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Umfrage: Golf ist angeblich die langweiligste Sportart im TV

Golf ist laut einer Umfrage des Umfrageinstituts YouGov die langweiligste Sportart im TV. Repräsentativ? - Wohl eher kaum.

Golf wird bei einer Umfrage von der Britischen Seite YouGov zum langweiligsten Sport im TV gewählt. (Foto: Getty)
Golf wird bei einer Umfrage von der Britischen Seite YouGov zum langweiligsten Sport im TV gewählt. (Foto: Getty)

Nachdem Golf bereits bei einer Umfrage des Online Casinos Casumo.com von rund 2.000 befragten Menschen zur langweiligsten Sportart gewählt wurde, hat eine Umfrage des englischen Meinungsforschungsinstituts YouGov dieses Ergebnis erneut bestätigt. 1.616 Personen stimmten unter 17 verschiedenen Sportarten darüber ab, ob diese langweilig oder mit Freude im TV zu verfolgbar sind. Mit 70 Prozent "gewann" Golf die Umfrage, um die langweiligste Sportart im Fernsehen. Auf dem zweiten Platz landete American Football (59 Prozent), gefolgt von Cricket und Darts mit jeweils 58 Prozent.

Lediglich fünf Sportarten werden als Sehenswert bewertet

Auffällig bei den Ergebnissen der Umfrage von YouGov ist auch, dass lediglich fünf der 17 Sportarten als interessant bewertet werden. Darunter fallen die Sportarten: Fußball, Rugby, Turnen, Tennis und Leichtathletik. Das Ergebnis zeigt somit auch auf, dass die befragten Personen wahrscheinlich eher nicht allzu sportbegeistert sind, denn wenn knapp 70 Prozent aller Sportarten eher langweilig seien als spannend, lässt sich daraus schließen, dass die Befragten nicht wirklich viel mit Sport anfangen können.

Golf wird zur langweiligsten Sportart im TV gewählt. (Foto: yougov.co.uk)

Golf wird zur langweiligsten Sportart im TV gewählt. (Foto: yougov.co.uk)

Jedoch lässt das Ergebnis vielleicht auch über eine neue, fesselndere und spannendere Spielform des Golfsports nachdenken, so dass das Spiel eventuell etwas schneller wird und somit für die Allgemeinheit nicht langweilig erscheint. Denn wie man mit zahlreichen Highlight-Videos belegen kann, sind die Turniere der Profis immer mit Höhepunkten und sensationellen Schlägen gespickt.

YouGov lag in der Vergangenheit öfters daneben

Schaut man sich alte Umfragen oder Vorhersagen der Seite yougov.co.uk an, fällt auf, dass diese schon öfters peinlich weit von der Realität entfernt lagen. Beispielsweise sagte der mittlerweile ehemalige Präsident der Firma vorher, dass der Verbleib des Vereinigten Königreichs in der EU mit 8,5 Prozent Vorsprung bestimmt werden würde, das wirkliche Ergebnis kennen wir alle.

Auch bei einer Umfrage, in der es um das schottische Unabhängigkeitsreferundum ging, kam heraus, dass zwei Prozent mehr für ein "Ja" stimmen würden, bei der tatsächlichen Abstimmung entschieden sich dann aber 55 Prozent für "Nein". Betrachtet man diese Beispiele, von denen es noch mehr gibt, kann man doch stark an der Umfrage zweifeln.


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7 LESER-KOMMENTARE Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab
  1. werkanndasschon

    Die Golfverbände müssen gegenüber den TV-Verantwortlichen tätig werden, damit die Sendungen in Bild und Kommentierung interessanter als bisher werden. Warum hört man z.B. nichts darüber, was die Verbände hierfür tun? Wo bleiben Beispiele für interessantere Sendungsformate?

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  2. Ob das Ergebnis der Umfrage repräsentativ ist das weiß ich nicht. Das Ergebnis entspricht jedoch meinem Erleben. Golf ist von seiner Eigenart der Durchführung her, keine für Nichtgolfer interessante Sportart. So wie Golf auf Sky kommentiert wird, werden zeitweise sogar interessante Bilder „runterkommentiert“. Absolut uninspiriert und langweilig. Um Gotteswillen macht nicht am Golf rum, um diesen Sport fernsehtauglich zu machen und damit dessen Eigenarten und dessen „Seele“ zu nehmen.

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  3. Franz Freiberger

    Es geht nicht um den Sport, sondern um den Zuschauer! Der will etwas geboten bekommen. Wenn ich Golf im Fernsehen betrachte dann bekomme ich einen Ball in der Luft ohne Bezug zur Umgebung oder Putten zu sehen. Beides ist nicht spannend. Die Umfragen sind nicht anzuzweifeln.

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  4. Gustl Schönfelder

    Golf im Fersehen ist für die Zuschauer hoch interessant, die sich mit der Schlagtechnik und dem Regelwerk in dieser tollen Sportart auskennen. Denn es kommt auf die Feinheiten an, die ein Nichtgolfer kaum erkennen kann.
    Deswegen ist das allgemeine Interesse beschränkt und kann nur durch gut gemachte Fersehbilder mit entsprechenden kommentaren für die Allgemeinheit interessanter gemacht werden.

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  5. Moin,

    Golf ist beim Zuschauen Langweilig. Schaut euch die Zuschauerzahlen an und die Zahlen der Gäste bei Turnieren.
    Man kann was anderes Empfinden aber die Zahlen lügen nicht. Wenn man das anders haben möchte, muss man das Spiel attraktiver und schneller machen.

    Auch die beiden als Beispiel angeführten Beispiele wie schottische Unabhängigkeit und Brexit sind ungeeignet. Denn erstes sind die Abeeichungen nicht so gravierend von den Vorhersagen und zweites gab es da genügend andere Punkte die das Ergebnis nachher in eine andere Richtung kippen ließen.

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  6. Ich bin auch der Ansicht, dass Golf die langweiligste Sportart ist im Vergleich zu Fußball oder Turnen. Und das nicht nur im TV, sondern auch auf dem Platz. Dennoch spiele ich gerne und oft Golf, auch wenn es manchmal länger dauert, weil der Flight vor mir für 300 m 30 Schläge braucht. Golf „entschleunigt“, selbst wenn ich mir auf YouTube einige Wettbewerbe anschaue. Golf ist ideal für meine Work-Life-Balance. Für andere eben totlangweilig, weil keine Action drin steckt.

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  7. Das ist doch ein grundsätzliches Problem bei Umfragen: Die dort abgegebenen Antworten geben häufig „gefühlte“ Lagen wider, also „Stimmungen“.
    Beispiel: DGV-Golfbarometer: Die wirtschaftliche Situation wurde von den Golfanlagen im Herbst schlechter bewertet als im Frühjahr. Dennoch war die Zufriedenheit nach den Angaben der Befragten höher als zuvor. Ergebnis der Umfrage: „Uns geht’s schlecht, aber die Stimmung ist prima.“ So etwas nennt man wohl „evendenzbasierte Befunde“ …E

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Rajiv Nehring

Rajiv studiert Wirtschaftswissenschaften und Druck- und Medientechnik an der Bergischen Universität Wuppertal. Seit Mitte 2017 arbeitet er für Golf Post in der Redaktion. Seit dem zehnten Lebensjahr steht er bereits mit dem Schläger auf dem Platz und ist seit 2008 Mitglied im Golfclub Bergisch Land.

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