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Jason Day: „So muss sich Tiger Woods sehr oft gefühlt haben“

27. Jul 2015
Jason Day aus Australien sicherte sich den Sieg bei der RBC Canadian Open 2015. (Foto: Getty)
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Box-Verletzung bei Lexi Thompson, geschönte Zahlen bei Trump, verbale Fehlgriffe bei Alliss, Zwiespalt bei Dunne. Die Back Nine.

Er ist nur noch 266. der Welt und seit dem verpassten Cut bei der British Open wieder in der Versenkung verschwunden, dennoch ist Tiger Woods in aller Munde. Selbst Jason Day dachte im Augenblick des Triumphs bei der Canadian Open an den einstigen Übergolfer: „So muss sich das für Tiger Woods viele Male angefühlt haben“, sagte der Australier nach dem zweiten Saisonsieg und seinem vierten Erfolg auf der PGA-Tour. Ohne Wehmut kommentierte Day auch seinen Sechs-Meter-Siegputt zum letzten von drei Birdies in Serie: „Diesen habe ich wenigstens rein gemacht“, schmunzelte der 27-Jährige, der in St. Andrews einen ähnlichen Putt nicht zur Teilnahme am Stechen um die Open Championship hatte verwandeln können.

Lexi Thompson gewinnt mit Hand-Blessur

Auf die Zähne gebissen: Lexi Thompson hat die Meijer LPGA Classic mit einem lädierten rechten Handgelenk gewonnen. Die 20-Jährige hatte sich die Blessur schon im Februar zugezogen, als „Golf Digest“ sie für eine Bilderstrecke beim Training besuchte und Thompson, zu deren Übungen auch Boxen gehört, ihren Interviewer Toni Hernandez spielerisch als „Punching Ball“ benutzte. Bei der Fotosession entstand auch das in den USA umstrittene „Beinahe-oben-ohne-Titelbild“. Jedenfalls muss sich Thompson beim „Punchen“ eine schmerzhafte Knochenverletzung zugezogen haben und spielt seither mit stark gepflastertem Handgelenk: „Ohne Tape tut es wirklich richtig weh, nach Beanspruchung brauche ich eine Tonne Eis zum Kühlen.“


Donald Trump klotzt auch in den Bilanzen

Schöngerechnet: Im Rahmen seines politischen Engagements für die Republikaner hat Donald Trump – so wird es verlangt – jetzt seine finanziellen Verhältnisse offen gelegt. Demnach sollen die 16 Golfplätze in seinem Besitz zwischen 550 und 675 Millionen Dollar wert sein, bei einem Gesamtvermögen von 1,15 Milliarden Dollar. Experten allerdings bezweifeln die Angaben, da Trump zur Wertermittlung seiner Golfplätze gerne die jährlichen Erlöse mit Zwei oder sogar Vier multipliziert, während gemeinhin maximal der Faktor 1,5 angesetzt wird. Demnach wäre „The Donalds“ Golf-Imperium allenfalls 250 Millionen Dollar (226 Millionen Euro) wert. Aktuell gilt Trump übrigens als aussichtsreichster republikanischer Bewerber um die Kandidatur als US-Präsident.

Gary Player: „Golf braucht schwarzen Champion“

Erklär-Bär: Gary Player weiß, wie der Golfball rollt. Während seines Berenberg Gary Player Invitational in Wentworth äußerte der Südafrikaner auch sehr eigene Ansichten zum Niedergang von Tiger Woods. „Wir brauchen einen schwarzen Champion.“ Einer wie Woods sei unerlässlich, um das Spiel weltweit zu verbreiten.

Dumme Sprüche von Peter Alliss

Verbale Entgleisung: Peter Alliss, Reporter-Legende der BBC, hat sich bei der Übertragung der British Open einen dummen Chauvi-Spruch geleistet. Als Zach Johnson zum Sieg puttete und die Kamera seine Frau Kim Barclay zeigte, sagte der 84-Jährige: „Bestimmt denkt sie jetzt: ,Wenn der reingeht, bekomme ich eine neue Küche‘.“ Die BBC hat sich für die „unangemessene Bemerkung“ entschuldigt. Schon bei der Umarmung von Mutter Michelle und Sohn Paul Dunne nach der famosen dritten Runde des Amateurs hatte Alliss übel daneben gegriffen: „Das muss Mama sein. Aber vielleicht mag er auch ältere Frauen.“

Bae Sang-Moon muss zum Militär

Eingezogen: Der südkoreanische Golfprofi Bae Sang-Moon muss den Militärdienst in seiner Heimat antreten. Der 29-jährige US-Resident und zweifache Tour-Sieger hatte eine Verlängerung seiner Reisegenehmigung verpasst, ein Militärgericht in seiner Heimat beschäftigte sich mit dem Fall und „pfiff“ den Golfer nun zurück. Bae hat in dieser Saison bereits gut zwei Millionen US-Dollar an Preisgeldern kassiert, während des zweijährigen Wehrdiensts verdient er 130 Dollar im Monat.

Mike Weir: Konzentration auf Privatleben und Kinder

Auszeit: Mike Weir ist Kanadas erfolgreichster Golfer, jetzt zieht sich der 45-Jährige auf unbestimmte Zeit vom Turniergeschehen zurück. „Meine Familie ist unglaublich wichtig für mich und ich habe entschieden, mich auf mein Privatleben und meine Kinder zu konzentrieren“, erklärte der Masters-Sieger von 2003. Linkshänder Weir hatte bei 17 Tour-Starts in diesem Jahr 16 Mal den Cut verpasst.

Paul Dunne und die Profi-Entscheidung

Zwiespältig: Während Ollie Schniederjans mit dem geteilten 22. Platz bei der Canadian Open ein beachtliches Profi-Debüt hingelegt hat, ist Paul Dunne hinsichtlich eines Wechsels noch unentschlossen. Sein irischer Landsmann Padraig Harrington hat dem Überraschungsamateur von St. Andrews nahelegt, den Walker Cup im September abzuwarten („Profi kannst Du noch Dein ganzes Leben lang sein“). Graeme McDowell hingegen hat dem 22-Jährigen, der als Mitführender ins Finale der British Open gegangen war, geraten, keine Zeit mehr zu verlieren.

Schlagschuss mit Golfball

Ein Profi macht den „Happy Gilmour“: Beim Pro-Am der Canadian Open zeigt Eishockey-Star Tyler Seguin, Kanadier in Diensten der Dallas Stars, seine Version des Schlagschusses mit dem Golfball:

Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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