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Steffen Bents, Fully Qualified PGA Professional

Steffen Bents ist Fully Qualified PGA Professional und arbeitet als Head Pro im Golfclub Gut Berge Gevelsberg/Wetter e.V. Er besitzt die höchste Gradierung der PGA (G1) und war lange Vorstandsmitglied des Verbandes in Nordrhein-Westfalen. Sie erreichen Steffen Bents über seine Website www.bentsgolf.de

Golftraining: Der Probeschwung – hilfreich oder Show?

Viele machen einen, mancher zwei, einige keinen. Zum Probeschwung haben viele Golfer eine spezielle Beziehung. Doch hilft er wirklich?

Der Probeschwung sollte zur Schlagroutine gehören. (Foto: Getty)
Der Probeschwung sollte zur Schlagroutine gehören. (Foto: Getty)

Heute stelle ich die Frage, warum macht man eigentlich Probeschwünge und helfen sie dem Spieler bei der Schlagvorbereitung wirklich?

Dass die Probeschwünge oft viel besser seien als der eigentlich Golfschlag, höre ich immer wieder. Als Schlussfolgerung wird dann oft der Probeschwung gänzlich weggelassen. Aus meiner Sicht nicht die beste Entscheidung!

Probeschwünge sind in der Ausführung oft gleichmäßiger und rhythmischer als der spätere Schlag. Grund dafür ist eine bewegungsorientiertere Ausführung. Es wird nicht nach einem Ball geschlagen. Man konzentriert sich viel stärker auf einen guten Bewegungsablauf. Liegt der Ball dann vor uns, steht oft nur noch der Ballkontakt im Vordergrund. Die Bewegung wird unwichtiger, da das Treffen des Balles an Priorität gewinnt. Die Bewegung wird nur noch ballorientiert - und damit nicht gut. Schlechte Schläge werden zudem durch eine ungünstige Treffvorstellung, wie zum Beispiel ein „unter den Ball wollen“ erhöht. Natürlich ist das Treffen des Balles sehr wichtig. Jedoch kann man sagen: ohne einen guten Bewegungsablauf und eine gute Bewegungsvorstellung entsteht kein guter Ballkontakt.

Golftraining: Schenken Sie der Endposition mehr Beachtung

Probeschwünge sollten daher immer Teil der Schlagvorbereitung sein. Man sollte bei einem Probeschwung versuchen, den späteren Schlag zu kopieren. Rhythmus und Bewegungablauf spielen dabei die größte Rolle. Zudem sollte man eine Position innerhalb seiner Bewegung finden, mit der Sie sowohl ohne als auch mit Ballkontakt arbeiten können. Hilfreich ist dabei beispielsweise die Endstellung der Bewegung. Das Finish ausbalanciert zu erreichen macht die Bewegung gleichmäßiger und hilft dabei, die Wahrnehmung vom Treffen des Balles zu lenken. Dabei sollte diese Position sowohl im Probeschwung, als auch im Schlag mehr Beachtung bekommen. Das Ergebnis wird eine bewegungsorientierte Schlagbewegung sein.



Mein Fazit ist daher: Machen Sie einen Probeschwung und nutzen Sie ihn zu Ihren Gunsten. Keine guten Probeschwünge und keinen guten Schlag ohne ein gutes Finish! So werden auch Probeschwünge wieder hilfreich.

Viel Spaß beim Ausprobieren!
Ihr Steffen Bents

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