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Golf Post Leser auf Reisen: Dubai – eine Stadt der Superlative

Golf, Wellness und Sightseeing vom Feinsten in Dubai. Ein Golf Post Leser erzählt von seinen unglaublichen Erfahrungen auf seiner Reise.

Reiseziel Dubai: Ein Golf Post Leser begab sich auf Entdeckungsreise und berichtet von seinen Erfahrungen. (Foto: GolfinDubai.com)
Reiseziel Dubai: Ein Golf Post Leser begab sich auf Entdeckungsreise und berichtet von seinen Erfahrungen. (Foto: GolfinDubai.com)


Der Herbst mündet peu à peu in den Winter, also ist es allerhöchste Zeit das kalte Deutschland zu verlassen. Vor Reiseantritt war die Vorfreude selbstverständlich außerordentlich groß. Mit dem Riesenflieger von Emirates nahm die Traumreise ihren Lauf und während der Ankunft des Golf Post Lesers wurde er mit Eindrücken der Vereinigten Emiraten regelrecht überschüttet. Vom äußerst zentral gelegenen Park Hyatt Dubai ging die Entdeckungs-Reise los:

Der A380 glitt im Landeanflug durch den frühmorgendlichen, sonnigen Himmel und setzte sanft nach dem ruhigen, gut sechsstündigen Flug auf der Landebahn in Dubai auf. Es war unser erster Flug mit diesem Supervogel, der an dem neuen, riesigen gläsernen A380-Terminal andockte. Maximal können 20 Riesenflieger gleichzeitig am Concourse 3 parken, das sowohl durch seine Architektur als auch Größe beeindruckt. Unser Abenteuer ‚Dubai‘ konnte beginnen.

Die Wahl unseres Hotels fiel diesmal auf das Park Hyatt Dubai, weil wir Golfen, Wellness und Sightseeing miteinander verbinden wollten. Hiermit lagen wir goldrichtig. Nur 10 Minuten vom Flughafen, der Dubai Mall, dem Burg Khalifa und dem Goldsouk entfernt, befindet es sich direkt am Ufer des Dubai Creeks. Es bietet eine großartige Aussicht auf die Wasserstraße, den Yachthafen und die beeindruckende Skyline der naheliegenden City im Hintergrund. Den auf dem Creek startenden und landenden Wasserflugzeugen kann man von hier ebenfalls zusehen, ohne dass deren Geräusche störend wirken.

Das Park Hyatt Dubai liegt sehr zentral und die Golfplätze sind schnell und leicht erreichbar. (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Das Park Hyatt Dubai liegt sehr zentral und die Golfplätze sind schnell und leicht erreichbar. (Foto: Park Hyatt Dubai)

Das Resort-Hotel besticht nicht wie andere in der City durch seine Höhe, sondern in erster Linie durch sein mit arabischen und mediterranen Elementen ausgestattetes Design sowie sein luxuriöses Ambiente. Seine Ruhe und Lage vermitteln das Gefühl, als sei man in dieser ansonsten pulsierenden Stadt in einer Oase. Unterstrichen wird dies durch die wunderschöne Parkanlage, in der sich ein großer, von Palmen umgebener Pool befindet.



Das Resort ist äußerst stilvoll und erfüllt höchste Ansprüche. Die 223 Zimmer mit ihren 34 Luxus-Suiten sind sehr geschmackvoll und hochwertig ausgestattet. Sie verfügen alle über eine Terrasse oder einen Balkon sowie ein offenes Badezimmer mit freistehender Badewanne und Regendusche. Unser Wohlfühlfaktor lag bei einer glatten ‚10‘, denn es fehlte an nichts. Hierzu trug auch das großartige, vielfältige Gastronomieangebot der sechs Restaurants und der dezente, stets perfekte Service bei. Die Set Menues in ‚The Thai Kitchen‘ und dem levantinischen  ‚Cafe Arabesque‘ waren großartig. Doch Vorsicht: wer ‚spicy’ bestellt, sollte gleich den Joghurt und die Wassermelone zum Neutralisieren mitbestellen. Das Spa ‚Amara‘ ist mehrfach als das Beste in der arabischen Welt ausgezeichnet worden. Die 90-minütige Anwendung für Golfer ist pure Entspannung und jeden Dirham wert.

Auch in diesem Jahr besuchten wir das Finale des Race to Dubai. Nun schon zum dritten Mal wollten wir uns die Stars der European Tour aus nächster Nähe anschauen, denn bei nur wenigen Turnieren kommt man so nah an sie heran wie hier. Durch die Ergebnisse der letzten Wochen war es um die Vergabe der Harry Vardon Trophäe wieder spannend geworden. Justin Rose war Tommy Fleetwood gefährlich nahe gekommen und hatte ebenfalls noch beste Chancen auf den Titel und Pokal.

Natürlich lässt man sich auch nicht das Race-to-Dubai nehmen, wenn die besten der Welt aufteen. (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Natürlich lässt man sich auch nicht das Race-to-Dubai nehmen, wenn die besten der Welt aufteen. (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Alles deutete nach drei Runden darauf hin, dass er Tommy Fleetwood noch auf der Zielgeraden abfangen könne. Denn auch hier, bei der DP World Championship, dem letzten Turnier des Tour-Jahres 2017, lag er nach drei Runden mit -15 an Position 1. Deshalb entschieden wir uns, die Abschlussrunde zunächst mit ihm und dem Südafrikaner Dylan Frittelli mitzugehen. Nach 5 Birdies schien alles nach Plan für ihn zu laufen. Doch dann  brach er ab Loch 12 ein und spielte noch drei Bogeys. Mit -2 für die Runde kam er ins Clubhaus und belegte damit den geteilten 4. Platz. Plötzlich hatten mehrere Spieler noch die Chance auf den Turniersieg. Diesen sicherte sich der Rookie of the Year 2017, Jon Rahm. Mit -19 und einem Schlag Vorsprung nahm er strahlend die Trophäe der DP World Championship in Empfang.



Und obwohl Tommy Fleetwood nur 21. des Turniers wurde, schaffte er es dennoch, den knappen Vorsprung vor Justin Rose in der Gesamtwertung nach Hause zu bringen. Als Belohnung erhielt er die Harry Vardon Trophy und ein Extrapreisgeld in Höhe von 1,1 Mio Euro. Die Zuschauerresonanz war am Abschlusstag ähnlich überschaubar wie in vergangenen Jahren, obwohl der Eintritt kostenfrei war. Schade nur, dass das Interesse der arabischen Bevölkerung noch immer nicht spürbar zugenommen hatte. Und diejenigen, die dabei waren, schienen nicht alle regelfest zu sein.

Peter Uihlein’s Schlag ins Grün an der 18 kam direkt auf uns zu und knallte oberhalb von uns an die VIP-Tribüne. Geistesgegenwärtig fing ein nicht-europäischer Zuschauer den abprallenden Ball gekonnt auf und war hierüber äußerst stolz. Als er dann merkte, das irgendetwas nicht ok war, ließ er den Ball direkt vor unseren Füßen fallen, was zur allgemeinen Erheiterung beitrug. Den anschießenden Schlag setzte Uihlein trotz der Tuchfühlung mit den Zuschauern an die Fahne.

Natürlich wollten wir das am Finaltag Erlernte sofort umsetzen. Hierzu spielten wir eine Runde auf dem Dubai Creek Golf & Yachtclub, der direkt an die Hotelanlage des Park Hyatt grenzt. Unser Golferherz schlug schon bei Betreten des Clubhauses schneller, denn sein außergewöhnliches Design und seine Lage oberhalb der Spielbahnen beeindruckten uns gewaltig. Es ist in Form einer Dhow gestaltet, deren riesige, weiße Segel seine Einzigartigkeit ausmachen.

Im Top Zustand befindet sich der .... (Foto: Jürgen

Der Dubai Creek Golf & Yachtclub befindet sich in einem exzellenten Zustand und es ist einen Ehre diesen Platz spielen zu dürfen. (Foto: Jürgen Linnenbürger)





Seine abwechslungsreichen Löcher, sein sehr guter Pflegezustand und seine sportlichen Herausforderungen machten das Spielen für uns zu einem unvergesslichen Erlebnis. Das an vielen Löchern ins Spiel kommende Wasser hatte es nicht nur optisch in sich. Abschläge über’s Wasser, entlang von Seen und des Creeks oder von einem in den Creek gebauten Ponton stachen besonders hervor. Die Bahn 18 war  trotz des Wassers auf beiden Seiten und des Gegenwindes der Höhepunkt eines fantastischen Golftages.

Aus der Vogelperspektive sieht man die ganze Schönheit des Dubai Creek Golf & Yachtclubs. (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Aus der Vogelperspektive sieht man die ganze Schönheit des Dubai Creek Golf & Yachtclubs. (Foto: Park Hyatt Dubai)

Nach der Runde sollte man auf jedem Fall in dem eleganten Clubhaus den Wassermelonensaft probieren, dessen intensiver Geschmack uns fast süchtig gemacht hätte.

Ein Clubhaus mit großen Stil. (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Ein Clubhaus mit großen Stil und exzellenter Gastronomie (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Zu den Dubai ‚must do’s‘ zählt selbstverständlich eine Fahrt in die Höhen des Burj Khalifa’s, am besten zum Sonnenuntergang. Mit einer Geschwindigkeit von 10m/Sekunde rast der Aufzug in ca. 60 Sekunden in den 124. Stock in 456m Höhe. Abgelenkt wird man in der dunklen Kabine durch Musik, einer Reihe von Videos und einer Lightshow. Er gleicht eher einer Disko als einem Aufzug. Oben angekommen, hat man eine unbeschreibliche Aussicht über die City bis weit in die Wüste hinein. Wer noch höher hinaus möchte, kann zusätzlich den exklusiven Skyclub in der 148. Etage buchen und Drinks auf der weltweit höchsten Aussichtsplattform genießen.

Ein anschließender Besuch der Wasser-, Licht- und Klangshow unterhalb des filigranen Riesengebäudes mit den höchsten Wasserfontänen der Welt war das nächste Highlight. Das ab 18.00 Uhr alle halbe Stunde stattfindende Spektakel wird von klassischer, orientalischer und moderner Musik begleitet. 1.000 Fontänen mit ca. 6.600 Lichtquellen werden auf einer Länge von 275 m bis zu 150 m hoch in den abendlichen Himmel geschossen - auch dieses Erlebnis war einmalig.
Natürlich durfte der Besuch der riesigen Dubai Mall ebenso wenig fehlen wie der der Souks, wobei uns insbesondere der Gewürz-Souk und der Gold-Souk faszinierten.

Auch die Fahrten auf die ‚Palme‘ mit seinem Superhotel ‚Atlantis‘ und zum legendären ‚Burj Al Arab‘ waren lohnenswert. Ein Abendessen in dessen ‚Al Muntaha‘, was auf Arabisch ‚das Ultimative‘ oder ‚das Allerbeste‘ bedeutet, bietet neben einer hervorragenden Küche eine fantastische Aussicht von der 27. Etage auf das beleuchtete Dubai. Weil wir einen besonderen Anlass zu feiern hatten, bekamen wir noch einen frisch gebackenen, gekonnt verzierten Kuchen als Geschenk zum Mitnehmen.

Wir werden wiederkommen, um beim nächsten Mal die weiteren Highlights und anderen Top-Golfplätze dieses Emirates kennenzulernen. Dieses Reiseziel können wir nur wärmstens empfehlen, denn schließlich lagen auch die Temperaturen tagsüber noch bei 30 angenehmen Grad.

(Text: Jürgen Linnenbürger)


Die Top 10 Golfdestinationen Europas

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1 LESER-KOMMENTAR Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab
  1. Schön geschriebener Beitrag mit guten Informationen. Persönliches Erleben und Erzählen ist eben doch immer besser als alle schönfärbenden Prospekte und Webseiten.

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