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Kramski Putting App: Hilfreiche Tipps fürs Grün

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16. Jun 2016
Die Kramski App soll helfen, die Anzahl der Putts zu verringern. (Foto: Getty / Screenshot Kramski App)
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Der deutsche Putter-Hersteller Kramski hat eine neue App auf den Markt gebracht, die Tipps rund ums Putting bietet. Wir haben sie getestet!

Der deutsche Putter-Spezialist Kramski hat mit seiner neuen App sieben verschiedene Videos für Smartphones und Tablets ins Programm aufgenommen, die dem Spieler helfen sollen, seine Leistungen auf dem Grün zu verbessern und seine Putting-Routine jederzeit zu überprüfen.

Kramski bietet putttechnisch jetzt fast alles an

Zielen ist eines der sieben Themen. (Foto: Kramski)

Zielen ist eines der sieben Themen. (Foto: Kramski)


Kramski hat sich von Anfang an auf die Fahne geschrieben, nicht nur Putter herzustellen und zu verkaufen, sondern die Putt-Statistik seiner Kunden dauerhaft zu verbessern. So bietet Kramski neben Puttern in verschiedenen Modellen auch ein ganzheitliches Fitting an und führt in seiner Putting Academy darüber hinaus umfangreiche Coachings durch.

Bei diesem umfangreichen Angebot war es nur logisch, dass nun auch eine App zu diesem Thema im Portfolio des Putter-Spezialisten auftaucht. Diese App bietet die Inhalte der Putting-Academy-Coachings in abgespeckter Form als Videos an. Insgesamt sieben an der Zahl sollen dem Spieler helfen, eine ordentliche Routine für sein Putting zu entwickeln und abzurufen.

Sieben Schritte zur wichtigen Routine

Die sieben Videos, von denen das Erste ebenso wie die App kostenlos ist, beschäftigen sich mit den verschiedenen Grundzügen des Puttens und eignen sich damit besonders für Einsteiger oder Fortgeschrittene, die ihre Routine auf dem Grün aus den Augen verloren haben.

Ein Video befasst sich mit den Breaks. (Foto: Kramski)

Ein Video befasst sich mit den Breaks. (Foto: Kramski)

Die Videos unterteilen sich in die Rubriken:

  1. „Die perfekte Ballposition“
  2. „Der beste Griff“
  3. „Die richtige Schwungebene“
  4. „Das perfekte Zielen“
  5. „Die ideale Puttlänge“
  6. „Breaks richtig lesen“
  7. „Putten vor dem Turnier“

Die weiteren sechs Videos kosten jeweils 2,99 € und können im Paket für 14,99 € erworben werden. Die Videos enthalten allesamt Anleitungen von Wiestaw Kramski, dem Gründer der Putter-Schmiede. Im Ambiente des Fancourt Golfresorts in Südafrika führt Kramski höchstpersönlich durch die Übungen und zeigt dem Nutzer die richtige Umsetzung auf den Grüns.

Kurze Tipps, aber keine Trainingsergänzung

Die circa zweiminütigen Videos enthalten – neben der etwas störenden 20-sekündigen Werbeeinspielung zu Beginn – hilfreiche Tipps und Anleitungen zu den verschiedenen wichtigen Grundlagen des Puttens. So wird die richtige Ballposition angesprochen, die gefunden werden kann, indem man den Ball als Rechtshänder von seinem linken Auge aus geradewegs auf den Boden fallen lässt.

Gründer Wiestaw Kramski gibt den richtigen Griff vor. (Foto: Kramski)

Gründer Wiestaw Kramski gibt den richtigen Griff vor. (Foto: Kramski)

Der von Kramski als der „beste“ angepriesen Griff, in diesem Fall der Reverse Overlapping Griff – bei dem Rechtshänder die linke Hand am Griffende platzieren, wird veranschaulicht und erprobt. Darüber hinaus erfolgen Tipps zur Schwungebene, zum Zielen und zum Lesen von Breaks. Alles in allem ist die App daher für Einsteiger und Anfänger sehr gut geeignet, da sie sich innerhalb der 22 Minuten dauernden Videos alle wichtigen Bestandteile einer erfolgreichen Putt-Routine zu Gemüte führen können und das Erlernte direkt, nach jedem Video, schnell umsetzen können.

Für fortgeschrittene Spieler, die nach effektiveren Trainingsmöglichkeiten im Putt-Bereich suchen, eignet sich die App allerdings nicht. Die Anleitungen in den Videos gehen über einfache Tipps und Grundsätze nicht hinaus und können diesen Spielertypen daher nicht wirklich weiterhelfen. Einzig das letzte der sieben Videos bietet für alle Spielstärken eine gute Hilfe. Hier werden Tipps zur richtigen Putt-Vorbereitung vor einem Turnier gegeben, die jedem Spieler helfen können und ihm die eventuelle Anspannung nehmen.

Fazit – Gute Idee mit Verbesserungspotenzial

Nach unserem Test auf den Übungsgrüns des Kölner GC bleibt abschließend festzustellen, dass die App zunächst einmal technisch in allen Belangen sehr gelungen ist. Bei der Anwendung und der Qualität gibt es keine Makel, was schon einmal sehr benutzerfreundlich ist. Die angebotenen Inhalte sind ebenfalls klug gewählt und ordentlich aufbereitet. Für den Preis von 14,99 € bietet sich allerdings etwas zu wenig „Trainingsmaterial“. Was Anfängern vielleicht zunächst genügt, kann allerdings auch schnell erlernt und damit überflüssig werden.

Dementsprechend ist die App bisher noch etwas übersichtlich, was aber nicht heißen muss, dass Kramski nicht nachlegen kann und wünschenserter Weise sollte. Mit weiteren Videos und Trainingstipps kann die App nämlich zu einem hilfreichen Begleiter auf den Übungsgrüns dieser Nation werden und den ein oder anderen Putt auf der Runde erfolgreicher gestalten.

Erfahrungsberichte unserer Community-Mitglieder

Im Rahmen unseres Produkttests gaben wir die neue Kramski Putting App auch an fünf unserer täglichen User weiter, um zu erfahren, wie sie mit dem Angebot der App zurecht kamen und was ihnen gefiehl bzw. was sie zu bemängeln hatten. Das Feedback fiel hier sehr einheitlich aus und wich nur marginal von unseren Erlebnissen und Erfahrungen ab.

Golf Post User Kai testete die Kramski Putting App auf Herz und Nieren. (Foto: Privat)

Golf Post User Kai testete die Kramski Putting App auf Herz und Nieren. (Foto: Privat)

So zeigten sich vier der fünf User sehr zufrieden mit der technischen Realisierung der App. Die Qualität der Videos, das schnelle und einfache Bedienen und die Anwendung stießen auf Zustimmung. Golf Post Leser Kai kommentierte diesen Bereich folgendermaßen: „Die Installation war bei mir kein Problem, in Kürze war das Videobundle komplett geladen. Die App an sich gefällt mir vom Aufbau, ist jedoch etwas werbelastig.“ Dies war auch bei drei weiteren Usern Konsens. Beim Fünften im Bunde streikte die Installation, sodass er die App nicht nutzen konnte.

Inhaltlich waren sich unsere User ebenfalls einig und beurteilten die App durchschnittlich. Boris beispielsweise fand vielversprechende Ansätze und Philip bestätigte dies, indem er zu Protokoll gab, dass die verschiedenen Trainingseinheiten einen guten Überblick rund um das Putten bieten. Der große Kritikpunkt, der von allen vier Usern im Chor geäußert wurde, war jedoch die mangelnde Einbindung des App-Users in den Trainingsprozess. Dementsprechend urteilte Michi, dass die App beispielsweise kostenlose Internettutorials nicht ersetzen kann und daher der Preis ungerechtfertigt ist.

Im Test zeigte Philip vollen Einsatz und höchste Konzentration. (Foto: Privat)

Im Test zeigte Philip vollen Einsatz und höchste Konzentration. (Foto: Privat)

Boris wiederum zog einen Vergleich zu einer Stunde mit dem Pro, und stellte fest, dass die App zwar einige gute Ansätze bietet, aber das eigenständige Training nicht unterstützt.

Somit geht das Fazit der Golf Post Redaktion mit dem ihrer Nutzer einher und kommt zu dem Schluss, dass die App noch Entwicklungspotential hat und den Trainingsprozess momentan noch nicht ausreichend unterstützt und begleitet.

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Robin Bulitz

Robin Bulitz - Redakteur bei Golf Post

Robin ist im Alter von 22 Jahren aktiv zum Golfsport gekommen und seitdem Feuer und Flamme. Durch seine sportlichen Erfahrungen im Handball und Tennis konnte er sich schnell mit der kleinen, weißen Kugel arrangieren und kratzt inzwischen am Single-Handicap. Ab Februar 2016 zunächst als Werkstudent, mischt Robin seit August im Tagesgeschäft mit und testet besonders das umfangreiche Equipment auf Herz und Nieren.

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