Aktuell. Unabhängig. Nah.

Golf Schaft – Kaufratgeber

Der Schaft ist die am meisten unterschätzte Komponente des Golfschlägers. Schäfte sind heutzutage aus verschiedenen Materialien, meist Graphit oder Stahl.

Noch kein Bild hochgeladen

Der Golfschläger-Schaft wird oft vernachlässigt, wenn es um die Performance geht, dabei ist er eigentlich der "Motor" des Golfschlägers. Länge, Flexibilität, Kick-Point, Gewicht und Ausrichtung des Schafts haben allesamt einen Effekt auf die Leistung des Schlägers. Was all diese Begriffe bedeuten und was man beim Kauf eines neuen Schafts beachten muss.

Verschiedene Arten von Golfschäften

Es gibt viele verschiedene Arten und Unterarten von Golfschäften, die alle unterschiedliche Eigenschaften haben und sich somit anders auf das Golfspiel auswirken können.

Stahlschäfte: Stahlschäfte sind stärker, langlebiger und insgesamt günstiger als solche aus Graphit. Sie werden aus Carbonstahl gefertigt, allerdings wird manchmal auch rostfreier Stahl benutzt. Stahlschäfte durchleben nicht das gleiche Maß an Verdrehung wie Schäfte aus Graphit, deshalb ist es für die meisten Spieler von Vorteil, Stahlschäfte in ihren Eisen zu haben. Sie bieten mehr Kontrolle über den Schlag und haben mehr einen Schwerpunkt auf Genauigkeit als auf Distanz. Stahlschäfte benötigen allerdings einen schnelleren Schwung, um die gleiche Distanz zu überbrücken wie ein Graphitschaft, deshalb sind sie empfehlenswert für Spieler mit normalen Schwunggeschwindigkeiten, die ein wenig zusätzliche Kontrolle in ihrem Spiel brauchen können. Es gibt zwei Arten von Stahlschäften, stufige Stahlschäfte und glatte Stahlschäfte.

Gestufter Stahlschaft: Gestufte Stahlschäfte werden benutzt, um den Durchmesser des Schafts vom breiteren Kolbenende zum engeren Ende an der Spitze zu reduzieren, das im Verbindungsstück zwischen Schlägerkopf und Schaft endet. Produziert werden gestufte Stahlschäfte, indem ein Stahlstreifen zu einem Rohr gerollt wird und dann mechanisch ausgehöhlt, bis Durchmesser und Dicke korrekt sind. Dann wird das Stufenmuster geformt und die Wände werden am Schlägerkopf-Ende dünner und am Griff-Ende dicker gemacht, um Flexibilität oder Kickpoints hervorzubringen. Dann wird der Schaft gehärtet, begradigt und letztlich mit Chrom galvanisiert. Dieser fortschrittliche Herstellungsprozess ermöglicht Beständigkeit von Schaft zu Schaft und gibt über ein ganzes Set die gleiche Steife. Gestufte Stahlschäfte werden in der Mehrheit der Golfschläger von allen großen Herstellern benutzt.



Glatter Stahlschaft: Der größte Unterschied zwischen glatten und gestuften Stahlschäften ist der ebene Stahl von oben bis unten und die fehlenden Stufen.Für Schaftdesign und -konstruktion werden verschiedene Technologien benutzt, um bessere Leistung und Beständigkeit zu garantieren. Die Frequenzanpassung jedes Schaftes gleicht den Flex über ein ganzes Schlägerset hinweg durch elektronische Kalibrierung perfekt an. Der Flex in glatten Stahlschäften können außerdem noch exakter auf den Durchschnittsgolfer zugeschnitten werden, da sie Dezimalzahlen nutzen, um die Steife zu messen (zum Beispiel 5.0, 5.5, 6.0, usw.). Die stufenlose Design-Technologie beseitigt die energieraubende Guss der Stufen der meisten anderen Stahlschäfte. Hersteller glatter Stahlschäfte behaupten, das führe zu größerer Präzision. Von manchen glatten Stahlschäften werden "fliegende" Versionen angeboten, die unterschiedliche Flugbahnen für verschiedene Schläger eines einzelnen Sets hervorbringen können.

Graphitschäfte: Generell ist Graphit teurer als Stahl und kurzlebiger. Seine Leichtigkeit garantiert einen höhere Schwunggeschwindigkeit für mehr Leistung, aber es kostet Kontrolle durch die Biegung, die während des Schlags entwickelt wird. Die Variation in Flexibilität und Farbe macht Graphitschäfte zu einer sehr beliebten Wahl bei Amateuren wie bei Profis. Sie passen außerdem zu Damengolfern und Senioren, die nicht die Schwunggeschwindigkeit bekommen, um einen Stahlschaft effektiv zu nutzen. Der Schaft wird hergestellt indem Graphit-Tape mit einem Epoxydharz-Binder um eine Stahlspindel gewickelt wird. Dann wird der Schaft erhitzt und die Spindel wird entfernt. Nachdem es abgekühlt ist, wird der Schaft geschliffen, geschnitten und lackiert. Graphitschäfte können das Gewicht des Schlägers reduzieren - wer zuvor einen Stahlschaft benutzt hat, wird den Unterschied deutlich merken. Sie wiegen zwischen 50 und 80 Gramm, während die Äquivalente aus Stahl bei 120 Gramm beginnen. Graphitschäfte dämpfen außerdem die Schaftvibration besser als Stahl, weshalb viele hoch gehandelte Golf Pros, die sich gerade von einer Verletzung erholen, sie benutzen, um zu genesen. Außerdem können Graphitschäfte in so vielen verschiedenen Variationen hergestellt werden, dass sie es leichter machen, den Schaft zu finden, der am besten zum eigenen Spiel passt.

Auf der anderen Seite macht es Graphit allerdings schwieriger als Stahl, ein beständiges Gefühl und eine durchgängige Steife in einem Set von Eisen mit Graphitschäften zu bekommen. Graphitschäfte sind hervorragend, um größere Distanzen bei den heutigen übergroßen Titan-Drivern zu erzielen, da sie eine längere Schäfte erlauben. Allerdings muss man sich immer vor Augen halten, dass längere Schläger zwar gut für Distanzüberbrückung sind, nicht aber für Kontrolle. Der größte Nachteil von Graphitschäften ist aber, dass man sie besser behüten muss als Stahlschäfte. Wenn man Schläger mit Graphitschaft hat, sollte man darauf achten, besonders lange Schlägerkopfhüllen oder gepolsterte Trennwände im Bag, sodass die Farbe auf dem Schaft nicht abnutzt, da sich das negativ auf die Leistung des Schafts auswirkt.



Hybrid-Schäfte: Eine Neuerung auf dem Schaft-Markt ist der Multi-material-Schaft. Benutzt wird er sowohl für Eisen als auch für Driver und kombiniert Stahl und Graphit in einem Schaft, um die besten Eigenschaften beider Materialien zu nutzen. Typischerweise handelt es sich dabei um einen Stahlschaft, der eine Graphitspitze hat. Der Stahlteil des Schafts macht ihn solide und sorgt dafür, dass der Spieler den Flug des Balles besser kontrollieren kann. Die Graphitspitze hingegen gibt dem Driver eine begrenzte "Peitschen"-Wirkung, die für mehr Distanz sorgen kann. Außerdem hilft sie, unerwünschte Vibrationen bei Kontakt mit dem Ball herauszufiltern und so das Gefühl jedes Schlags zu optimieren.

Titan-Schäfte: Titan is ein relativ neues Material für Schäfte, weshalb derzeit noch wenig Informationen über den Herstellungsprozess bekannt sind. Der Schaft selbst ist leicht (Titan ist leichter als Stahl) und hat die Fähigkeit, Vibrationen zu dämpfen. Allerdings kann kann dies dem Schaft ein steifes Gefühl geben.

Nanofuse-Schäfte: Nanofuse-Schäfte sind nicht aus Stahl, aber sie sind metallisch. Sie sind nicht aus Graphit, aber sie sind fest verankert in Karbonfaser. Sie werden hergestellt, indem nanokristalline Legierung mit einem Karbonfaser-Polymer-Gemisch als Unterschicht verschmolzen wird. Die Hersteller behaupten, daraus entstehe ein Schaft mit der Festigkeit von Stahl und der Distanz und dem Vorteil des schöneren Spielgefühls von Graphit - ohne einen der Nachteile von beiden Materialien. Der Schlüssel hierbei liegt in einer unvorstellbar kleinen und engen Faserstruktur im Nanofuse-Material, die so stark ist, dass das Gewicht des Schafts für Distanz reduziert werden kann, ohne etwas von seiner Festigkeit zu verlieren, was zu mehr Genauigkeit beiträgt.


Kostenfreies Fitting bei Edelmetall - Jetzt von der Nummer 1 am Markt fitten lassen!

Fragen Sie jetzt Ihren individuellen Fitting-Termin bei den Experten von Edelmetall an.






Schaft Technologien

Natürlich haben verschiedene Schäfte verschiedene Eigenschaften. Aber was bedeuten sie und wodurch werden sie bedingt? Die wichtigsten Fachbegriffe zur Schaft-Herstellung.

Was ist der Flex?
Der Flex (die Beugung) ist der wichtigste Faktor eines Schafts, denn durch sie werden Distanz und Richtung beeinflusst. Der Flex im eigenen Golf-Equipment zu bekommen ist dementsprechend von höchster Wichtigkeit. Die Beugung ist eine Bewertung der Fähigkeit des Golfschläger-Schaftes, sich während des Golfschwungs zu biegen. Ein Spieler mit einem sehr schnellen Schwung benötigt einen Schaft mit weniger Flex, während eine Spieler mit einem langsameren Schwung einen Schaft mit größerem Flex braucht.

Der Flex ist wird generell eingeteilt in Extra Steif (XS), Steif (S), Fest (F), Regulär (R), Senior (S), Amateur (A) und Damen (L). Je weniger sich der Schaft biegt, desto mehr Kontrolle hat ein hat ein Spieler mit kraftvollem Schlag. Anfänger und Spieler mit weniger kraftvollem Golfschwung benutzen besser einen Schaft mit größerer Flexibilität. Die durchschnittliche Schwunggeschwindigkeit mit einem Driver fängt bei etwa 105 Kilomenter pro Stunde beim Anfänger bis hin zu über 160 Kilometer pro Stunde bei Spielern mit kraftvollem Schwung.

Verschiedene Schafthersteller haben Unterschiede in ihren Maßangaben für den Flex. Was beim einen Hersteller der reguläre Flex ist, kann beim anderen schon fester Flex sein. Es gibt zwei Arten, den Flex zu messen. Das traditionellere Shaft Deflection Board (Schaft-Beugungs-Tafel) und den modernen Frequenz-Analysator. Beide sind effektiv beim Messen des Flex. Steife definiert die verbiegenden Charakteristika des Schafts, wenn Gewicht angewandt wird. Frequenz ist ein anderer Weg, Steife zu definieren, und indiziert wie schnell ein Schläger mit dem jeweiligen vibrieren wird. Je steifer der Schaft, desto schneller die Vibration. Wenn der Spieler eine geringe Schwunggeschwindigkeit hat, dann treibt ein flexibler Schaft den Ball besser beim Tiefschwung. Wer eine hohe Schwunggeschwindigkeit hat, bei dem vermeidet ein steiferer Schaft zögernde Schlägerköpfe.

Schwung-Geschwindigkeiten (Swing) mit dazugehörendem Flex 

Ladies Flex Die Driver Geschwindigkeit ist weniger als 100 km/h. Mit dem Driver erreichen Sie eine Weite von weniger als 160 Meter. Für 140 Meter benötigen Sie normalerweise ein Eisen 3 oder ein Holz.
Senior oder A Flex Die Driver Geschwindigkeit ist 100 – 120 km/h. Mit dem Driver erreichen Sie eine Weite von 160 – 190 Meter. Für 140 Meter benötigen Sie normalerweise ein Eisen 4.
Regular Flex Driver Geschwindigkeit ist 120 – 135 km/h. Mit dem Driver erreichen Sie eine Weite von 190 – 220 Meter. Für 140 Meter benötigen Sie normalerweise ein Eisen 5 oder 6.
Stiff Flex Driver Geschwindigkeit ist 130 – 150 km/h. Mit dem Driver erreichen Sie eine Weite von 220 – 240 Meter. Für 140 Meter benötigen Sie normalerweise ein Eisen 6 oder 7.
X-Stiff Flex Driver Geschwindigkeit ist über 150 km/h. Mit dem Driver erreichen Sie eine Weite von über 240 Meter. Für 140 Meter benötigen Sie normalerweise ein Eisen 8 oder 9.

 

Was ist der Torque?

Der Torque ist die sich verdrehende Bewegung des Schafts während der Schwungs. Er wird in Grad gemessen und als Bewertung gezeigt, um Informationen über die "Verdreh-Eigenschaften" zu geben. Je höher die Bewertung, desto mehr verdreht sich der Schaft und umgekehrt. Je mehr Torque der Schaft hat, desto weciher fühlt er sich an. Ein Schaft mit drei Grad Torque fühlt sich wesentlich steifer an als einer, der fünf Grad Torque hat. Allerdings hat der Torque einen leichten Effekt auf die Flugbahn des Balles - je niedriger der Torque, desto niedriger die Flugkurve.

Was ist ein Kick-Point?

Der Kick-Point definiert den Punkt, wo der Schaft sich biegt und die Flugbahn des Schlages beeinflusst. Der Effekt ist klein, aber messbar. Ein Schaft mit einem hohen Kick-Point verursacht normalerweise eine niedrige Flugkurve und mehr das Gefühl eines einzigen Stückes. Ein niedriger Kick-Point hingegen ergibt normalerweise eine hohe Flugkurve und das Gefühl, dass die Spitze des Schaftes den Schlägerkopf durchpeitscht. Der Kick-Point beeinflusst außerdem das Gefühl des Schaftes. Manche Schläger-Spezialisten diskutieren das und sagen, dass Kick-Point und Bend-Point dasselbe sind. Der Bend-point ist der höchste Punkt des Schaftes, wenn er sich aufgrund des angewandten Drucks an beiden Enden des Schaftes durchbiegt. Der Kick-Point aber ist der höchste Punkt, an den der Schaft sich verbiegt, wenn man den Griff einklemmt und Druck auf den Schlägerkopf ausübt, so wie beim Schwung. Es gibt einige Schäfte, wo beide Punkte gleich sind oder zumindest sehr nah aneinander liegen.

Gewicht des Schaftes?

Das Gewicht ist das tatsächliche Gewicht des rohen, ungeschnittenen Schafts vor der Montage in Gramm. Leichtere Schäfte bedeuten leichteres Gesamtgewicht und somit der Ausblick auf zusätzliche Schlägerkopfgeschwindigkeit und mehr Länge.

Anpassung eines Schafts?

Manchmal kommt es vor, dass sich ein einzelner Schläger in einem Satz besser und beständiger Schlagen lässt als die anderen. Das liegt dann höchstwahrscheinlich daran, dass das "Rückgrat" (Spine) in diesem Schläger zufällig korrekt ausgerichtet ist. Das Gegenteil ist wahrscheinlich bei dem Schläger im Set der Fall, bei dem es den Anschein hat, dass man ihn überhaupt nicht gut schlagen kann. Die meisten Golfschäfte haben eine Art geringe Unregelmäßigkeit in ihnen, die dem Herstellungsprozess innewohnt. Das könnte von der Verknüpfung des Schaftes kommen, die nicht perfekt rund ist; das Material des Schaftes könnte auf einer Seite des Schafts ein wenig schwerer sein als auf der anderen. Oder aber es gibt einen Mangel im Material des Schafts. Diese Produktionsfehler können dafür sorgen, dass der Schaft sich  während des Schwungs zu einem bestimmten Punkt hin biegt, sodass die Schlagfläche des Schlägers sich öffnet oder schließt. Es gibt die Möglichkeit, bei den eigenen Schlägern das "Rückgrat anpassen" zu lassen, um dieses Problem zu beseitigen. Hierbei wird der Schaft getestet, um seine Charakteristika zu bestimmen, dann kann der Schaft so angebracht werden, dass das Rückgrat unmittelbar hinter der eigenen Ziellinie liegt. Auf diese Weise beeinflusst es nicht mehr die Richtung der Schläge.

Parallele/verengte Spitze?
Schäfte mit paralleler Spitze haben von der Spitze an über eine bestimmte Strecke den gleichen Durchmesser. Schäfte mit verengter Spitze hingegen reduzieren ihren Durchmesser bis zu einem bestimmten Punkt an der Spitze des Schafts. Schäfte mit verengter und paralleler Spitze spielen sich allerdings ähnlich - der einzige Unterschied zwischen den beiden ist der Durchmesser der Spitze und das Gewicht. Schäfte mit verengter Spitze haben ein konstantes Gewicht, wiegen also immer gleich viel, von den langen Eisen bis hin zu den Wedges. Schäfte mit paralleler Spitze haben ein absteigendes Gewicht über das Set.

Puring für den Schaft?
Puring ist ein patentierter Prozess, bei dem die stabilste Fläche des Schafts lokalisiert wird, unabhängig von der Art des Schafts oder dem Herstellungsprozess. Mithilfe eine großen Anzahl mathematischer Formeln verrät die Puering Computer Software, wie rund, gerade und steif der jeweilige Schaft ist und erlaubt dem Anwender, die dominante Ausrichtung zu markieren, die am gleichmäßigsten ist. Jeder Schaft wird daraufhin so eingerichtet, dass das markierte Gebiet in einer neutralen Position platziert ist, wodurch jeder Schaft oder Schläger im Set genau dieselbe "Plane of Uniform Repeatability" (PURE, übers. "Fläche von gleichmäßiger Wiederholbarkeit") hat. Das PUREing verlässt sich nicht auf menschliche Beurteilung - es ist eine Wissenschaft, die bis auf weniger als ein Grad genau ist.

Hier geht es zu unserem Artikel zu Puring.

Ist die Schaft-Länge wichtig?
Wenn ein Schaft einmal montiert ist, muss die richtige Länge bestimmt werden. Dies ist ebenso wichtig wie die Flexibilität, der Torque und alles andere, was mit dem Schaft zu tun hat. Um die Länge des Schlägers zu bestimmen, muss der Spieler gerade stehen, während jemand den Abstand zwischen der Linie, wo Handgelenk und Hand sich treffen, bis zum Boden misst. Dieses Prozedere sollte an beiden Händen vorgenommen und danach aus beiden Ergebnisse der Durchschnittswert genommen werden. Es ist ausschlaggebend, dass die Eisen auf eine Länge zugeschnitten werden, die zur Größe des jeweiligen Spielers und dem Abstand zwischen seiner Hand und dem Boden passt.

Die Bedeutung der Länge ist laut Forschung beträchtlich: Ein Ballaufprall, der 0,5 Inch außermittig stattfindet, gleicht einem siebenprozentigen Verlust von Schlagweite. Während längere Schäfte also sicherlich allgemein eine größere Distanz garantieren, liegt der Schlüssel zum Finden des richtigen Drivers darin, den längsten zu finden, der noch einen wiederholenden, soliden Schlag garantiert.

Die folgende Tabelle zeigt, welche Schaftlänge für welche Größen geeignet sind. Wenn die Strecke von dem Punkt, an dem Handgelenk und Hand sich treffen bis zum Boden...

...29-32 Inch beträgt, sollte der Eisensatz auf einem 5er Eisen von 37 Inch Länge basieren.
...33-34 Inch beträgt, sollte der Eisensatz auf einem 5er Eisen von 37 1/2 Inch Länge basieren.
...35-36 Inch beträgt, sollte der Eisensatz auf einem 5er Eisen von 38 Inch Länge basieren.
...37-38 Inch beträgt, sollte der Eisensatz auf einem 5er Eisen von 38 1/2 Inch Länge basieren.
...39-40 Inch beträgt, sollte der Eisensatz auf einem 5er eisen von 39 Inch Länge basieren.
...41 oder mehr Inch beträgt, sollte der Eisensatz auf einem 5er Eisen von 39 1/2 Inch Länge basieren.
Die Länge des Schafts wird vom Anfang des Griffs bis zum Sockel des Schlägerkopfes, wenn der Schläger auf dem Boden liegt.

Besser ein Fitting machen als zu raten

In den letzten Jahren wurde das kundenspezifische Fitting in das Bewusstsein der Golf-Öffentlichkeit gebracht. Was einst Tour-Spielern und den besten Amateuren vorbehalten war, ist nun für jeden Golfer erhältlich, der bereit ist, Zeit und Geld in ein gefittetes Schlägerset zu investieren. Mit der heutigen Technologie und einer enormen Anzahl an zu begutachtenden Produkten kann ein erfahrener Fitter wirklich das Schaft-Mysterium lösen. Ein Fitting kann an Hölzern, Eisen, Wedges und sogar an den Puttern der meisten Hersteller vorgenommen werden. Fitter arbeiten mit dem Kunden, um über liegende Winkel, Seitenflächen-Winkel, Lofts, Längen, Schwunggewichte und andere Optionen zu entscheiden.

Für den unerschrockenen Golfer ist Fitting das Ticket zum besseren Spiel. Ein umfangreicher Fitting-Prozess umfasst normalerweise ein Vier-Schritte-System, das statisches Fitting, dynamisches Fitting, Ball-Flug-Analyse und weitere Analyse beinhaltet. Der erste Schritt, das statische Fitting, verlangt vom Golfer oder der Golferin, seine oder ihre physischen Charakteristika anzugeben, so wie Größe, Handgelenk-zu-Boden-Ausmessung, Handlänge und Fingerlänge. Diese Informationen geben dem Fitter eine Idee davon, welche Schlägerlänge, welcher liegende Winkel und welche Griffgröße zweckmäßig sein könnten.

Danach durchläuft der Spieler ein dynamisches Fitting, bei dem er den Ball Schlägt, während an der Schlagfläche des Schlägers Tape angebracht wird. Während dieses Prozesses observiert der Fitter die Schwungbewegung, die Körperhaltung, die Schlägerkopfgeschwindigkeit, den Grad der Flexibilität und die Schwungbahn. All diese Informationen, zusammen mit dem Punkt, an dem die Schlagfläche den Ball trifft, werden genutzt um zu bestimmen, was für ein Schlägeraufbau am besten mit den individuellen körperlichen Fähigkeiten funktioniert.

Nach dem dynamischen Fitting wird eine Ball-Flug-Beobachtung vorgenommen, bei der der Fitter mit dem Golfer zusammen auf der Range am Feintuning des Schlägers arbeitet. Die Krümmung der Schläge, die Flugbahn, die Schlagweite und generelle Flugcharakteristika werden allesamt sorgfältig beobachtet und diskutiert, bis sowohl Fitter als auch Golfer überzeugt sind, dass die richtigen Schläger- und Schaftspezifikationen bestimmt worden sind, um eine optimale Leistung zu gewähren. Manchmal wird dieser Aspekt des Fitting auch an neuesten Indoor-Simlatoren vorgenommen.

Schließlich notiert der Golfer im weiteren Beobachtungsprozess genaustens seine Performance mit dem ausgesuchten Driver und erstattet dem Fitter (wenn nötig) Bericht. Diese Informationen werden dann diskutiert und jede nötige Anpassung kann vorgenommen werden, um das Problem zu beheben. Dieser Teil des Fitting-Prozesses wird als extrem wichtig angesehen, weil es schließlich das Ziel eines gefitteten und maßgefertigten Schlägers ist, einen optimale Leistung über einen langen Zeitraum hinweg zu garantieren. Ohne diesen weiteren Prozess wird dieses Zeil nicht immer erreicht.

Fitting nach Maß mag zwar die Kosten eines Schlägersatzes erhöhen, aber die Vorteile in Sachen Leistung (und dem seltener nötigen Austausch der Schläger) sind das zusätzliche Geld wert.

Wie können richtige Schäfte das Spiel verbessern?

Was kann ich tun, um den Ball weiter zu schlagen?

Um den Ball weiter zu schlagen, gibt es entweder die Möglichkeit, einen leichteren Schaft zu benutzen, die Steife des Schafts zu reduzieren oder die Lofts und Lies des Schlägers zu prüfen.

Was kann ich tun, um den Ball gerader zu schlagen?

Um den Ball gerade zu schlagen, kann man einen schwereren Schaft oder einen steiferen Schaft benutzen. Außerdem sollte man auch hier die Lofts und Lies überprüfen sowie die Ausrichtung des Schafts.

Was kann ich tun, um den Ball höher zu schlagen?

Um den Ball höher zu schlagen, sollte man das Loft des Schlägers schwächen, also vergrößern. Das gibt den größten Effekt. Einen geringeren aber ebenfalls hilfreichen Effekt kann außerdem die Benutzung eines niedrigeren Kick-Points bringen.

Was kann ich tun, um den Ball niedriger zu schlagen?

Um den Ball höher zu schlagen, sollte man das Loft des Schlägers stärken, also verringern. Das gibt den größten Effekt. Einen geringeren aber ebenfalls hilfreichen Effekt kann außerdem die Benutzung eines höheren Kick-Points bringen.

Werde jetzt Teil der besten Golf-Community Europas und profitiere von exklusiven Vorteilen, spannenden Events und aufregenden Aktionen in der Golf Post Community!
Noch keine Kommentare Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab