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Interview: Golf-Post-Leser fragen – Sandra Gal antwortet

23. Jul 2014
Sandra Gal stand Golf Post im Rahmen der Ladies German Open im Golfclub Wörthsee Rede und Antwort. (Foto: Golf Post)
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Sandra Gal steht Golf Post exklusiv Rede und Antwort. Die Proette berichtet von ihrer Schwungumstellung und plaudert über Privates.

Golfprofi und Weltenbummlerin – Sandra Gal ist fast immer unterwegs. Gestern England, heute kurz auf Besuch in der deutschen Heimat, morgen wieder Florida. Beim Heimspiel der Ladies German Open am bayrischen Wörthsee gab sie Golf Post ein exklusives Interview. Die 29-Jährige blickt zurück auf die bisherige Saison, erzählt von der langwierigen Umstellung ihres Schwungs und beantwortet private Fragen, die unsere Leser den Proetten in den sozialen Netzwerken gestellt haben.

Golf Post: Sandra Gal, die Saison ist schon recht weit fortgeschritten, trotzdem warten noch zwei Majors auf Sie. Wie fällt Ihr Fazit des bisherigen Jahres aus und was erwarten Sie von den kommenden Wochen?


Sandra Gal: Ich habe die Saison ganz gut angefangen. Dann wurde es ein bisschen schwächer und ich habe gemerkt, dass ich ein, zwei Dinge in meinem Schwung verändern muss. Das war nichts Großes, aber jedes Mal etwas, woran ich denken muss und was dann ein wenig im Weg steht, wenn ich frei und intuitiv spielen will. Die Schwunggedanken sind konkret, den Schwung etwas zu verkürzen, um ein bisschen konsistenter zu werden. Die letzten drei, vier Wochen arbeite ich daran und es wird von Turnier zu Turnier immer besser. Die Ergebnisse kommen allerdings leider erst verspätet. Die letzte Hälfte der Saison sehe ich aber deshalb sehr positiv und freue mich drauf.

Golf Post: Bekommt man als Profigolfer ein Gefühl dafür, wie lange solch eine Schwungumstellung dauert?

Sandra Gal: Ich denke, dass das von der Umstellung abhängt. Ich kann schwer irgendein Datum nennen. Bei dem, woran ich arbeite, da merke ich jetzt schon, dass es von Turnier zu Turnier einfacher wird, aber es ist immer noch sehr bewusst. Bis es dann etwas ist, was unbewusst abläuft, das kann natürlich noch dauern. Kann sein, dass das erst nächstes Jahr kommt. Ich hoffe aber trotzdem, dass sich die Umstellung soweit setzt, dass ich in den kommenden Wochen trotzdem gute Turniere spielen kann.

Sandra Gal reiste zusammen mit ihrer Hündin Emmy zur Ladies German Open.

Sandra Gal reiste zusammen mit ihrer Hündin Emmy zur Ladies German Open. (Foto: Golf Post)

Golf Post: Unsere Leser haben über die Sozialen Netzwerke einige Fragen eingereicht. Sie würden unter anderem gerne von Ihnen wissen, wie sich ein Leben als Profigolferin mit einem geregelten Privatleben – Familie, Freund und Hund – vereinbaren lässt?

Sandra Gal: (lacht) Es ist nicht besonders geregelt und auch nicht besonders einfach. Ich habe das Privileg, dass meine Eltern sehr häufig zu den Turnieren mitkommen und mir jetzt (bei der Ladies German Open, Anm. d. Red.) mit dem Hund – den habe ich seit zwei Monaten – auch sehr viel helfen. Das gibt mir ein Gefühl von ‚zu Hause‘ sein, egal wo ich bin. Aber klar, ein geregeltes Privatleben wird es wohl nie sein. Es muss immer flexibel sein, es gibt viele Fernbeziehungen und ist nicht immer ganz einfach. Ich liebe meinen Job und von daher nehme ich das in Kauf.

Golf Post: Wo fühlen Sie sich zu Hause?

Sandra Gal: Überall und nirgendwo… Egal ob Prag, Florida oder Deutschland, da wo ich gerade bin, fühle ich mich auch zu Hause.

Golf Post: Was hätten Sie beruflich gemacht, wenn Sie nicht Profigolferin geworden wären?

Sandra Gal: Ich wäre künstlerisch, kreativ im Gange – irgendetwas in Richtung Designerin. Die künstlerische Ader hätte ich also zum Beruf gemacht.

Golf Post: Welcher Maßnahmen bedarf es, um dem internationalen Damen-Golfsport noch mehr Anerkennung zu verleihen?

Sandra Gal: Der Solheim Cup im kommenden Jahr wird auf jeden Fall dem Damen-Golfsport in Deutschland gut tun, dass man sieht, wie groß Golf außerhalb von Deutschland ist. Der Sport ist hier ganz anders, als er zum Beispiel in den Staaten aufgenommen wird. Dass solch ein großes Turnier in Deutschland stattfindet, wird den Enthusiasmus zeigen und hoffentlich vielen Jugendlichen den Golfsport näher bringen.

Golf Post: Zu den Jugendlichen gab es noch eine letzte Frage der Leser. Warum spielen so wenig junge Mädchen Golf? Ist das nur eine falsche Wahrnehmung oder leider Realität?

Sandra Gal: So ist das vielleicht in Deutschland, aber mit Sicherheit nicht in den USA. Warum es in Deutschland so ist, weiß ich nicht. Es wird vielleicht einfach noch zu sehr als „älterer“ Sport angesehen und nicht als etwas hippes und junges. Hoffentlich können wir Proetten das Image ein bisschen ändern.

Das Interview führte Lars Kretzschmar

Lars Kretzschmar

Lars Kretzschmar - Leitender Redakteur bei Golf Post

Lars ist Diplom-Sportwissenschaftler und sein großes Faible ist der Turniersport. Er schlägt sich für seine Leser gerne mal die Nächte um die Ohren, um die neusten Infos der PGA-, European- und LPGA-Tour liefern zu können. Sie finden Lars Kretzschmar auch unter Google+.

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