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Umfrage zur Deutschen Golf Liga: Die Ergebnisse

25. Sep 2013
Golf Post Umfrage-Ergebnisse
Die Umfrageergebnisse zeigen: Die Idee der Deutschen Golf Liga wird von der Mehrheit begrüßt, einige Stellschrauben gilt es aber noch zu justieren. (Foto: Getty)
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Nach dem Finale am Wochenende ist die erste Saison der Kramski Deutsche Golf Liga vorbei. Wir haben unsere Leser befragt: Wie war’s?

An diesem Wochenende kämpfen die Final Four der ersten Bundesliga um den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters, danach ist die erste Saison des neuen Ligasystems beendet. Nachdem der letzte Spieltag beendet war, wurde es also Zeit zu resumieren und eine zweite anonyme Umfrage* zum Thema Deutsche Golf Liga zu starten. In der ersten Umfrage ging es um die Erwartungen an die erste Saison, nun wird reflektiert: Was war gut, was war schlecht? Die Meinungen darüber sind sehr geteilt, doch vorweg bleibt zu sagen: 57,1% der Befragten hat der erste Anlauf der DGL gut gefallen – mit einigen Einschränkungen.

Streitpunkt Anreise

78,8% der Befragten sind der Meinung, dass die weiten Anreisen zu den Spielorten eine finanzielle Belastung darstellen. Hand in Hand gehen die Anreisekosten hierbei mit der hohen Anzahl der Spieltage im neuen Ligasystem. „Die Deutsche Golf Liga sollte beschränkt werden auf maximal drei Spieltage“, so die Meinung eines Befragten. „Für die Mannschaften ist es schwierig, die geforderte Anzahl an Spieler/innen an allen fünf Spieltagen zusammen zu bekommen.“ Die Zeit, das Geld und der Aufwand seien „viel zu hoch“, befand ein anderer Befragter.


Ein Dritter machte einen Vorschlag, wie die Anreisewege zu verkürzen wären. Aktuell gibt es in der ersten Bundesliga nur zwei Ligaaufteilungen: in Nord und in Süd. Er schlägt stattdessen vor, „das Land zu vierteln, das heißt eine Süd-/Nord-/West-/Ostliga einzuführen und die Top Vier in einer Art Playoff gegeneinander antreten zu lassen.“

Auch an anderer Stelle wurde die Forderung nach einem Playoff laut, ein Befragter findet: „Ein Abstiegsplayoff wäre nicht schlecht, denn zwei Absteiger aus einer 5er-Liga sind zu viel.“ Damit trifft er den allgemeinen Tenor, auch „mehr Mannschaften in einer Gruppe“ lautete ein Vorschlag, um die Anzahl der Absteiger zu reduzieren.

Der Ruf nach mehr Öffentlichkeit…

…wurde an vielen Stellen laut. Erwarteten in der Vorbefragung noch 64,9% der Teilnehmer bessere Präsentationsmöglichkeiten in der Öffentlichkeit, sank der Wert in der Nachbefragung auf 59,6%. Das Ergebnis spiegelt sich deutlich in den Bemerkungen zur Deutschen Golf Liga wieder: Die Öffentlichkeitsarbeit der Clubs und des DGV zur DGL sei „viel zu wenig“ gewesen, heißt es vonseiten einiger Befragter. Die Liga sei „in der Öffentlichkeit nicht präsent“ gewesen und „auch die Resonanz in den allgemeinen Medien und in den Golfmedien war mehr als dürftig.“

Einige erhoffen sich durch mehr Werbung nicht nur Fans, die die Mannschaften anfeuern, sondern ebenso mehr Mitspieler, neue Golfer in deutschen Landen. Einen Schritt hin zum Breitensport. Deshalb ist hier die Enttäuschung am größten: „Hat nichts gebracht, um Golf zu popularisieren“, schrieb ein Leser, „mehr Fans mobilisieren“ und „bessere Öffentlichkeitsarbeit seitens des DGV“, wünschte sich ein anderer.

„Das Lochwettspiel fehlt“

Das mit der DGL eingeführte Zählspiel ist für viele zum größten Übel geworden. Während der DGV bei der Einführung argumentierte, dass der Zählspiel-Modus den Nachwuchs am besten auf den Leistungssport vorbereite, ist der Protest unter den Befragten groß: Sie finden, dass das Lochwettspiel im diesjährigen System fehlt. Das alte Ligasystem mit Lochwettspiel habe „mehr Spaß gemacht und den Teamgedanken in den Clubs gefördert“.

Ein anderer Befragter gab zu bedenken, dass Lochwettspiel nicht nur für den Teamgedanken besser sei, sondern auch für den Zuschauer: „Bei uns gab es weniger Interesse als früher bei der DMM. Da sind immer noch einige Zuschauer gekommen, weil Matchplay einfach spannender ist. Welcher normale Verein kann sich schon ein richtiges Leaderboard leisten, um das Treiben für den Zuschauer interessanter zu machen?“ Die Forderung nach der Wiedereinführung des Lochspiels ist deutlich: „Golf-Mannschaftssport sollte Lochspiel sein“, meinen viele.

Ein weiterer Kritikpunkt waren die Ergebnisse, die entweder spät oder gar nicht veröffentlicht wurden. „Bis heute habe ich als Mannschaftsverantwortlicher keine Ergebnisse zu Auf- und Abstieg bekommen. Im Internet ist dies auch nicht ersichtlich“, äußerte sich ein Befragter. „Einfachere Ergebnisinformation“ forderte ein anderer.

Die DGL füllt eine wichtige Lücke aus

Trotz der Kritikpunkte sind sich beinahe 75% aller Befragten einig, dass ein richtiges Ligasystem genau das ist, was dem Golfsport im Vergleich zu anderen Sportarten gefehlt hat. Sie wurde als „eine spannende Neuerung“ und als „schönes Format“ bezeichnet, die Freude auf die nächste Saison ist groß. „Meiner Meinung nach hat sich die Golfliga bewährt!“, schrieb jemand. „Man kann damit super Werbung für den Golfsport machen.“ Ein Leser fand, die Deutsche Golf Liga sei „der richtige Schritt nach vorne“.

* Die Befragung ist nicht repräsentativ. Sie erfolgte anonym sowohl durch geschlossene (siehe Abbildungen) als auch offene Fragestellungen (Text).


Umfrage unter DGL-Spielern nach der ersten Saison

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Jacqueline Sauer

Jacqueline Sauer - Freie Autorin für Golf Post

Jacqueline mischt bei den redaktionsinterenen Tippspielen ganz vorne mit. Kein Wunder: Die großen und kleinen Namen des Golfs hat sie ständig im Auge, damit der nächste Tipp stets ein sicherer Treffer wird.

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