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Honma – Japanisches Traditionshandwerk vereint in Golfschlägern

Made in Japan - dieses Label tragen die Schläger von Honma mit großem Stolz. Die Produkte siedeln sich mit hoher Qualität und Handarbeit in einem eigenen Segment an.

Bei Honma ist alles feinste Handarbeit. Dadurch sollen die hohen Qualitätsansprüche gewährleistet werden. (Foto: Honma)
Bei Honma ist alles feinste Handarbeit. Dadurch sollen die hohen Qualitätsansprüche gewährleistet werden. (Foto: Honma)

Ein Blick auf das Firmenlogo lässt den einen oder anderen Golfer vielleicht direkt erschrecken. Denn hinter der Marke Honma versteckt sich ein Maulwurf, der als großer Feind von Golfern und noch viel größerer Feind von Greenkeepern zählt. Doch das pelzige und lichtscheue Tier hat mit den Golfschlägern nicht viel gemeinsam.

Hohe Qualität - hohe Standards - hohe Preise

Bei Honma ist das oberste Gebot, die extrem hohen eigenen Qualitätsstandards mit jedem einzelnen Schläger zu erfüllen. Da wundert es nicht, dass die eigentliche Schlägerfabrik als Schmiede oder Werkstatt bezeichnet wird. Das Wort "Fabrik" klinge zu sehr nach Massenfertigung, was schlichtweg falsch sei. Durch Handarbeit von geschulten und speziell dafür ausgebildeten Mitarbeitern werden unter dem weltweit anerkannten Label "Made in Japan" neben Golfschlägern auch Schäfte gefertigt.

Das oftmals unterschätzte Verbindungsstück zwischen Griff und Schlägerkopf hat gehörigen Einfluss auf die Flugeigenschaften und den letztlichen Erfolg oder Misserfolg eines Schlages. Ein Großteil der Forschungsressourcen fließen genau in diese Schäfte, die bei Honma zielgruppengerecht und unter Einfluss vieler Technologien hergestellt werden.

Besondere Hingabe bei Schäften

Zielgruppengerecht bedeutet zum Beispiel, dass Schäfte, die für einen fehlerverzeihenden Schläger gebaut werden, leichtgewichtig und mit einem tendenziell niedrigerem Flex produziert werden. Bei Eisen für Profis darf es dann natürlich etwas schwerer und härter sein.



Um einen Einblick in die Arbeit der Handwerker zu gewähren, erklären die Verantwortlichen Honmas die einzelnen Schritte der Schaftherstellung auf ihrer Homepage. Wichtige Schritte sind das präzise Auswählen der Ressourcen, das Wickeln, das Härten durch Temperatur, das Schleifen und Abreiben sowie das Glasieren mit einem besonderen, aber auch geheimen, Stoff.

Der letzte Schritt ist so komplex, dass mindestens drei Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet benötigt werden, um als Experte des Glasur-Verfahrens zu gelten. All diese diffizilen Schritte zeigen die Liebe zum Detail und die harte Arbeit, die in einen einzigen Golfschläger gebracht wird.

Von der Driving Range zum Hersteller

Die Geschichte Honmas begann zwar schon im Golfgeschäft aber nicht unbedingt bei der Fertigung von Equipment. Zu Beginn (1958) eröffneten die Honma-Brüder eine Driving Range. In Japan ist es üblich, dass viele Golfer nur auf Driving Ranges aktiv sind und teilweise noch nie einen richtigen Golfplatz bespielt haben. Trotzdem erfreut sich der Golfsport, wenn auch manchmal nur auf den Abschlagsmatten großer Beliebtheit in Fern-Ost. Mit dieser Range sollten den Menschen damals eine Möglichkeit geboten werden, die Freude am Golfsport zu erfahren.




Mit den Jahren wuchs die Range zu einem Golf-Center heran und es wurden auch die ersten Prototypen gefertigt. Aufmerksam machten die Japaner auf sich, weil sie es nicht scheuten, etwas ganz Neues auszuprobieren. Deswegen gehen viele technologischen Errungenschaften, die von den großen bekannten Namen der Equipment-Szene adaptiert wurden, auf das Konto der Japaner.

Im weiteren Verlauf der Firmengeschichte konzentrierte man sich neben Schlägern auch auf andere Teile des Equipment-Sektors. Um den Kapitalbedarf zu decken, änderten die Japaner auch die Rechtsform, sodass sie an der Börse gehandelt werden und nun als Co. Ltd. geführt werden. Dies diente als Grundlage, um weiterhin international und auch national wachsen zu können, was Honma immer noch macht.

Extravagante Schläger mit Gold und Platin

Ein Komplettsatz bei Honma kann auch Mal in einen hohen fünfstelligen Preisbereich fallen. Dies gibt es allerdings nur bei der 5-Star-Serie, die mit Gold und Platin verbaut wird. Diese Spielerei ähnelt einem teuren Luxuswagen, denn das Spiel übermäßig positiv beeinflussen werden diese Schläger nicht. Golfschläger als Statussymbol heißt hier die Devise.





Die Standardmodelle, die mit den typischen Golfressourcen auskommen, rangieren zwar immer noch im höheren Preissegment, können sich aber dennoch blicken lassen und mit denen der Konkurrenten messen.

Honma als Spezialanbieter

Zusammengefasst bedient Honma eine sehr kleine Nische im Golfmarkt. Für Spieler, die großen Wert auf Qualität legen, vielleicht ihre Golfschläger als Statussymbol benutzen wollen und über das nötige Kleingeld verfügen, eignen sich die Schläger Honmas bestens.

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