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Tiger Woods: 140 Jahre auf der Tour – Rückblick und Vorschau

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23. Dez 2015
Trotz des großen Verletzungspechs und ohne Sieg 2015 bleibt Tiger Woods optimistisch. (Foto: Getty)
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Ein Golfjahr voller verletzungsbedingter Tiefen liegt hinter Tiger Woods. In einem persönlichen Brief zieht der Pro Bilanz.

Noch vor wenigen Tagen riet Golflegende Greg Norman Tiger Woods, „in den Ruhestand zu gehen!“. Diese hart klingende Aussage des Australiers war jedoch nicht despektierlich gemeint. Er selber wisse, wie schwierig es sei, im bereits fortgeschrittenen Golfalter nach einer Verletzung nochmal zurückzukommen.

Von einem Rücktritt will Tiger Woods jedoch noch nichts wissen. In einem offenen Brief auf seiner Webseite lässt der 14-fache Major-Sieger seine Karriere sowie das Golfjahr 2015 Revue passieren und gibt eine Vorschau auf das, was noch kommen mag.


Ein Leben in Hundejahren

Zwanzig Jahre auf der PGA Tour unterwegs und noch ist kein Ende in Sicht. „Ich lebe in Hundejahren, seitdem ich 1996 Profi geworden bin, es sind also 140 Jahre auf der Tour“, scherzte Tiger Woods am Anfang seiner Nachricht, in welcher er sich bei seiner Familie, den Fans und Mitarbeitern bedankt. „Es ist erstaunlich, wie schnell alles vorüberging, aber auch wie langsam.“

Während dieser „140“ Jahre sei eine ganze Menge passiert – Vor allem im technischen Bereich. So erinnert sich Tiger Woods an seinen Sieg gegen Davis Love III in Las Vegas, als dieser noch mit einem hölzernen Schläger spielte. „Die Entwicklung zu Schlägerköpfen aus Metall zu den heutigen Standards, die 460 cc Driver und 45-Inch Schäfte vorgeben und die solide Konstruktion der Bälle … Die Technologie hat sich dramatisch geändert“, so der US-amerikanische Pro. Unternehmen würden den Spielern heutzutage anraten, zweimal im Jahr das Equipment zu wechseln. Zu Zeiten von Jack Nicklaus und Arnold Palmer habe höchstens die Technologie der Bälle gewechselt.

Aber auch das Training und die Fitness im Golfsport haben sich in den letzten Jahrzehnten intensiviert, so Woods. „Ich denke, seitdem ich auf der PGA Tour spiele, ist die größte Veränderung der gesteigerte Fokus auf die tagtägliche Fitness. Jetzt haben wir Trainer und Sport-Psychologen.“

Ein Achterbahn-Jahr neigt sich dem Ende entgegen

Natürlich nimmt Tiger Woods in seinem Schreiben auch Stellung zum Verlauf des Golfjahres 2015, das für ihn weitere Operationen, einige solide Ergebnisse, aber auch viele Schwachpunkte bereithielt.

„Physisch war es ein hartes Jahr und es hat seinen Tribut von meinem Körper gefordert. Ich musste mich durch eine Schwungumstellung kämpfen und diese ausgestalten, denn es war ein schrecklicher Jahresbeginn. Ich habe nicht wirklich oft gespielt, denn ich bin in eine Sackgasse geraten.“ Dennoch bleibe ihm sein geteilter 17. Platz beim Masters in positiver Erinnerung, als er auf einem der härtesten Plätze ein Mini-Comeback feierte. Schade sei nur, dass er darauf nicht habe aufbauen könnten.

„Ich spielte noch die Wyndham Championship und siehe da! – Ich konnte es körperlich nicht mehr. Ich hatte seitdem zwei Rücken-Operationen, es war also während des gesamten Jahres eine Achterbahnfahrt“, so der 39-Jährige.

“Dies ist ein neuer Tag, ein neuer Anfang.”

Kurzfristig hat sich Tiger Woods ein relativ einfach zu erreichendes Ziel gesetzt. Er möchte den neuen „Star Wars“ Film sehen. „Ich war ein totaler Geek in meiner Kindheit und hatte ein Star Wars Poster an meiner Wand. Meine Kinder lieben die Saga ebenfalls.“

Darüber hinaus denkt Tiger Woods an eine Teilnahme beim kommenden Ryder Cup, und dass nicht nur als Vize Kapitän an der Seitenlinie. „Ich möchte 2016 wieder raus auf den Platz! Ich habe es vermisst und ich würde gerne wieder schmerzfrei spielen. Das habe ich seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr getan. Stoßweise sind mir einige richtig gute Dinge gelungen in den letzten Jahren, aber ich hätte dabei gerne meine Gesundheit bewahrt.“

Möge die Macht mit Tiger Woods sein. (Foto: Golf Post)

Möge die Macht mit Tiger Woods sein. (Foto: Golf Post)

Um bei Star Wars Analogien zu bleiben: Han Solo sagte einst „Erzähl mir nie, wie meine Chancen stehen!” Dies sieht wohl auch Tiger Woods so, der alle Kritik an sich abprallen lässt und auch in den nächsten fünf bis zehn Jahren noch erstklassiges Profigolf spielen will. „Wo ich mich selbst in zehn Jahren sehe? Ich werde immer noch Golf auf höchstem Niveau spielen, Turniere gewinnen und Majors. Meine Stiftung arbeitet auf der ganzen Welt und wir haben bereits Millionen Menschen geholfen. Zu dem Zeitpunkt, an dem ich mich von dieser Welt verabschiede, werden es hoffentlich Milliarden sein!“. Große Worte – Selbst für Tiger Woods. Möge die Macht mit ihm sein!

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Carina Olszak

Carina Olszak - Freie Autorin bei Golf Post

Profigolf ist Carinas Spezialgebiet. Jede Woche verfolgt sie die Geschicke der Profis auf den internationalen Touren und hat besonders viel Spaß am Aufstieg der jungen Wilden. Ihr Wunschflightpartner für eine Golfrunde: Rory McIlroy.
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