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Interview mit Tour-Series-Captain Gaby Lauer

07. Mai 2014
Gaby Lauer ist als Captain für die Tour Series in ihrem Heimatclub in Tietlingen aktiv. (Foto: Privat)
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Gaby Lauer ist einer der Tour-Series-Captains. Im Interview erzählt sie von ihrem Engagement und der Bedeutung ihrer Funktion im Club.

Tour Series ist der größte deutsche Wettbewerb für Amateurgolfer aller Handicap-Klassen. Ohne das Engagement zahlreicher aktiver Captains in den teilnehmenden Golf Clubs würde mit Sicherheit die ein oder andere Frage bei den Golfern offen bleiben. Golf Post hat im Interview mit Gaby Lauer gesprochen. Sie ist in der zweiten Saison als Captain im Einsatz und berichtet über ihre Funktion als Schnittstelle zwischen Tour Series und den teilnehmenden Spielern im Club.

Golf Post: Frau Lauer, beschreiben Sie den Lesern doch als erstes einmal kurz Ihre Aufgaben als Captain für Tour Series in Ihrem Golf Club Tietlingen.


Gaby Lauer: Zu Beginn der Saison wird eine Mappe angelegt, mit der sich alle Tour-Series-Mitglieder sowie Golfer, die noch keine Karte aber Interesse haben, informieren können. Die Ranglisten werden aktualisiert für all diejenigen, die nicht extra im Internet nachgucken wollen und natürlich bin ich Ansprechpartner für alle offenen Fragen. Egal, ob es um freie Plätze für Teams geht oder die Frage, welche anderen Clubs noch bei Tour Series mitmachen – ich bin der Schnittpunkt zwischen Aktiven und Tour Series.

Gaby Lauer

Informationen zur Person
Name: Gaby Lauer
Alter: 52 Jahre
Golf Club: Tietlingen
Betreut: 30 Spieler in 5 Teams
Tour-Series-Captain seit: 2013
Spielt selber Golf seit: vier Wochen
(Foto: Privat)

Golf Post: Besteht denn tatsächlich noch die Möglichkeit, in der laufenden Saison in die Teamwertung einzusteigen?

Gaby Lauer: Der Stichtag ist der 31. Mai. Bis dahin können sich die Tourspieler noch anmelden, auch im Team. Danach erfolgt der Schnitt – zu einem späteren Zeitpunkt wäre ja keine reelle Wertung mehr möglich.

Golf Post: Tour Series wirbt damit, Deutschland größter Wettbewerb für Amateurgolfer zu sein. Was ist aus Ihrer Sicht als Captain das Besondere an Tour Series?

Gaby Lauer: Das Besondere ist die Möglichkeit des direkten Vergleichs zwischen den Spielern. Man sieht wo man steht, was man eventuell noch verbessern kann und hat auf einen Blick den Vergleich zu vielen anderen Spielern. Die Profis haben ihre Geldrangliste, bei uns geht es über Punkte. Nichtsdestotrotz, die Rangliste ist für viele eine enorme Motivation noch mehr zu spielen.

Golf Post: Sie gehen also davon aus, dass manch ein Spieler in der Saison durch die Tour Series häufiger seine Runde auf dem Platz dreht, als ohne diesen Wettbewerb?

Gaby Lauer: Die vorgabewirksamen Turniere werden alle bei Tour Series gewertet. Ich denke schon, dass viele die Punkte für ihre Nettoergebnisse gerne mitnehmen und sich deshalb für mehr Turniere eintragen.

Golf Post: Wie wird das Angebot von Tour Series in Ihrem Club angenommen?

Gaby Lauer: Im Vergleich zum Vorjahr gibt es neue Spieler, aber auch welche, die ihre Tourkarte wieder abgegeben haben. Für viele ist der Anreiz, dass alle vorgabewirksamen Turniere bei uns im Club in die Wertung eingehen. Es spricht sich rum. Die Spieler sitzen zusammen und diskutieren ihre Ergebnisse. Dadurch kommt auch kurzfristig noch der ein oder andere hinzu. Grundsätzlich ist die Resonanz sehr positiv.

Golf Post: Warum braucht das deutsche Golf diesen „FedEx Cup für Amateue“ überhaupt?

Gaby Lauer: Einfach als Anreiz! Es gibt viele gute Spieler, die Touren spielen oder international aktiv sind, die aber immer noch Amateurstatus haben. Die Masse der Spieler sagt sich, ‚ich habe meinen Heimatclub und mein Handicap, aber an die Topspieler komme ich sowieso nicht ran‘. Tour Series schafft die Vergleichsmöglichkeit, da es eine Handicapklassen-Unterteilung gibt. Die Spieler sehen also sofort, mit wem sie sich auf ihrem Leistungsniveau messen können. Nicht bei Jedem reicht es für die großen Turnierserien und Meisterschaften.

Golf Post: Was ist für Sie das Besondere an Tour Series? Was hätten Sie ohne ihre Funktion als Captain nicht erlebt?

Gaby Lauer: Wenn der Manager damals nicht an mich herangetreten wäre und ich diese Funktion nicht übernommen hätte, würde es die ganze Tour Series vermutlich bei uns im Golf Club Tietlingen gar nicht geben. Das wäre vermutlich im Sand verlaufen, weil sich sehr wahrscheinlich keiner bereit erklärt hätte, das auch noch zu machen. Ich bin auch berufstätig, ich habe meine Kinder, mein Haus, meinen Garten und zwischendurch möchte ich auch nochmal ein bisschen spielen. Es ist viel zusätzliche Arbeit, ich mache sie aber aus Überzeugung und mit Herzblut.

Golf Post: Mit Blick auf die laufende Saison und auf das was noch kommt… Was erhoffen Sie sich für die Zukunft im Zusammenhang mit Tour Series?

Gaby Lauer: Wir hatten letztes Jahr schon einen Jugendlichen, der hat es nach Lanzarote ins Finale geschafft. Ich hoffe natürlich, dass sich in diesem Jahr noch mehr qualifizieren. Ansonsten wünsche ich mir vielleicht noch ein paar zusätzliche Anmeldungen. Grundsätzlich aber einfach nur, dass alles so weiterläuft. Tour Series gibt sich viel Mühe und macht einfach eine gute Arbeit.

Das Interview führte Lars Kretzschmar

Lars Kretzschmar

Lars Kretzschmar - Leitender Redakteur bei Golf Post

Lars ist Diplom-Sportwissenschaftler und sein großes Faible ist der Turniersport. Er schlägt sich für seine Leser gerne mal die Nächte um die Ohren, um die neusten Infos der PGA-, European- und LPGA-Tour liefern zu können. Sie finden Lars Kretzschmar auch unter Google+.

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