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Karolin Lampert spielt sich auf die LET

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22. Dez 2015
Karolin Lampert hat den Sprung in Europas erste Liga geschafft. (Foto: Mercedes Benz)
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Karolin Lampert sichert sich die Karte für die Ladies European Tour 2016 – auch wenn sie sich am Ende selbst im Weg stand.

Über vier Tage zeigte Karolin Lampert eine nahezu perfekte Leistung, erst am letzten Tag war die Luft ein wenig raus. Im letzten Turnier der Tour School, das in Marokko, nahe Casablanca, auf fünf Tage angesetzt war und bei dem sich die besten 30 Spielerinnen eine Tour-Karte für die LET-Saison 2016 sichern konnten, stand die 20-Jährige nach vier gespielten Tagen bei -22 an der Spitze des Feldes.

Zwar sollte mit dem letzten Tag der mit Abstand schlechteste folgen, aber das Wichtigste: Lampert hat sich die Tour-Karte der Kategorie acht gesichert, die als volle Mitgliedschaft bezeichnet werden kann. Nach ihrem Überschritt in den Profi-Bereich ein Meilenstein für die Karriere. Den Sieg sicherte sich am Ende die 17-jährige Inderin Aditi Ashok bei -23, die in der dritten Runde mit einer 62 (-10) einen neuen Platzrekord aufstelle.


Karolin Lampert eindrucksvoll in Form

Die 76er-Runde am letzten Tag, an dem nicht wirklich viel zusammen lief, ist geschenkt. Die Leistungen in den Tagen davor aber umso spektakulärer, auf 72 Löchern spielte die Deutsche nur drei Bogeys und ging mit einem Schlag Vorsprung auf die Zweitplatzierte in die Finalrunde. Die schlechteste Runde bis dato war die 68 (-4) am Montag. Die Tour-Karte war also schon vor dem letzten Tag so gut wie sicher, der Vorsprung auf Platz 30 umfasste fast 20 Schläge.

Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass Karolin Lampert die Spannung nicht bis zum allerletzten Putt aufrecht erhalten konnte. Sie startete mit acht Pars, bevor ihr zwei Bogeys und ein Doppelbogey einen Strich durch die Rechnung machten. Doch insgesamt reichte es für -18 und Platz drei, und für 2016 stehen alle Weichen auf Erfolg. Darüber hinaus hatte aus deutscher Sicht nur Chiara Mertens den Cut überstanden und in der Finalrunde ebenfalls um die Tour-Karte gekämpft, sie am Ende aber leider deutlich verpasst. Greta Isabella Völker, die dritte Deutsche im Feld, war bereits am Cut vor der Finalrunde gescheitert.

Golf im Blut – Moritz und Karolin Lampert

Sowohl Karolin Lampert wie auch Bruder Moritz sind durch den Großvater ans Golfen gekommen. Dieser nahm die beiden das erste Mal mit auf die Anlage, und nach einiger Zeit zeichnete sich die Berufswahl im Hause Lampert ab: Beide wollten ins Profi-Geschäft. Für Karolin Lampert ist der Sprung auf die LET dein Meilenstein in ihrer noch jungen Karriere, die durchaus verspricht eine erfolgreiche zu werden. Moritz tut sich beim Schritt auf die ganz große Golfbühne European Tour noch etwas schwer, verlor er bereits zweimal wieder die Karte. Doch wird er 2016 auf der Challenge Tour sicherlich alles geben, um es erneut zu schaffen und dann besser zu machen.

Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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