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Video: Chippen wie ein Ryder Cupper – Trainingstipp mit Thomas Pieters

Thomas Pieters kennt die Probleme der Amateure beim Chippen aus zahlreichen ProAms. Hier sind seine Tipps, mit denen Sie sich verbessern.

Thomas Pieters hat exklusiv für Golf Post Leser einige Tipps fürs Chippen parat. (Foto: Getty)
Thomas Pieters hat exklusiv für Golf Post Leser einige Tipps fürs Chippen parat. (Foto: Getty)

Chipping-Trainingstipp mit Thomas Pieters

Der schlacksige Belgier ist spätestens seit dem Ryder Cup 2016 in aller Munde. In Hazeltine überzeugte Thomas Pieters mit vier Punkten aus fünf Matches als Rookie auf Anhieb. 2017 unterstrich der Longhitter aus Antwerpen mit dem geteilten vierten Platz beim Masters in Augusta seine Ambitionen, irgendwann zu den ganz Großen des europäischen Golfsports gehören zu wollen. Bis dahin mag es noch ein langer Weg sein, doch seine Trainingstipps zum Chippen sind schon heute Gold wert. Golf Post verriet er, welche Fehler er bei ProAm-Turnieren oft beobachtet, an wem er sich orientiert und mit welchen Übungen er an seinem Chipping arbeitet.

Insbesondere bereite es Amateuren oft Probleme, beim Chippen Spin auf den Ball zu bekommen, das hat der 25-Jährige in vielen ProAm-Turnieren beobachten können. Das scheinbar einfache Rezept des dreifachen European-Tour-Siegers: "Sie brauchen viel Geschwindigkeit bei Ihren Wedge-Schlägen." Er selbst orientiere sich dabei am PGA-Tour-Profi Steve Stricker. "Ich versuche die Hände aus dem Spiel zu lassen, um den Spin zu kontrollieren. Wenn ich viel Spin auf den Ball bringen will, bringe ich meine Handgelenke sehr schnell."

Doch dabei ist Vorsicht geboten. Denn wer seine Handgelenke zu spät abklappt und dann die Hände im Treffmoment vor dem Ball hat, wird automatisch Spin nach recht produzieren, so Pieters. Man muss also den Schläger nach vorn durchlassen, um möglichst viel Spin auf den Ball zu bekommen. Probieren Sie es aus!

Thomas Pieters erklärt den Flop-Shot

"Der Flop-Shot funktioniert fast genauso", erklärt Pieters, "nur die Schlagfläche ist weiter geöffnet. Haben Sie keine Angst sie zu öffnen. Bleiben Sie dran und üben Sie, bis es funktioniert", ermuntert der Ryder Cupper die Golf Post Leser. "Machen Sie einen großen Schwung, doch ziehen nicht zu hart durch." Der große Schwung reiche aus, um genug Geschwindigkeit zu produzieren. Und auch hier sollte man wieder auf eine neutrale Gelenkstellung im Treffmoment achten. Seinen Stand verbreitert Pieters beim Flop-Shot und verlagert dabei das Gewicht etwas nach links. Dort bleibt es auch während des Schwungs. "Der Ball wird sehr sanft starten, runterkommen und durch den Spin etwas zurückkommen."

Trainingsübung vom Ryder Cupper

"Zum Schluss habe ich noch eine Übung für Sie, die ich jeden Tag auf der Driving Range mache", sagt Pieters. Diese kann man ein- oder beidhändig absolvieren. Sie hilft dabei, die Hände beim Chippen aus dem Spiel zu nehmen (, wenn man einmal keinen extra Spin braucht). Dazu greift Pieters den Schläger so, wie er ihn im Treffmoment haben will. "Dann drehe ich nur meinen Körper" - mehr nicht. Und natürlich trifft Pieters bei seinen zwei Demo-Schlägen zweimal den Fahnenstock, wie man im Video deutlich hört. Golf kann so einfach sein...

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