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Welche Golfschläger Sie brauchen – und welche nicht

16. Aug 2015
(Foto: Getty)
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Die Auswahl an Golfschlägern ist riesig, doch welche Schläger sind für welchen Spielertypen wirklich nötig? Eine Übersicht.

Als Pro und Clubfitter erlebe ich eine Geschichte sehr häufig in meinem Alltag: Ein Kunde bittet um Hilfe und schildert folgendes: „Ich habe gerade das Golfspielen begonnen. Derzeit greife ich noch auf Leihschläger zurück, jetzt hätte ich aber gerne meine eigenen Schläger. Was soll ich mir für den Anfang kaufen und was ist für mich überhaupt sinnvoll?“

Weniger ist mehr – vor allem am Anfang

Okay, wenn Sie unsicher sind, ob Ihnen das Golfspiel überhaupt Spaß macht, ist zunächst der Kauf eines Einsteigersatzes zu empfehlen. Hierbei sollen jedoch zumindest die Schlägerlänge und die Griffstärke zu Ihnen passen. Gehen Sie aber von vornherein davon aus, dass dieser Einsteigersatz in der Regel nach spätestens etwa einem Jahr durch einen hochwertigeren Schlägersatz ausgetauscht werden sollte.

Wenn Sie aber sicher sind, das Golfspiel langfristiger zu betreiben, ist es sinnvoll, mit einem Satz von acht hochwertigen Schlägern einzusteigen. Die Schlägersatzzusammenstellung sollte – gerade bei Anfängern – gut durchdacht und gewählt sein. Schauen Sie nicht nur auf den niedrigsten Preis. Besser ist es, in wenige aber gute und vor allen Dingen zu Ihnen passende Schläger zu investieren.

Welche Schläger sind wirklich nötig?

Selbst der fortgeschrittene Golfer stellt die Fragen: „Welche Schläger brauche ich wirklich für mein Spiel? Welche Schläger brauche ich zum Beispiel, um mit den unterschiedlichen Layouts der Golfplätze zurecht zu kommen? Sind elf, zwölf oder 14 Schläger sinnvoll?“

Testen Sie auf einer Driving-Range oder mit Hilfe eines Launch Monitors die Weiten, die Sie mit jedem Ihrer Schläger erreichen. So lässt sich eine eventuell vorhandene Lücke der Schlaglängen zwischen Ihren einzelnen Schlägern besser ermitteln und Sie können so feststellen, ob Sie Ihren Satz noch um den einen oder anderen Schläger ergänzen sollten. Hierbei ist es empfehlenswert, die Schläger nicht aufeinanderfolgend sondern „kreuz und quer“ zu messen. Als Beispiel: Starten Sie Ihre Messung mit Eisen 7, danach nehmen Sie Ihr Pitching Wedge und dann das Eisen 6 oder Holz 5 usw.

Schlagen Sie jeweils fünf Bälle mit jedem Schläger. Notieren Sie sodann Ihre jeweiligen Weiten. Diese Übung sollten Sie an mehreren Tagen wiederholen, um ein eindeutiges Bild zu erhalten. Ein Nebeneffekt dieser Übung kann sein, festzustellen, ob Sie mit dem jeweiligen Schläger generell zurechtkommen oder nicht.

Fazit

Denken Sie immer daran, dass die Golfschläger zu Ihnen und Ihrer Spielstärke passen müssen. Das Spiel ist schwierig genug, und mit nicht passenden Golfschlägern nur noch schwieriger.

Checkliste Golfausrüstung

Schläger

Hcp 54-36

Hcp 36-25

Hcp 25-14

Hcp 14-0

Putter

Ja

Ja

Ja

Ja

Lob Wedge

Nein

Nein

Vielleicht

Ja

Sand Wedge

Ja

Ja

Ja

Ja

Gap Wedge

Nein

Vielleicht

Ja

Ja

P- Wedge

Ja

Ja

Ja

Ja

Eisen 9

Ja

Ja

Ja

Ja

Eisen 8

Ja

Ja

Ja

Ja

Eisen 7

Ja

Ja

Ja

Ja

Eisen 6

Ja

Ja

Ja

Ja

Eisen 5

Vielleicht

Ja

Ja

Ja

Eisen 4

Nein

Vielleicht

Ja

Ja

Eisen 3

Nein

Nein

Vielleicht

Vielleicht

Eisen 2

Nein

Nein

Vielleicht

Vielleicht

Hybrid

Nein

Vielleicht

Vielleicht

Ja

Holz 9

Vielleicht

Ja

Vielleicht

Vielleicht

Holz 7

Vielleicht

Vielleicht

Vielleicht

Vielleicht

Holz 5

Ja

Ja

Ja

Vielleicht

Holz 3

Vielleicht

Vielleicht

Vielleicht

Ja

Driver

Vielleicht

Ja

Ja

Ja

Gesamt:

8 Schläger

11 Schläger

12 Schläger

14 Schläger

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Jacqueline Sauer

Jacqueline Sauer - Freie Autorin für Golf Post

Jacqueline mischt bei den redaktionsinterenen Tippspielen ganz vorne mit. Kein Wunder: Die großen und kleinen Namen des Golfs hat sie ständig im Auge, damit der nächste Tipp stets ein sicherer Treffer wird.

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