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Ladies European Masters: Sandra Gal schafft großen Sprung nach vorn

09. Sep 2016
Sandra Gal kann am zweiten Tag des Ladies European Masters eine ganz starke 68er Runde spielen und macht damit viele Plätze gut. (Foto: Getty)
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Sandra Gal holt mächtig auf beim Ladies European Masters. Bei Caro Masson sah der Start sehr verheißungsvoll aus, aber die Back Nine verhindern besseres. 

Der zweite Tag beim LET Masters im GC Hubbelrath verlief für die heimischen Damen unterschiedlich. Caroline Masson blies auf ihren ersten neun Löchern zum Angriff auf die Spitze – auf dem Rückweg ins Clubhaus ging ihr jedoch die Puste aus. Sandra Gal hingegen zeigte sich im Vergleich zum Vortag deutlich verbessert und holte auf. Die Düsseldorferin machte sehr viele Plätze gut und steht mit einem Ergebnis von zwei Schlägen unter Par in den Top Ten. Die Führung übernahm nach zwei Runden die US-Amerikanerin Katie Burnett, die mit -8 die ersten 36 Loch mit der geringsten Anzahl an Schlägen hinter sich brachte.

Caroline Masson lässt Kontakt zur Spitze abreißen

Ein vielversprechender Start, ein getrübtes Finish – Caroline Masson fiel nach ihrer zweiten Runde beim LET Masters im Düsseldorfer GC Hubbelrath zurück, obwohl ihr zunächst ein vielversprechender Auftritt gelang. Auf der Back Nine gestartet, blieb die frisch gebackene LPGA-Tour-Siegerin gänzlich ohne Schlagverlust und suchte mit vier Birdies den Kontakt zur Führung.


Auf der zweiten Neun erfolgte die Ernüchterung: Zwei Bogeys und ein bitteres Triplebogey kosteten fünf Schläge innerhalb von fünf Löchern und formten den Score auf +1 für den Tag. Damit fiel Caroline Masson aus der Top 10 und ordnete sich nach ihrer Runde bei insgesamt -1 auf Platz T15 ein. „Im Großen und Ganzen habe ich die ersten Neun gut gespielt – ein schlechter Abschlag hat mich einiges gekostet“, wirkte Caro Masson ob ihres Ausrutschers leicht geknickt. „Ein schlechter Schlag zur falschen Zeit, da muss man mit leben. Dann brauche ich am Wochenende eben ein paar Birdies mehr“, wirkte Masson dennoch voller Tatendrang.


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Sandra Gal findet ins Ladies European Masters

Besser zurecht kam Sandra Gal: Im Flight mit Caroline Masson fand die Düsseldorferin auf den ersten Löchern ihren Rhythmus. Nach sieben Pars in Folge fiel auf der 17 das erste Birdie. Gal ließ unmittelbar den nächsten Schlaggewinn folgen und verlor auch nach zwei Bogeys zu Beginn der zweiten Neun nicht die Balance. Ein Eagle auf der langen Bahn 3 glich den Verlust sofort wieder aus.

Auch auf den letzten Metern fand Sandra Gal noch ein paar Körner und mobilisierte die Kräfte. Unter dem Strich stand eine 68er-Runde und  Sandra Gal verbesserte sich auf -4 im Leaderboard. Als Lohn sortierte sie sich nach Abschluss ihrer Runde auf Platz T10 ein. „Ich habe ein bisschen mehr Zuversicht auf das Wochenende, weil heute die Putts besser fielen“, analysierte Sandra Gal ihre zweite Runde und ließ durchblicken, dass sie sich für die Finaltage noch etwas vorgenommen hat. Auch über die Unterstützung vom Publikum freute sich die Düsseldorferin: „Ich bin sehr zufrieden mit den Leuten die da sind und wir haben schon viel Zuschauer gesehen. Am Wochenende verspreche ich mir aber noch etwas mehr Zulauf.“

 Aderlass bei den deutschen Damen

Beim Heimturnier wurde der Kader aus zwölf deutschen Spielerinnen schon gehörig dezimiert: Karolin Lampert hatte in Düsseldorf einen ganz schweren Stand. Einer 82 von Tag eins folgte eine 79 und so fand sich die Spielerin von St. Leon-Rot ganz weit unten im Leaderboard wieder. Kaum besser erging es Leigh Whittaker, die bei +13 nach zwei Tagen ebenfalls keine Chance auf das Wochenende hatte.

Einen größeren Aderlass verhinderte das Abrutschen der Cut-Grenze. Sophia Popov und Chiara Mertens zitterten um das Erreichen der Finaltag und Popov äußerte sich nach ihrer zweiten Runde selbstkritisch: „Ich habe die Grüns noch nicht ganz verstanden. Die einen sind schneller, die anderen deutlich langsamer – das hört man auch von vielen anderen Spielerinnen.“ Angesprochen auf das knappe Rennen um den Cut, gab sie sich hoffnungsvoll: „Meine Familie und die Familie meines Freundes wollen am Wochenende nach Hubbelrath kommen – da hoffe ich dabei zu sein!“

Nicht mehr dabei sind jedoch Anka Lindner und Anastasia Mickan. Während Lindner mit +5 über 36 Loch um einen Schlag am Cut scheitert, fiel die junge Amateurin Mickan weiter zurück. Auch für Nina Holleder ist das LET Masters bereits beendet. Sie schied mit einem Gesamtscore von 14 über Par aus. Nach langer Verletzung war Anka Lindner mit dem verpassten Cut zum Comeback zwar etwas unglücklich, konnte jedoch auch etwas positives aus dem Turnier mitnehmen: „So wie es gelaufen ist, muss ich sagen: Der Cut war drin und sogar noch mehr! Ich kann auf jeden Fall mithalten, auch wenn die Putts leider nicht fielen.“

Bernhard Küchler

Bernhard Küchler - Freier Autor für Golf Post

Zum Studium ins Rheinland gekommen, fühlt sich der gebürtige Münsterländer inzwischen als echter Kölner. Die bisherige journalistische Vita bewegte sich überwiegend im Fußball-Metier. Zuletzt veröffentlichte er einen Dokumentarfilm über den Drittligisten Fortuna Köln. Vielseitig sportbegeistert widmete sich der studierte Germanist den unterschiedlichsten Disziplinen. Klar, dass auch das Spiel um die kleine weiße Kugel dabei nicht fehlen darf!

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