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LET: David gegen Goliath – Engländerin triumphiert über Nummer 10 der Weltrangliste

Florentyna Parker, 114. der Weltrangliste, besiegt Anna Nordqvist, Nummer 10 des Rolex Rankings, im Playoff der Mediterranean Ladies Open.

Am vierten Playoff-Loch siegt Florentyna Parker bei der Estrella Damm Mediterranean Ladies Open. (Foto: Getty)
Am vierten Playoff-Loch siegt Florentyna Parker bei der Estrella Damm Mediterranean Ladies Open. (Foto: Getty)

Noch vier Löcher vor dem Ende der Estrella Damm Mediterranean Ladies Open war das Ergebnis komplett offen, mit vier Damen an Platz eins des Leaderboards. Anna Nordqvist, Florentyna Parker und die beiden Spanierinnen Carlota Ciganda und Azahara Munoz kämpften um den Sieg. Erst im Playoff setzte sich Florentyna Parker endgültig durch. Von den deutschen Teilnehmerinnen konnten nur Ann-Kathrin Lindner und Olivia Cowan einen Platz im Wochenende ergattern. Karolin Lampert und Leticia Ras-Anderica verpassten leider den Cut.

Playoff bei der Mediterranean Ladies Open

Bis kurz vor Ende des Turniers war für jede der vier Proetten an Position eins der Titel der Mediterranean Ladies Open drin. An Loch 16 konnte sich Carlota Ciganda vorerst absetzen, aber Anna Nordqvist setzte am letzten Loch mit einem Birdie nach, ebenso wie Florentyna Parker. Alle drei Golferinnen lagen bei jeweils 15 Schlägen unter Par und gingen gemeinsam ins Stechen. Am ersten Playoff-Loch schied Carlota Ciganda aus. Für die Schwedin und die Engländerin, die beide dieses erste Extraloch mit einem Birdie verließen, ging es noch zusätzliche drei Mal an den Abschlag des 18. Lochs, bis das Duell entschieden war.

Ein fast perfekter Pitch von Florentyna Parker lieferte am vierten Extraloch die Vorlage für das Birdie, das die Entscheidung bringen sollte. Nordqvist konnte vorher nur Par spielen, Parkers Birdie bedeutete also den Sieg der auf Rang 114 des Rolex Rankings gelegenen Engländerin.


Hole-in-One für Anna Nordqvist

Etwas zu feiern hatte Anna Nordqvist trotzdem und zwar ihr Ass am 13. Loch des Moving Day, welches sie überhaupt erst bis an die Spitze brachte. Die Schwedin war die am höchsten gerankte Spielerin im Feld und hielt dem Druck lange stand, den Parker im Playoff auf sie machte. Ihre Putts zum Sieg fanden das Loch jedoch nicht und die Trophäe sowie das Preisgeld gingen an Florentyna Parker.

Ann-Kathrin Lindner in den Top 20

Als beste Deutsche platzierte sich Ann-Kathrin Lindner auf dem geteilten 19. Rang. Besonders in der Finalrunde gab sie Gas und konnte mit 68 Schlägen ihre bestes Wochenergebnis noch einmal übertreffen. Zuvor hatte sie Runden von 69, 72 und 70 Schlägen gespielt und kam so insgesamt auf einen Score von fünf Schlägen unter Par. Neben drei Birdies lochte sie im Finale an Bahn 9 auch noch zum Eagle ein, allerdings kassierte "Anka" auch zwei Bogeys.

Olivia Cowan gelang am gleichen Par-5 ein Eagle wie ihrer Landsfrau. Zuvor hatte sie zwei Schläge verloren, die sie so wieder ausglich. Ein Birdie am abschließenden Loch vervollständigte ihre 70er Runde. Mit vier Schlägen unter Par teilt sie sich den 23. Platz und verpasst die Top 20 nur um einen Schlag.

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Alexandra Caspers
Alexandra Caspers - Freie Autorin bei Golf Post

Als sich ihre Familie und ihr Bekanntenkreis nach und nach mit Golffieber infizierte, gab es für Alexandra auf lange Sicht kein Entkommen. Jetzt taucht sie neben ihrem Germanistik-Studium selbst in die Welt des Golfsports ein.

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