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Justin Thomas: Unaufhaltsam auf dem Weg zur Nummer eins?

Kaymer im Sprachgewirr, Donaldson macht sich nass, ein paar Regel-Schlagzeilen, Nicklaus kassiert in Zentralasien. Die Back Nine.

23. Okt 2017
Justin Thomas scheint auf dem Weg an die Weltspitze unaufhaltbar zu sein. (Foto: Getty)


Dustin Johnson und Jordan Spieth müssen sich warm anziehen: Der neue Dritte des Top-Trios der Weltrangliste macht mächtig Druck, Justin Thomas ist scheinbar unaufhaltsam auf dem Weg an die Spitze. Was der 24-Jährige binnen zwölf Monaten eines Jahres auf den Fairways und Grüns „angestellt“ hat, macht ihn zum heißen Anwärter auf den Platz an der Sonne und verspricht einen spannenden Kampf um Platz eins der Golfwelt. Vor einem Jahr um diese Zeit gewann er zum zweiten Mal die CIMB Classic. Es folgten die 59 bei der Sony Open und der 63er US-Open-Rekord, der Major-Durchbruch bei der PGA Championship, der große FedEx-Cup-Zahltag und die Kür zum „Spieler des Jahres“.

Der Sieg über Marc Leishman beim CJ Cup war Thomas‘ sechster Erfolg in zwölf Monaten, und manche seiner Erfolgsstatistiken erinnert an Tiger Woods in dessen besten Zeiten, beispielsweise die Anzahl der Runden von 63 Schlägen oder besser. Insgesamt neun sind es, seit Thomas auf der PGA Tour spielt, aktuell kann das für diesen Zeitraum sonst niemand aufweisen. Das Glück des Tüchtigen hat der Mann aus Kentucky auch noch, wie in Runde drei des CJ Cup sein 422-Yard-Drive auf Bahn 12 mit Cartweg-Unterstützung zeigte. Und dabei haben vor nicht allzu langer Welt noch eine Menge Leute über die neuen „Big Three“ Jordan, Spieth, Rory McIlroy und Jason Day fabuliert…

Wenn der Martin auf Deutsch Unterricht gibt…

Bilingual: Was passiert, wenn ein deutscher Professional einer US-Amateurspielerin eine kurze Golf-Lektion in seiner Muttersprache gibt? Martin Kaymer hat die Herausforderung von „Golf Digest“ angenommen, das Ergebnis ist ein köstliches Sprachgewirr. Man redet munter aneinander vorbei. Oder anders: „Du hörst eigentlich gar nicht zu, was ich sage.“

Jon Rahm: Autogramme damals und jetzt

So ändern sich die Zeiten: Das Andalucia Valderrama Masters war nicht nur für Sieger Sergio Garcia ein besonderes Ereignis.


Auch sein spanischer Landsmann Jon Rahm kehrte an den Ort zurück, wo der heute 22-Jährige vor zehn Jahren noch die Tour-Stars bestaunt hat. Mittlerweile ist Rahm Weltranglisten-Fünfter und gibt selbst Autogramme, damals sammelte er sie selbst, unter anderem von Henrik Stenson:

Jamie Donaldson: Einfach mal fallen lassen

Kühles Nass: Als Vierter des Andalucia Valderrama Masters hat sich der Waliser Jamie Donaldson, Europas Siegpunktbringer beim Ryder Cup 2014 in Gleneagles, für kommende Saison die Mitgliedschaft auf der European Tour gesichert. Da kann man sich dann schon mal erleichtert fallen lassen:

Caddie kostet George Bryan einen Schlag

Regelsache 1: Auf der PGA Tour Latinoamerica ist im Wortsinn „regelmäßig“ der Teufel los. Jüngst bekam George Bryan, die eine Hälfte des Trickshot Duos Bryan Brothers – Bruder Wesley reüssiert auf der PGA Tour –, zum Auftakt der Peru Open in Lima auf Loch 18 einen Strafschlag zum Quadruple-Bogey aufgebrummt. Sein lokaler, der Regeln und auch des Englischen unkundiger Caddie hatte Bryans Ball berührt, bevor dieser zum Stillstand gekommen war (Regel 19-2).

Sowieso war das Turnier im Los Inkas Golf Club schon vorab auf 54 Loch verkürzt worden – weil für den Sonntag eine alle zehn Jahre stattfindende Volkszählung und -befragung angesetzt war und die Menschen an ihrem Wohnort angetroffen werden sollten. Also: Augen auf bei der Terminauswahl!

Chaos wegen „unlesbarer“ Grüngrenzen

Regelkunde 2: Auf der koreanischen LPGA-Tour wurden bei der KB Financial Star Championship alle Ergebnisse der ersten Runde ersatzlos gestrichen, weil auf den Grünkomplexen des Black Stone Golf Club in Icheon die Grenze zwischen Grün und Fringe nicht eindeutig zu „lesen“ war. Zwei Spielerinnen wurden mit Strafschlägen bestraft, weil sie ihre Bälle aufgenommen und markiert hatten, obwohl die Kugeln auf dem Fringe lagen.

Vier andere Spielerinnen taten dies straflos, es war nicht aufgefallen. Nach einer heftigen Diskussion mit dem gesamten Feld, die sogar in Rückzugsdrohungen von Spielerinnen gipfelten, wurde die gesamte Auftaktrunde annulliert. Anschließend trat dann der oberste Regeloffizielle der Südkorea-LPGA von seinem Amt zurück.

Auch Turkmenistan hat nun einen Golfplatz

Aus dem Spektrum „Golf bizarr“: Im zentralasiatischen Wüstenstaat Turkmenistan ist gerade ein Golfplatz eröffnet worden. Die 18-Loch-Anlage nahe der Hauptstadt Ashgabat wurde von Präsident Gurbanguly Berdymukhammedov in Auftrag gegeben und stammt aus der Design-Feder von Jack Nicklaus, der auch zur Eröffnung angereist war „Ich weiß allerdings nicht genau, warum der Präsident Golf will“, sagte er laut Webseite „Hronika Turkmenistan“: „Golf interessiert hier keinen, niemand hat was mit Golf zu tun.

“ Turkmenistan, dessen Fläche zu 95 Prozent von der Wüste Karakum eingenommen wird, wird immer wieder für Menschenrechts-Verletzungen kritisiert, hat extrem repressive Mediengesetze und gilt als abweisend gegenüber Touristen. Dennoch sind rund zehn Golfplätze geplant, und „Golden Bear“ Nicklaus ist dick im Geschäft.


Die Würfel sind gefallen - Diese Spieler bleiben auf der ET

Spenden-Sumpf im Trump-Golfclub?

Große Worte, kaum Taten: Wieder mal gibt es Anhaltspunkte, dass US-Präsident Donald Trump, seine Familie oder die Trump-Unternehmungen zwar Spenden oder Geldstiftungen zusagen, dem aber nur bedingt nachkommen. Jetzt ist Trumps Golfclub in Los Angeles in die Schlagzeilen geraten. „National Public Radio“ will recherchiert haben, dass der Club in Palos Los Verdes auf seiner Internetseite zwar behauptet, rund fünf Millionen Dollar für wohltätige Zwecke gestiftet zu haben, aber davon lediglich 800.000 Dollar nachverfolgt werden konnten.

Im Gegenzug haben 17 der aufgelisteten Empfänger angegeben, keine Spenden erhalten zu haben. Die Trump-Organisation äußerte sich zum Vorwurf des Spenden-Sumpfs nicht, aber der Trump International Golf Club Los Angeles hat die Liste aus dem Netz genommen.

Trickshot aus dem „ersten Stock“

Aus dem unendlichen Trickshot-Fundus: Die Jungs von „Holein1trickshots“ rund um „Coach Rusty“ haben die Golfartistik mit dieser Performance aus dem „ersten Stock“ wortwörtlich in neue Höhen geschraubt:

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Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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