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Joburg Open: Marcel Siem mit Pech auf den letzten Metern

14. Jan 2016
Marcel Siem spielte sich zwischenzeitlich auf den geteilten ersten Platz bei der Joburg Open. (Foto: Getty)
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Strittige Entscheidung wird für Marcel Siem zunächst zu seinen Ungunsten ausgelegt. Foos abgeschlagen, Ritthammer in Schlagweite.

Was für ein Pech! Für Marcel Siem sah es zum Auftakt der Joburg Open so gut aus. Vom zwischenzeitlich geteilten ersten Platz ging es gegen Ende seiner Runde für den Düsseldorfer um einige Plätze nach unten im Tableau. Auf der 17, kurz vor einem Chip auf das Grün, hatte Siem laut Referee seinen Ball nach erfolgter Ansprache bewegt. Ein Offizieller entschied erst nach einigen Minuten und Analyse der Fernsehbilder, dass Marcel Siem für die Bewegung seines Balls verantwortlich gewesen sei. Somit wurde der Schlag gezählt, auf seiner Scorekarte stand zwischenzeitlich ein Bogey.

Marcel Siem legt Einspruch ein

Nach Rundenende machte Marcel Siem von seinem Recht Gebrauch, vor der Unterzeichnung seiner Scorekarte Protest beim Turnierleiter einzureichen. Dieser schaute sich auch noch einmal die Fernsehbilder an und gab Siem Recht: Er hatte nichts mit der Bewegung des Balls zu tun, der Turnierdirektor revidierte das Urteil des Referees. Auch Siem selbst schrieb nach der Runde: „Fakt war aber, dass ich den Schläger 3,5 Sekunden in der Luft hatte, bevor sich der Ball bewegt hat.“ Was nicht in den Fernsehbildern zu sehen war: Marcel Siem legte regelkonform seinen Ball nach dessen Bewegung um wenige Zentimeter zurück und spielte von der ursprünglichen Position weiter. Somit notierte er nach langem Hin und Her auf Loch 17 schließlich doch das Par.

Die ganze Verwirrung führte zu allem Übel am letzten Loch auch noch zu einem Schlagverlust als der Putt aus etwa anderthalb Metern daneben ging. Am Ende unterschreibt Siem einen Rundenscore von -5 und landet damit auf dem geteilten achten Platz. Jetzt wolle er ruhig weiter machen, schrieb Marcel Siem auf seiner Facebookseite. „Bin wieder auf einem guten Weg.“

Bernd Ritthammer hält Anschluss zur Spitze

Auch Bernd Ritthammer war wie Siem auf dem West Course unterwegs und hält derzeit Anschluss zur Spitze. Seine ersten Neun gestaltete er unspektakulär, mit dem Birdie auf der Zwei ließ Ritthammer auf mehr hoffen. Zwei weitere Birdies folgten aber erst auf der Back Nine, der 28-Jährige spielte sich bis auf den geteilten zehnten Rang nach vorne. Doch es sollte nicht sein, das letzte Loch, ein Par-4, beendete Ritthammer schließlich mit einem Bogey, das ihn wieder um einige Plätze im Tableau fallen ließ. Mit einem Sccore von -2 hält der Deutsche aber Anschluss zur Spitze.

Ebenfalls zwei unter Par spielte Martin Rominger. Der Schweizer startete auf der Front Nine stark mit drei Birdies. Seinen guten Zwischenscore verschlechterte er dann aber mit einem Doppelbogey auf dem zehnten Loch. Doch der Züricher konnte mit einem Schlaggewinn auf seinem letzten Loch noch mit Ritthammer gleichziehen und hält so ebenfalls Anschluss zu Spitze.

Dominic Foos braucht ein kleines Wunder

Dominic Foos startete bereits früh am Tag in seine erste Runde der Joburg Open auf dem East Course. Verhalten begann der gebürtige Karlsruher auf seinen ersten Neun, drei Bogeys standen am Ende auf der Scorekarte. Auch die zweiten Neun beendete er mit drei Bogeys, das Birdie auf der 18 lässt noch ein wenig Hoffnung aufkommen für die weiteren drei Runden. Mit fünf über Par stehen die Chancen allerdings nicht allzu gut.

Der 18-Jährige hatte es bei der Q-School im vergangenen Herbst verpasst, sich eine volle Tour-Karte für die European Tour zu erspielen, der geteilte 32. Platz reichte nicht. Dennoch durfte er bei der Joburg Open antreten, da er 2015 einen Sieg bei der GANT Open auf der Challenge Tour einfuhr.

Lukas Nemecz war da erfolgreicher, er sicherte sich die volle Tour-Karte für Europas höchste Golfklasse. In Johannesburg erzielte Nemecz zunächst Schlaggewinne eher es zu einem Doppelbogey kam. Auf der Back Nine fielen zudem noch drei Bogeys. Somit notierte Nemecz nach der ersten Runde der Joburg Open nur eine 72 (+1), wahrt jedoch die kleine Chance, den Cut doch noch zu schaffen.

Ross McGowan mit einem Hole-in-One

Einen fulminanten Start legte unterdessen Ross McGowan hin. Dem Engländer gelang auf der Fünf, einem Par-3, das erste Ass des Turniers: Aus über 160 Metern lochte McGowan mit seinem Eisen 8. Das erste Hole-in-One der Turniergeschichte wurde 2008 von Gary Boyd auf der Zwölf erzielt, McGowan reiht sich als 13. in die Liste der Ass-Spieler ein.

Führender nach Runde eins ist derzeit Justin Walters, gestartet auf dem East Course. Der Südafrikaner spielte eine 65er Runde (-7) und schuf sich somit eine gute Ausgangslage für die kommenden Runden.

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Alexander Swan

Alexander Swan - Freier Autor für Golf Post

Nach mehreren (sport-)journalistischen Stationen ist Alexander bei Golf Post gelandet. Der gebürtige Münsterländer begeistert sich für jede Sportart, die ein rundes Spielgerät besitzt - insbesondere für den ganz kleinen und den Lederball.

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