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KLM Open: Joost Luiten gewinnt im Stechen

15. Sep 2013
Der Niederländer Joost Luiten gewinnt die KLM Open 2013. (Foto: Getty)
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Joost Luiten gewinnt als erster Niederländer nach 2003 die KLM Open im Stechen gegen den Spanier Miguel Angel Jiménez.

Joost Luiten (-12) entscheidet die KLM Open im Stechen gegen Miguel Angel Jiménez für sich. Der Lokalmatador gewinnt damit ein wahres Nervendrama durch ein solides Par auf dem ersten Extraloch und holt sich damit seinen dritten Titel auf der European Tour. Den geteilten dritten Platz teilen sich gleich vier Spieler bei neun Schlägen unter Par. Zu den drittplatzierten zählen die beiden Engländer Simon Dyson (-9) und Ross Fischer, der Ire Damien McGrane und der Franzose Grégory Havret.


Spannung ab dem ersten Loch

Miguel Angel Jiménez (-12) legte bei zum Vortag deutlich besseren Wetterbedingungen los wie die Feuerwehr. Ein Birdiehattrick ab dem zweiten Loch brachte ihm früh in der Finalrunde die Führung ein. Es war ein durchweg spannender Kampf um die Führung, den Joost Luiten durch sein aggressives Spiel annahm und den Spanier zu ungewöhnlichen Fehlern zwang. Dennoch sah es lange danach aus, als könnte Luiten (-12), der Lokalmatador und Führende nach dem Moving Day, dem Spanier nicht Paroli bieten.

Miguel Angel Jiménez kann eigenen Rekord nicht brechen

Miguel Angel Jiménez (-12), der in der Golfszene „The Mechanic“ genannt wird, konnte seinen eigenen Altersrekord, ältester Sieger auf der European Tour zu sein, nicht ausweiten. Nach dem Birdiehattrick, dass am zweiten Loch begann, ließ er noch ein Birdie am sechsten Loch folgen, um den Rest der Front Nine bogeyfrei zu beenden. Am 10. Loch verpasste der Spanier eine gute Birdiechance, nachdem sein Ball auf den Zentimeter genau dieselbe Lage hatte, wie der des Niederländers Joost Luiten. Dieser musste jedoch zuerst putten und gab damit dem Spanier die Linie vor. Beide Athleten verschoben jedoch ihre Putts. Spätestens nachdem Jiménez sich einen Eagle-Putt aus drei Metern an dem 480 Meter langen Par fünf der zwölften Spielbahn erarbeitete, dachte man: Der Spanier sei nicht zu stoppen. Doch er verschob seinen Rückputt zum Birdie aus 70 Zentimetern. The Mechanical blieb jedoch ruhig und wartete geduldig auf die nächste Chance, die sich auf Bahn 13 ergab. Der Spanier spielte Birdie, während der Niederländer zum Par verschob. Damit war die Entscheidung gefallen – so dachte man.


KLM Open 2013

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Luiten zwingt das Urgestein ins Stechen

Der Niederländer Joost Luiten präsentierte sich stark bei seinem Heimspiel und in der Rolle des Geheimfavoriten. So lieferte er sich auch auf den letzten drei Bahnen ein Nervenspiel gegen den Spanier, der sich häufig über die Zuschauer beschwerte, die permanent zu früh auf den Auslöser ihrer Fotoapparate drückten. Nachdem Luiten bei sehr starkem Gegenwind auf der 17 den Grünbunker traf, jedoch nicht im Sand lag, spielte der Spanier ebenfalls in den Bunker. Nach schlechten Annäherungen spielten beide Athleten das Bogey. Die Kontrahenten spielten die 18. Bahn nach Vorgabe, sodass es ins Stechen ging.

Das Stechen als Matchplaysituation

Pünktlich zum Stechen verschwand die Sonne völlig und der Wind wurde kräftiger. Luiten, der die Ehre am ersten Extraloch hatte, spielte seinen Ball in die Mitte des Fairways. Jiménez verzog rechts ins Rough. Während Jiménez sein Holz nur im Vorgrün platzieren konnte, spielte Luiten sicher das Grün an. The Mechanic konnte nach einem guten Putt aus 20 Metern aber das Par nicht mehr retten und verlor am ersten Extraloch gegen den Niederländer, dem damit ein Par zum Sieg reichte.

Simon Dyson verpasst erneuten Sieg

Der Engländer Simon Dyson (-9) wird sich nach seinen zwei guten Eingangsrunden besonders über den Moving Day ärgern. An diesem gelang ihm nur eine Runde von einem Schlag über Par. Im Finale lief es für den Insulaner zunächst wieder besser. Drei frühe Birdies brachten ihn näher an die Spitzenposition heran. Auf der Back Nine jedoch ging Dyson die Luft aus. Es reichte somit nicht für einen weiteren Sieg bei der KLM Open.

Ross Fisher schießt in die Top Five

Nach soliden Eingangsrunden von 69/68/68 gelang Ross Fisher (-9), dem zweiten Engländer in der Top Ten, mit vier Schlägen unter Par eine gute Finalrunde. Der Engländer hatte zwar immer wieder Probleme vom Abschlag und verpasste das ein oder andere Fairway, doch zeichnete er sich mit guten Rettungsschlägen und wichtigen gelochten Putts aus.

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Patryk Pakosch

Patryk Pakosch - Freier Autor für Golf Post

Patryk Pakosch jagt bereits seit neun Jahren die weiße Kugel über den Platz. Vor allem Matchplay ist sein Ding. "Es ist ein geniales Gefühl. Dieser Nervenkitzel - Loch für Loch!"

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