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Gefahr aus dem Rough – Jimmy Walker an Borreliose erkrankt

Von Frühjahr bis Herbst lauert mit Zecken die Borreliose-Gefahr auf dem Golfplatz. Mit Jimmy Walker hat es nun auch einen Profi erwischt.

Die Zecken haben Jimmy Walker erwischt. Der Golfprofi gibt eine Borreliose Infektion bekannt.
Die Zecken haben Jimmy Walker erwischt. Der Golfprofi gibt eine Borreliose Infektion bekannt. (Foto: Getty)

Jimmy Walker steht aktuell in regem Austausch mit seinen Ärzten. Nach eigener Aussage schleppt sich der PGA-Tour-Profi bereits seit Wochen mit grippeähnlichen Symptomen auf den Platz. Nun entpuppte sich das Übel als eine von Zecken übertragene Borreliose. Seine Leistung hat bereits darunter gelitten. Bei der Hero World Challenge im vergangenen Jahr war er schon erkrankt, schenkte der Sache aber nicht ausreichend Beachtung. "Anfangs dachte ich, es sei nur eine starke Erkältung", gesteht Walker.

Obwohl er sich seinerzeit auf den Bahamas alle Mühe gegeben habe, hatte es nur für den 13. Platz unter 17 teilnehmenden Spielern gereicht. "Im Grunde fühlt es sich wie eine Grippe an. Du hast einfach keine Kraft und Energie mehr."

Worauf man auf dem Platz achten sollte

Eine Lyme Borreliose kann durch einen Zeckenbiss verursacht werden. Die Insekten finden im Rough eines Golfplatzes optimale Bedingungen vor. Sie lauern bei milden Temperaturen von Frühling bis Herbst im hohen Gras und in niedrigen Büschen. Zecken warten darauf, dass ein Wirt vorbei kommt und klammern sich an ihm fest. Dann suchen sie sich eine geeignete Körperstelle und beißen sich dort fest.

Die kleinen Tiere sind zwar nur dann infektiös, wenn sie sich die Krankheitserreger bereits bei einem anderen Wirt eingefangen haben, da dies aber nie im Vorhinein klar ist, empfiehlt es sich immer besondere Vorsicht walten zu lassen. Schon allein weil die Nachwirkungen von Infektionskrankheiten wie Borreliose sehr lange anhalten können und ihr Verlauf sehr unangenehm ist. Schnelles Handeln ist wichtig.



Zeckensaison ist länger, als man denken mag

Viele glauben, Zecken gäbe es nur im Frühjahr und im Sommer - also, wenn es draußen ordentlich warm ist. Das ist so nicht richtig. "Zecken sind dann aktiv, wenn die Temperatur einige Tage bei etwa sieben Grad liegt", erklärt Susanne Glasmacher vom Robert Koch-Institut (RKI). Das kann auch schon im Februar der Fall sein, oder wenn der Winter generell einfach besonders warm ist. In Deutschland infizieren sich jährlich über 200.000. Menschen mit Borreliose. Tendenz steil steigend. In Thüringen beispielsweise haben sich 2015 70% mehr Menschen infiziert als noch im Vorjahr. Viele dieser Fälle bleiben zu lange unerkannt und werden gar nicht oder falsch behandelt. Jimmy Walkers Fall ist ein gutes Beispiel dafür, wie gefährlich es ist die Situation zu unterschätzen. Besonders zu Beginn der Golfsaison und an milden Sommertagen ist das Risiko eines Zeckenbisses besonders hoch.

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