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British Open – Golf Linkskurs – Erklärung

12. Jul 2013
Muirfield ist ein Links-Course wie aus dem Lehrbuch: Keine Bäume, viel Sand. (Foto: Getty)
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Wenige Golfplätze, die sich als Links bezeichnen, sind wirkliche Linkskurse. Keine Bäume ist nur ein Merkmal von vielen.

Ein sogenannter „Linkskurs“ ist eine bestimmte Art von Golfplatz, obwohl heute viele Plätze fälschlich als solche bezeichnet werden. Viele Golfer haben noch nie einen richtigen Linkskurs gesehen – außer diejenigen, die sie als Austragungsort der British Open im Fernsehen gesehen haben.


Klassische Definition von Golf Linkskursen

Das Britische Golf Museum definiert Linkskurse als Küstenregion zwischen den Stränden und Agrarflächen. Diese Definition bezieht sich besonders auf die Meeresküsten in Schottland. Das Land dieser Links-Regionen ist typischerweise sehr sandig, so dass dort kein Ackerbau betrieben werden konnte. Früher wurde solcher Boden daher häufig als wertlos erachtet. Als Golf erfunden wurde, spielte man dann eben auf diesen Flächen.

Typisches Merkmal: Bunker, Sand, Wind

Ein typischer Linkskurs zeichnet sich außerdem durch zahlreiche Bunker aus. Bunker sind auf Linkskursen mit hohen Dünen entstanden. Dort weideten Schafe, die vor allem allem auf den windgeschützten Seiten der Dünen grasten. Schafe haben die Eigenschaft, Grashalme nicht mit ihren Zähnen abzubeißen, sondern zu rupfen, wodurch die Gräser mitsamt ihren Wurzeln ‚verputzt‘ wurden. Die Stellen wurden kahl, versandeten und präsentierten sich den Golfern mit der Zeit als Hindernisse (Bunker) an ihrem Wegesrand.

Unter diesem Bedingungen sind insgesamt auch andere (hochwachsende) Pflanzen eher eine Seltenheit – Ausnahmen bestätigen die Regel. Typisch für einen Linkskurs ist umso mehr das allgegenwertige Ried-Gras beziehungsweise Schwingelgräser (Fescue) oder Strandhafer.

Ein richtiger Linkskurs zeichnet sich also nicht nur durch seine (weitgehend) baumlose Gestaltung aus, er liegt zudem an der Küste, auf sandigem Boden, in oder an den Dünen und ist sehr onduliert.

Back-and-Front-Design

Da sich die Linksplätze meist an den Küsten entlangzogen, wurden sie nach einer Hin-und-zurück-Route gebaut. Die Front Nine führten, ein Loch nach dem anderen, vom Clubhaus weg. Das neunte Loch war am weitesten vom Abschlag entfernt. Die hinteren neun Löcher führten den Golfer dann wieder zurück zum Clubhaus.

Heute werden Linkskurse häufig etwas breiter definiert. Egal, ob an der Küste gelegen oder nicht, das Hauptmerkmal ist sandiger Boden kombiniert mit starkem Wind. Ein Linkskurs sollte schnell sein, mit krustigen Fairways. Das Grün lässt den Ball durch viele Buckel und Knubbel hüpfen und springen. Dazu kommt, dass der Platz relativ wenige Bäume und ein natürlich hohes und dickes Rough hat.


Muirfield - Der Golfplatz für die British Open 2013

Bilder Hier geht's zur Fotostrecke

Annika Krempel

Annika Krempel - Freie Autorin für Golf Post

hat sich ganz frisch mit dem Golf-Fieber infiziert und als 14.093. Freundin "Gefällt mir" zu Golf Post gesagt. Um sich in der Redaktion den nötigen Respekt zu verschaffen, wird eifrig am Abschlag gefeilt. Sie finden mich auch unter Google+
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