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Golf-Rausch und Diamanten-Jagd im Zillertal

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13. Mai 2016
Golf im Zillertal zwischen den Bergen brauch sich nicht vor anderen Destinationen verstecken. (Foto: Golfclub Zillertal)
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Wenn im Zillertal kleine weiße Kugeln fliegen, dann müssen das nicht unbedingt Schneebälle sein: Denn auch Golf spielt es sich hier überaus gut.

25 Jahre lang musste das Zillertal auf seinen ersten Golfplatz warten, 2014 war mit der Eröffnung der Driving Range und des Sportresidenz-Hotels im Clubhaus der letzte Stein gesetzt. Beim Golfclub Zillertal-Uderns betritt man eine Wiese zwischen den Bergen, die vieles zu bieten hat. Zwischen Gletschern und Felswänden liegt im wahrsten Sinne des Wortes ein echtes Golf-Juwel, doch dazu später mehr.

Denn schon am ersten Abschlag offenbart sich das eindrucksvolle Panorama, das Golfspielen im Zillertal so reizvoll macht: Ein breites Fairway mündet optisch am Fuss der Berge, die sich verjüngen bis das Auge an den schneebedeckten Gipfeln hängen bleibt. An Bahn Zwei, einem Par 3, grüßt – mit etwas Glück – die heimische Wasserschildkröte und reckt ihren Kopf den Gipfeln entgegen.


Gibt das Tempo für den Urlaub an Loch zwei vor. (Foto: Golf Post)

Gibt das Tempo für den Urlaub an Loch zwei vor. (Foto: Golf Post)

Golf im Zillertal – Flach spielen, hoch gewinnen

Insgesamt 65 Hektar groß ist das Areal, auf dem der 6026 Meter lange Platz in die leicht hügelige Landschaft eingebettet ist. Überraschenderweise spielt er sich kaum länger, das Überwinden großer Höhenunterschiede bleibt den Wanderern überlassen. Dafür kann er mit architektonisch spektakulären Löchern und einem Diamanten aufwarten.

Loch 11, ein knapp 300 Meter langes Par 4, sucht designtechnisch seinesgleichen. Vom deutlich erhöhten Abschlag sind es rund 200 Meter bis zur einer Landezone hinter dem Bach, der diagonal von rechts hinten das Fairway kreuzt und das Vorlegen nicht unbedingt zu der sicheren Alternative macht. Doch Longhitter haben ein anderes Problem zu bewältigen: Drei Bäume genau im Knick des Doglegs rechts, die etwa 50 Meter vor dem Grün das Fairway blockieren, bestrafen zu lange Drives gnadenlos. Es gibt viele denkbare Wege, dieses Loch zu spielen, und genau das macht es so interessant.

Ein Diamant für die Clubaus-Runde

Genauso interessant ist die 14. Bahn, vor allem für Turnierspieler. Die golferische Herausforderung ist auf den ersten Blick übersichtlich: Par 3, 114 Meter, großes Grün, nicht besonders gut geschützt – aber es gibt einen Clou: Wer es hier in einer Turnierrunde fertig bringt, ein Hole in One zu schlagen, darf sich über einen einkarätigen Diamanten freuen. Wenn das mal keine Motivationsstütze ist.

Mit 95 Euro ist das Greenfee absolut fair bemessen, denn das Preisleistungsverhältnis stimmt. Und viel zu oft muss man sich während der Runde wieder ins Gedächtnis rufen, seinen Blick und seine Gedanken von dem kleinen weißen Ball abzuwenden, um die Kulisse auf sich wirken zu lassen. Das Gute ist: Auch in den Unterkünften der Umgebung lässt sich das Panorama genießen.

Sportlich oder rustikal? Wo man haust, ist fast egal!

Der Wöscherhof etwa, ein Vier-Sterne-Hotel im regional-rustikalen Stil, liegt nur 400 Meter vom Golfplatz entfernt. Der Tourismusverband „Golf in Austria“ unterstützt die Kooperationsbildung zwischen dem Club und anliegenden Hotels, sodass es fast überall unterschiedliche Golf-Arrangements gibt, die einen entspannten Golfurlaub garantieren. Das schließt im Wöscherhof das Spa & Beauty „Zeitlos“ mit ein, in dem Hallen-und Freibadebereich, das Saunadörfl und die urige Atmosphäre für die entsprechende Aufheiterung nach einer nicht ganz ideal gelaufenen Runde sorgen.

Wem 400 Meter zu weit sind, der hält sich etwa an die Sportresidenz Zillertal, das Vier-Sterne-Superior-Hotel im Clubhaus des Golfclub Zillertal-Uderns. Hier muss zwar etwas tiefer ins Portemonnaie gegriffen werden, doch dafür gibt es den Dach-Pool mit Entspannungsbereich, Suiten mit Golfplatz-Blick aus der eigenen Sauna und die „Genusswerkstatt“, die höchste kulinarische Ansprüche bedient.

Das Zillertal kann Golf, aber was noch?

Wer neben Golf auch gerne anders aktiv ist, kommt beispielsweise mit fast 1000 Kilometern markierter Wander- und Bergwege auf seine Kosten. Auch ein Besuch der Erlebnistherme Zillertal ist immer eine lohnenswerte Alternative: Eine 133 Meter lange Wasserrutsche und eine 134 Meter lange Reifen-Röhren-Rutsche sind was für Adrenalin-Junkies. Die Kleinsten kommen im Kinderspielbereich auf ihre Kosten, und mit Blubbergrotte, Wasserfall und Saunabereich mit 8 verschiedenen Anwendungskabinen ist auch für Entspannung nach der Action gesorgt.

Die Energie, die für den Betrieb der Therme gebraucht wird, entsteht quasi auf der anderen Straßenseite in einem modernen Biomasse-Heizwerk, das Führungen anbietet. Wenn Wind und Wetter mal kein Golf zulassen, dann bringt etwa der Turbinenraum oder der Blick von der Aussichtsplattform, der mit Holz soweit das Auge reicht beeindruckt, neue Impressionen in den Tag.

Holz über Holz im Heizwerk. (Foto: Golf Post)

Holz über Holz im Heizwerk. (Foto: Golf Post)

Sollte das Wetter aber doch mitspielen, und es dürstet nach Golf-Abwechslung, so bietet sich der gut 30 Autominuten entfernte GC Achensee an: Der älteste Golfclub Tirols wurde 1934 gegründet und unterstreicht die Idylle der Alpen. Im Gegensatz zum Golfclub Zillertal-Uderns spielt man hier zwischen einem jahrzehntealten Baumbestand, der imposant ist und gleichzeitig gnädig, wenn es darum geht, den weggeslicten Ball zu finden. Hier geht es auf der Runde merklich auf und ab, und wer sich bei den bergauf-Par-5-Löchern zusätzlich noch ganz genau den Nadelwald ansieht – ganz bewusst, natürlich – der hat am Ende der Bahn das Gefühl, Golfrunde und Wander-Tour in einem absolviert zu haben.


Golf und die Berge - das Zillertal ruft

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Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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