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Hinter den Kulissen der BMW International Open

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25. Jun 2012
440 freiwillige Helfer waren im Einsatz Foto:Getty
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Golf Post wirft einen Blick hinter die Kulissen der BMW International Open und den immensen organisatorischen Aufwand eines Profigolfturnieres.

440 freiwillige Helfer waren im Einsatz                    Foto: Getty


Das ein professionelles European Tour Turnier, bei dem laut Veranstalter BMW über die 4 Tage verteilt 56.700 Zuschauer auf der Anlage beiwohnten, viel Organisation und Aufwand erfordert ist klar. Doch was genau bedeutet es ,ein Profi-Golfturnier auszurichten?

BMW International Championship 2012 – Gewaltiger Aufwand

Fangen wir an einmal mit der technischen Ausstattung an. Insgesamt wurden satte 158km Leitungen für TV-Übertragung, Strom-, Wasser-, und Telefonversorgung verlegt. Das entspricht ungefähr der Distanz zwischen München und Nürnberg. Dazu kamen 3 Videowände, 50 Bildschirme, 10 Leaderboards und 2 Hole-by-Hole Scoreboards um über das Geschehen vor Ort zu informieren.

Kommen wir nun zur Manpower: Insgesamt waren 3.500 Projektarbeitskräfte im Einsatz, dazu kommen noch 440 freiwillige Helfer. 6640 Arbeitsstunden leisteten dazu noch die Greenkeeper vor und während des Turniers, um eine optimal bespielbare Anlage zu gewährleisten. Die Marshalls, Scorer, Caddies brauchten insgesamt 7.758 Stunden für Ihre Arbeit. Die Golfer selbst haben ca. 38.850 Schläge in 450 gespielten Turnierrunden ausgeführt. Damit dabei niemand Hunger leiden musste, wurden 28.000 Sandwiches verzehrt und 43.000 Liter Wasser von Mitarbeitern und Spielern während der Turnierwoche getrunken.

Riesen Fuhrpark und ein Haufen Müll bei der BMW International Championship 2012

Um die knapp  15.000 Zuschauer, die pro Tag auf der Anlage unterwegs waren, unterzubringen gab es 3.100 Zuschauerplätze auf den Tribünen und 8.900qm Ausstellungs- und Gastronomiefläche, wo 55 Aussteller ihre Produkte rund um den Golfsport präsentierten.

Auch der Fuhrpark hatte es in sich: 350 LKW wurden entladen, 58 Golfcarts waren auf der Anlage unterwegs und Sponsor BMW stellte 25 Autos zu Promotionzwecken auf der Anlage auf. Der BMW Shuttleservice für VIP´s und Spieler/Betreuer/Caddies war mit einer Flotte von 60 Autos vertreten und absolvierte 140.000 Fahrkilometer. Für die Wagen der Zuschauer standen 4.500 Parkplätze bereit.

Positives Fazit am Gut Lärchenhof

Letztendlich hinterließ der European-Tour Zirkus natürlich auch einen großen Haufen Müll. Insgesamt 30 Tonnen Wertstoffe und Restmüll mussten getrennt und entsorgt werden, 1.400 Stunden Arbeitszeit waren hierfür nötig.

Man sieht also, dass die Organisation eines Profi-Golfturniers einen gewaltigen organisatorischen Aufwand mit sich bringt. Bei der BMW International Open 2012 war die Organisation, bis auf die bisweilen schwierige Parkplatzsituation, aber durchweg sehr gut und wurde von Spielern, Ausstellern und auch den Zuschauern durchweg gelobt. Wir freuen uns daher schon auf das Jubiläumsturnier – die BMW International Open findet 2013 zum 25. Mal statt – im nächsten Jahr.

Philipp Hagel

Philipp Hagel - Redaktionsassistenz Golf Post

Philipp is ein Sportliebhaber aus Köln. Eigentlich ist er im Fussball zuhause, doch der Golfsport, vor allem Tiger Woods, hat ihn schon immer gereizt. Er hat schon so manchen kuriosen Platz bespielt und sucht immer die besondere Herausforderung.

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