreanerin nicht mittun darf. Überdies gibt es bei den Damen für Gold 60 Weltranglistenpunkte, bei den Herren waren es nur 46.

Inbee Park mit Hole-in-One

Nachgezogen: Nach Justin Roses und Jaco van Zyls Volltreffern ist auch bei den Damen das erste bekannte Hole-in-One ihrer olympischen Geschichte gefallen, allerdings bereits im Training. Inbee Park „asste“ auf der 148 Meter langen Par-3-Sechs. Es wird übrigens gemunkelt, dass Olympia die vorerst letzte große Golfbühne der verletzungsgeplagten siebenfachen Majorsiegerin aus Korea ist. „Ich möchte bald eine Familie gründen und das ist wohl in den kommenden Jahren meine Priorität“, hat die 28-Jährige unlängst gesagt.

Daumen drücken? Na klar!

Einstimmung: Aus Rio grüßen Sandra Gal und Caroline Masson. Und selbstverständlich drücken wir die Daumen!

Olympische Flitterwochen für Stacy Lewis

Honeymoon: Als Frischvermählte ist Stacy Lewis (31) nach Rio gekommen. Die amerikanische Weltranglistensiebte heiratete vor knapp zwei Wochen ihren Verlobten Gerrod Chadwell, den Trainer des Damen-Golfteams der Universität von Houston. Die Flitterwochen verbringt das Ehepaar also bei den Olympischen Spielen. „Ich komme vermutlich nicht mit einer optimalen Vorbereitung hierher“, räumte die zweifache Majorsiegerin ein: „Aber ich hatte den schönsten Tag meines Lebens!“

Henderson vom Eishockeytor aufs Fairway

Parkettwechsel: Brooke Henderson ist Kanadas Hoffnung auf Damengold, aber beinahe wäre die 18-jährige Weltranglistendritte eher bei den Winterspielen an den Start gegangen, spielte sie doch vor allem Eishockey, und zwar als Torhüterin bei den Smiths Falls Cubs in Ontario. Doch sie hing Maske, Schoner, Kelle und Schlittschuhe an den Nagel, als sie es mit 14 in die kanadische Golfauswahl schaffte: „Ich habe Eishockey geliebt, aber beide Sportarten waren zuviel Belastung, und ich sah im Golf mehr Perspektiven für mich.“

Lydia Ko: Olympia hat Golf verändert

Einstimmung: Lydia Ko hat den goldenen Putt der Herrenkonkurrenz nicht gesehen, jedoch gehört. Als Justin Rose sich auf dem 18. Grün zum Olympiasieger krönte, war die Weltranglistenerste und Goldfavoritin aus Neuseeland ebenfalls auf dem Platz, spielte eine Übungsrunde. „Ich konnte hören, wie begeistert die Fans waren, und als ich dann fertig war, gelang mir sogar noch ein Foto mit den Medaillengewinnern. Das war etwas ganz besonderes!“ Die Herren hätten mit ihrem Auftritt schon einiges im Golf verändert, meinte Ko: „Und ich hoffe, dass wir auch unseren Teil beitragen werden.“

Lexi Thompson: Dad am Bag

Familienbande: Lexi Thompson, topgesetzte Spielerin der drei amerikanischen Golf-Olympionikinnen, hat einen neuen Caddie. In Rio trägt ihr Vater Scott die Tasche, wie schon bei der Women‘s British Open im Juli und bei der „Lotte“ im April. „Er ist ja auch mein Trainer und kennt mein Spiel sowieso, daher ist das einfach für uns“, sagte die 21-Jährige, die bei den Buchmachern als Nummer vier auf Gold hinter Ko, Ariya Jutanugarn und Henderson gesetzt ist. Das Instagram-Foto zeigt Thompson mit US-Superschwimmerin Katie Ledecky.

Auch Damen plädieren für Team-Wettbewerb

Zuwachs für Tokio? Nach Sergio Garcia und etlichen anderen Pros plädieren auch Stacy Lewis und Co. für eine Erweiterung des künftigen olympischen Golfprogramms. „Ich würde gern ein Teamevent sehen“, erklärte Lewis. „Nicht unbedingt als Matchplay, aber als gemeinsamer Score eines Zweierteams vielleicht. Es wäre auf jeden Fall klasse, mit jemandem zusammen auf dem Podium zu stehen.“ LPGA-Commissioner Mike Whan findet die Idee gut: „Ich weiß nicht, ob das Präsidium des Golfweltverbands IGF zustimmen würde, aber ich kann mir so einen Wettbewerb vorstellen.“

Abschluss mit Rose und Kuchar

Das Letzte: Selbst wenn aktuell die Damen im Rampenlicht stehen, kommt man an diesen beiden Herren, am Empfang von Justin Rose auf dem Flughafen London-Heathrow, und an Matt Kuchars kuscheligem Nickerchen mit der Bronzemedaille, nicht vorbei. So viel zum Wert olympischer Medaillen für Golfer!

I’m not sure if I was too tired or I just did not want to change last night!

Ein von Matt Kuchar (@mattkuchargolf) gepostetes Foto am

Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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