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Justin Rose ist Sieger der US Open!

17. Jun 2013
Der Engländer Justin Rose feierte bei der US Open den ersten Majorsieg seiner Karriere (Foto: Getty)
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Der Engländer Justin Rose gewinnt nach spannendem Finaltag die US Open. Martin Kaymer und Marcel Siem landen auf T59. Platz.

Am Finaltag der 113. US Open fielen beim Sieg des Engländers Justin Rose nicht nur viele Birdies, sondern auch eine freiwillige Helferin. Luke Donald verpasste wie von so manchem Tee an diesem Tag die Spielbahn und traf stattdessen ein Mädchen so unglücklich, dass dieses in sich zusammensackte. Etliche verzogene Abschläge sorgten im Verlauf der Runde dafür, dass einige vermeintliche Favoriten die Spitze verlassen mussten und die Verfolger plötzlich Morgenluft witterten. Am Ende war es eben Justin Rose, der sein kurzes Spiel besser in den Griff bekam, als an den Tagen zuvor und sich den Sieg beim zweiten Major des Jahres sicherte, während Martin Kaymer und Marcel Siem auf dem geteilten 59. Platz landeten.

Justin Rose gewinnt Nervenspiel am Finaltag der US Open

Justin Rose gewann mit einer 70er Finalrunde und insgesamt einem Schlag unter Par die US Open 2013. Phil Mickelson, der als Führender im letzten Flight startete, konnte dem Engländer nicht Paroli bieten und musste zum sechsten Mal in seiner Karierre mit dem undankbaren zweiten Platz bei der US Open zufrieden sein. Der Engländer Rose hingegen, der sein erstes Interview nach dem Sieg fast sprachlos und mit Tränen in den Augen hielt, hatte über die gesamte Finalrunde hinweg sein Spiel im Griff. Auf Bogeys antwortete er prompt mit Birdies. Der Schlüssel zum Erfolg lag besonders darin, dass er im Gegensatz zu den vorherigen Runden sein kurzes Spiel präziser gestalten konnte. Rose fuhr damit den ersten Majorsieg seiner Karierre ein. Seinem ersten Majorsieg war Rose bereits als Amateur sehr nahe – als Siebzehnjähriger erspielte er sich bei der British Open bereits einen herausragenden vierten Platz und wurde seither als Wunderkind bezeichnet.


Phil Mickelson verpasst zum sechsten Mal Sieg

Mickelson hätte sich einen Sieg redlich verdient, nachdem er bereits fünf  Mal die US Open als Zweiter beendete. In diesem Jahr kam das sechste Mal hinzu. Am ersten Tee wirkte er äußerst konzentriert und sogar ein wenig nervös. Seinen ersten Abschlag verzog er auch direkt ins Rough. Seine Siegchancen schien er früh aufgrund zweier Doppelbogeys verspielt zu haben. Erst an  Loch 10 keimte nochmal Hoffnung auf – Mickelson lochte einen Annäherungsschlag ins Grün zu einem spektakulären Eagle. Doch mehr konnte der Amerikaner auf den anschließenden Löchern nicht mehr bieten, so dass es abermals nur für den unglücklichen zweiten Platz reichte, welchen er mit einem famos aufspielenden Jason Day teilte.

Martin Kaymer bleibt bei der US Open unter den Erwartungen

Es lief in den vergangenen Tagen nicht immer glücklich für Martin Kaymer, dennoch hätten sich seine deutschen Fans eine bessere Platzierung für ihn erhofft. Den Cut, der bei acht Schlägen über Par lag, schaffte der Deutsche noch so gerade, auch wenn er selbst nicht mehr damit rechnete und die Abreise bereits geplant hatte. In der Finalrunde konnte sich Kaymer am Ende noch ein wenig steigern und machte vier Plätze gut. Mit seiner Leistung wird er allerdings nicht wirklich zufrieden sein können. Der 28-Jährige beendete das Turnier auf dem geteilten 59. Platz. Die gute Finalrunde wird ihn wohlmöglich ein bisschen positiver auf die anstehende BMW International Championship im Golf Club München Eichenried blicken lassen.

Ergebnis von Marcel Siem täuscht über gute Leistung hinweg

Der zweite Deutsche im Feld fand sich am Ende wie sein Landsman auf dem geteilten 59. Platz wieder. Im Unterschied zu Kaymer hatte Siem die Cutlinie mit zwei guten Runden an den ersten beiden Tagen souverän gemeistert. Die Leistung reichte sogar, um sich auf dem Leaderboard in den Top 20 wiederzufinden. Leider waren es am Wochenende dann zu viele Bogeys und sogar ein Quadrupelbogey, auf die Marcel Siem nicht reagieren konnte. Bleibt zu hoffen, dass er den Schwung und die positiven Impulse der US Open mit nach München nehmen und dort erneut angreifen kann.


Finale der US Open: Impressionen aus Merion

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Luke Donald scheitert bereits an der Front Nine

Der Engländer fand am letzten Tag schon auf den Front Nine nicht zu seinem Spiel. Etliche Abschläge gingen ins Rough, aus dem platzierte Schläge auf die Grüns kaum möglich waren. Neben der ausgeknockten Helferin an Loch 3 flog der Ball am vierten Loch sogar ins Wasserhindernis. Er musste seinen Schuh ausziehen und ins kühle Nass steigen, um den Ball überhaupt spielen zu können. Auf der Back Nine fielen zwar noch Birdies, da war Donald allerdings bereits zu weit abgeschlagen, als dass er in die Entscheidung noch hätte eingreifenz können.

Tiger Woods wird seiner Favoritenrolle nicht gerecht

Auch der Weltranglistenerste kam über das gesamte Turnier nicht richtig ins Spiel, was zu seinem schlechtesten Majorergebnis als professioneller Golfer führte. Viel zu oft fanden seine Bälle vom Tee das hohe Rough oder waren gar out-of-bounds, wie am zweiten Loch der Finalrunde. Auch der Putter war in diesem Turnier nicht sein Freund, anders als es noch beim Sieg der PLAYERS Championship im Mai war. Von Steve Stricker erhielt er vor jenem Turnier noch den vermutlich entscheidenden Tip bezüglich seines Puttings und Woods lochte anschließend beinahe alles. Ein solcher Tipp scheint ihm vor der US Open gefehlt zu haben. Dennoch blickte Tiger Woods positiv in die Zukunft und analysierte seine Turnierleistung bei der anschließenden Pressekonferenz, indem er erkannte, dass man aus jedem Turnierergebnis eine Lehre ziehen könne. Sein Fazit: „Ich habe viele Dinge richtig gemacht, unglücklicher Weise habe ich genauso aber auch viele Dinge falsch gemacht.“

Mäßiger Abschluss der US Open auch für Rory McIlroy

Ebenfalls nicht überzeugen konnte der Nordire Rory McIlroy. Nach einem schlechten Schlag ins Grün an Loch 11 (+1) rastete er am Finaltag sogar komplett aus und krümmte vor lauter Wut seinen Schläger. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich McIlroy gerade nach einem Doppelbogey durch ein Birdie zurückgekämpft und wollte nochmal angreifen. Daraus wurde im Endeffekt nichts mehr und er landete am Ende mit 14 über Par auf dem geteilten 41. Platz.

Die beste Finalrunde erspielten im Übrigen der Amerikaner Jason Dufner und der Japaner Hideki Matsuyama mit jeweils drei Schlägen unter Par.

Kurzer Nachschlag: Der durch Luke Donalds Ball ausgenockten Helferin ging es übrigens schnell wieder den Umständen entsprechend gut. Als Entschädigung durfte sie sich immerhin über einen vom Engländer signierten Golfhandschuh freuen.

Hier geht es zu den Endergebnissen.

Patryk Pakosch

Patryk Pakosch - Freier Autor für Golf Post

Patryk Pakosch jagt bereits seit neun Jahren die weiße Kugel über den Platz. Vor allem Matchplay ist sein Ding. "Es ist ein geniales Gefühl. Dieser Nervenkitzel - Loch für Loch!"

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