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Ladies European Tour: Saisonstart in Mittelerde

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11. Feb 2016
In Neuseeland startet die 2016er Saison der Ladies European Tour. (Foto: Getty)
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Vier deutsche Proetten starten in Neuseeland in die neue Saison der Ladies European Tour. Was ist von ihnen zu erwarten?

Als letzte der großen Touren startet diese Woche auch die Ladies European Tour in die Saison. Einen besseren Ort als die größte Stadt der Südinsel Neuseelands könnte es dafür wohl kaum geben. Das Klima ist angenehm, die Landschaft malerisch, der Golfkurs laut World Golf Awards der beste in ganz Ozeanien – Christchurch wartet freudestrahlend auf seine Gäste.

144 sind es an der Zahl, sie kommen aus 32 verschiedenen Nationen. Darunter sind auch vier Deutsche, zwei Österreicherinnen und eine Schweizerin. Sie alle werden aber im Schatten der Weltranglistenersten Laydia Ko stehen. Die 18-Jährige, die im äußersten Norden Neuseelands aufwuchs, reist als Titelverteidigerin mit einem dritten Platz auf der LPGA Tour im Gepäck an. Vergangenes Jahr nahm sie den Par-72-Kurs im Clearwater Golf Club auseinander und notierte mit einer 61er (-11) Runde einen neuen Platzrekord. In Normalform ist die jüngste Majorsiegerin aller Zeiten dem Rest des Feldes deutlich überlegen und wieder erste Anwärterin auf den Titel.


Ladies European Tour: ISPS HANDA New Zealand Women’s Open

Ladies European Tour in Neuseeland ISPS HANDA New Zealand
Platz Clearwater GC, 2847 Yards, Par 72
Preisgeld Insgesamt 200.000 Euro
Titelverteidigerin Lydia Ko
Headliner Lydia Ko, Caroline Hedwall, Laura Davies
Deutscher Starterinnen Leigh Whittaker, Olivia Cowan, Isa Gabsa, Karolin Lampert

Die deutschen Ambitionen in Neuseeland

Leigh Whittaker, Isa Gabsa, Karolin Lampert und Olivia Cowan werden zunächst vornehmlich um den Cut spielen, das Wochenende wäre ein Erfolg. Cowan startet in ihr Rookie-Jahr auf der Ladies European Tour und hat sich, ebenso wie Gabsa, 2015 auf der LET Access Series die Tourkarte erspielt. Karolin Lampert, deren Bruder Moritz auf der Challenge Tour unterwegs ist, schaffte den Sprung über die Q-School und wird sich nun ebenfalls ersteinmal akklimatisieren und etablieren müssen. Leigh Whittaker bringt ein wenig mehr Erfahrung mit, seit 2013 ist sie regelmäßig auf der Ladies European Tour unterwegs. Doch über Rang 81 in der Saisonwertung des letzten Jahres kam auch die 28-Jährige nicht hinaus.

Wolf und In-Albion hoffen auf Olympia

Andere haben da höhere Ziele. Christine Wolf aus Österreich und die Schweizerin Fabienne In-Albon wollen zu den Olyimpischen Spielen. Ihre Chancen stehen nicht schlecht, denn in ihren Heimatländern gibt es keine besseren als sie. Wolf wird an Position 45, In-Albon auf Rang 50 des Qualifikationsrankings für Rio geführt. Für beide wäre eine ordentliche Platzierung bei der New Zealand Women’s Open ein gutes Startkapital.

Die deutschen Teilnehmerinnen des Golfturiers bei der 31. Olympiade stehen mehr oder weniger fest. Caroline Masson und Sandra Gal sind dem Rest der deutschen Proetten in der Weltrangliste und damit in der Qualifikationswertung so weit enteilt, dass Whittaker, Gabsa, Lampert, Cowan und Co ein mindestens fabelhaftes Jahr bräuchten, um die beiden noch abzufangen. Zum Vergleich: In Österreich und der Schweiz hätte die drittbeste Deutsche, Olivia Cowan, berechtigte Chancen, sich gegen Wolf oder In-Albon durchzusetzten. In der Welrangliste trennen die 20-Jährige aus Steinwenden (Rang 316) nur sechs Positionen von In-Albon (310) und 39 von Wolf(277).

Teeing off tomorrow at 9:20 local time at Clearwater Golf Club, Christchurch, New Zealand. It's such an awesome course,…

Posted by Christine Wolf – Golf Professional on Mittwoch, 10. Februar 2016

Highlight schon beim zweiten Turnier

Beim zweiten Event der Ladies European Tour, der Women’s Australian Open, hätte man es auf einen direkten Vergleich zwischen den Deutschen ankommen lassen können. Denn beim höchstdotierten Turnier der Saison abseits der Majors werden auch Spielerinnen der LPGA und der asiatischen ALPGA aufteen, darunter Caroline Masson. Das Problem: Sind die Preisgelder hoch und die Startfelder besser, haben die deutschen LET-Proetten kaum Chancen, ins Feld zu kommen. Der Direktvergleich muss zunächst ausfallen.

Löchriger Kalender ohne deutsches Turnier

Ausfallen wird auch die Ladies German Open, die zuletzt vor zwei Jahren am Wörthsee stattfand. Seitdem haben sich Turnierveranstalter und Tourverantwortliche nicht mehr auf eine angemessene Lizenzgebühr einigen können. Nicht nur deswegen bleibt der Kalender der Ladies European Tour auch dieses Jahr wieder löchrig: Drei Turniere im Februar, eines Anfang März, dann ist erstmal Pause – bis Mai! Die zweite Jahreshälfte verspricht dann mehr Kontinuität: Im Juni, Juli, August, September und Oktober sind immerhin mindesten zwei Events pro Monat geplant.

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Tobias Hennig

Tobias Hennig - Redakteur

Tobias kam im Sommer 2014, während seines Studiums der Germanistik und Politik, als Werkstudent zu Golf Post. Zunächst machte er sich nur die Theorie des Golfsports zu eigen, nun versucht der vielseitig sportbegeisterte Wahl-Kölner, zum teaminternen Handicap-Durchschnitt aufzuschließen. Seit April 2016 erheitern der Redakteur und seine Hündin Mali die Kollegen täglich.
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