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Golfjahr 2012: Von Paaren und Pärchen, Duos und Duetten

21. Dez 2012
Samba-Truppe bei den Kataris: Rory McIlroy und Tiger Woods. (Foto: Getty)
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Allerhand Zweisamkeiten prägten in den vergangenen Monaten das Geschehen auf und neben dem Platz. Ein etwas anderer Rückblick.

Der Kalender 2012 läuft ab. Die Rückblicke stehen an. Und weil auch die Maya-Zeitrechnung mit allerlei unheilvollen Mutmaßungen endet, soll es uns bei Golf Post gelegen sein, jetzt besonders an Paare und Pärchen, an Harmonien und Zweisamkeiten zu erinnern.

Im „gefühlten“ Golfjahr ganz vorn steht gewiss die sportliche Liaison von Rory McIlroy und Tiger Woods, neudeutsch „Bromance“. Die beiden Tiger pflegen eine unverkrampfte, ja freundschaftliche Rivalität. Sie zollen einander Respekt, wenn Woods zum Beispiel per Blog den Hut vor McIlroys Leistung zieht. Sie frotzeln miteinander, wenn Rory dem Buddy genau dies wegen seines schütter gewordenen Haupthaars eher nicht empfiehlt. Tja, was sich neckt …


Kaymer suchte bei Senior Langer nach väterlichem Rat

Von eher väterlicher Natur hingegen war der Rat, den Martin Kaymer während des Ryder Cups bei Bernhard Langer suchte und erhielt. Als Kaymer an seiner Einstellung und an seiner Position im Team zweifelte, da gab ihm der Senior in einem „Gespräch, dass mir unheimlich geholfen hat“ (Kaymer), wichtige Hinweise und rückte ihm wohl auch ein wenig den Kopf zurecht. Worauf Kaymer tags drauf mit neuem Selbstwertgefühl DEN EINEN PUTT verwandelte, der in den Golf-Annalen dicker unterstrichen sein dürfte als sein Major-Sieg bei der PGA Championship 2010.

Apropos: Da gilt einer als größter Ryder-Cup-Loser aller Zeiten und als ausgemachte Diva. Dann kriegt der Mann in Medinah einen Neuling an die Seite und ist fortan nicht wieder zu erkennen. Gemeint ist Phil Mickelson, der mit Keegan Bradley zum „Duo infernale“ avancierte und in seiner neu entdeckten Rolle Mannschaft wie Fans gleichermaßen verzückte. Vielleicht wäre es doch anders gelaufen, wenn sich das Erfolgs-Duett beim Abschluss-Vierer nicht selbst eine Pause verordnet hätte.

Auch ein Paar Fahnen war am Ryder-Cup-Triumph beteiligt

Und wenn da nicht dieses Paar Fahnen gewesen wäre, die US-Kapitän Davis Love III für die Einzel auf der 17 und auf der 18 an der falschen, weil rechten Seite der Grüns stecken ließ. „Hätte er beide jeweils in der linken Ecke platziert, dann hätten sie gewonnen, weil die meisten US-Spieler den Schlag von rechts nach links bevorzugen,“ sagt Europas Held Ian Poulter zu den Flaggen-Positionen auf den Schlusslöchern im Medinah Country Club.

So kann‘s kommen. Das hat sich wahrscheinlich auch David Faircloth gedacht, der bei der Wyndham Championship als lokaler Caddie „irgendeinem Spanier“ zugeteilt wurde und dann regenverlängerte fünf Tage für Sergio Garcia die Tasche schleppte. Am Ende gab‘s nämlich ein mehr als erkleckliches Trinkgeld, weil Garcia zum ersten Mal seit vier Jahren auf der PGA Tour gewann und dafür 936.000 Dollar erhielt.

Damen-Duo schleifte die Männer-Bastion Augusta

Alles andere als ein Zufalls-Duo hingegen sind die beiden Damen, die nach 80 Jahren endlich die Männerbastion Augusta National geschleift haben. Condoleezza Rice, immerhin Ex-Außenministerin der USA, und Finanzmaklerin Darla Moore, eine gute Freundin des einstigen Augusta-Chefs Hootie Johnson, tragen als erste weibliche Mitglieder des Masters-Clubs fortan die exklusiven „Green Jackets“.

Das „vorbildliche Paar des Jahres“ sind zweifellos Mandy und Brandt Snedeker, die beweisen, dass Geld doch nicht unausweichlich den Charakter verdirbt. Die ganzen 11,4 Millionen Dollar, die der US-Profi für den FedEx-Cup-Triumph eingesackt hat, sind in eine Stiftung zur Unterstützung bedürftiger Kinder geflossen.

WoodsLiVonn?

In Sachen „Glamour Couple“ geht natürlich kein Weg an Caroline Wozniacki und Rory McIlroy vorbei. Aber wer weiß, Tiger Woods werden vom Boulevard zarte Bande zu US-Skirennläuferin Lindsey Vonn nachgesagt. Womöglich lässt sich der in Sachen Beziehungspflege geläuterte Woods von seinem „Bro“ diesbezüglich ebenso motivieren, wie es zum Beispiel Jack Nicklaus für‘s Golfspiel prophezeit: Dann gibt‘s demnächst neben „Wozzilroy“ auch „WoodsLiVonn“.

Wir halten Sie auf dem Laufenden. Denn Maya-Kalender hin, Weltuntergangs-Geunke her: Bis morgen bei Golf Post!

Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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