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John Daly: „Die Dopingkontrollen der PGA sind ein Witz“

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13. Mrz 2015
John Daly äußert Kritik an den Dopingkontrollen der PGA-Tour. (Foto: Getty)
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John Daly beschwert sich heftig über die Dopingkontrollen der PGA und schimpft auf die Tour-Chefs. Die reagieren gelassen.

Mit harschen Worten hat John Daly die Spitze der PGA Tour in Bezug auf deren Doping-Politik angegriffen. Der 48-Jährige schimpfte in einem Radio Interview, Tourchef Tim Finchem und Geschäftsführer Andy Pazder sollten „ihre Ärsche hoch kriegen und die Sache regeln.“

Daly redete sich am Dienstag bei „Hit it hard with John Daly“ des Senders SiriusXM in Rage. Auf die Frage des Moderators Patrick Meagher, ob die Dopingkontrollen auf der PGA Tour zufällig wären, reagierte der zweifache Majorsieger, der diese Woche bei der Valspar Championship in Florida abschlägt, gereizt: „Ich werde am Freitag um 13:50 abschlagen, also werden sie um 18:52 Uhr kommen“, sagte Daly das Erscheinen der Dopingkontrolleure vorher. „Es wird das fünfte oder sechste Mal in Folge sein, dass ich bei diesem Turnier getestet werde.“


John Daly: „Jeder weiß, wann er getestet wird.“

An das System der unangekündigten Dopingkontrollen bei zufällig ausgewählten Athleten glaubt Daly nicht mehr: „Es ist der größte Bullshit, sorry, dass ich das so sage. Bestraft mich dafür! Mich interessiert das nicht. Korrigiert die Regeln. Ich habe sie so satt. Die Tests sind nicht zufällig. Sie sind ein Witz. Das ganze Kontrollsystem ist ein Witz.“ Daly ging noch weiter. Nicht nur er, alle Spieler auf der Tour wüssten, wann sie getesten werden: „All die Doper und der ganze Scheiß auf der PGA Tour wissen, dass sie getestet werden. Die haben ausgesorgt! Ich habe es so satt.“

Damit nicht genug. Seinem Rundumschlag ließ Daly auch noch einen persönlichen Angriff auf die Tour-Verantwortlichen Pazder und Finchem folgen: „Andy Pazder, wenn du und Tim Finchem die Show hört, kriegt eure Ärsche hoch und biegt das gerade! Ihr wisst, dass ich genug davon habe. Die Kontrollen müssen zufällig sein“, schimpfte der Amerikaner, der nach eigener Aussage „einige Drinks“ mit Moderator Meagher genommen hatte.

Nach der Pro-Am-Runde am Mittwoch im Vorfeld der Valspar Championship machte Daly die Dopingkontrollen dann auch noch für sein Golfspiel verantwortlich. „Ich habe nichts dagegen, Dopingproben abzugeben. Aber wenn ich am Donnerstag und Freitag draußen auf dem Platz bin und denke, ich muss zur Kontrolle – wenn ich dann zwei Stunden einhalte, beeinflusst das mein Spiel.“

PGA Tour reagiert gelassen auf Dalys Kritik

Die PGA reagierte sachlich auf die Kritik, zumal es nicht Dalys erster Angriff auf die Tour ist: „Seit seiner Einführung 2008 hat die PGA Tour signifikante Investitionen in das Anti-Doping-Programm gemacht“, gaben die Verantwortlichen zu Protokoll. „Es ist weithin als das umfassendste und zuverlässigste Programm im professionellen Golf bekannt. Unsere Mitarbeiter haben sich bereits in der Vergangenheit mit John Daly getroffen, auch im letzten Jahr, um Details des Programms zu besprechen. Nach seinen Aussagen scheint es, als müssten wir das wieder tun. Entgegen seiner Behauptung war John Daly niemals im Visier der Kontrolleure. Seine Aussage, die Spieler wüssten, wann sie getestet werden, ist nicht wahr.“

Daly reagierte auf das offizielle Statement gelassen. Er würde es den „Spielern zuliebe ertragen“, die sich vergangene Woche in Puerto Rico über die Kontrollen ausgetauscht hätten. Nachdem er dies geasagt hatte, wartete schon Ross Berlin auf ihn, der für die Kommunikation zwischen Tour und Spielern zuständige Direktor. Gemeinsam gingen sie über das Trainingsgrün und tauschten sich aus. Im Clubhaus angekommen sagte Daly, der mit einer Geldstrafe für seine Aussagen rechnet, lächelnd: „Und schon habe ich mein Schreiben bekommen.“

John Daly im Radiointerview bei SiriusXM

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Tobias Hennig

Tobias Hennig - Redakteur

Tobias kam im Sommer 2014, während seines Studiums der Germanistik und Politik, als Werkstudent zu Golf Post. Zunächst machte er sich nur die Theorie des Golfsports zu eigen, nun versucht der vielseitig sportbegeisterte Wahl-Kölner, zum teaminternen Handicap-Durchschnitt aufzuschließen. Seit April 2016 erheitern der Redakteur und seine Hündin Mali die Kollegen täglich.
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