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Golf-Kreuzfahrten: Abschlag auf den Weltmeeren

15. Dez 2015
Mittlerweile kann man auch an Board von Kreuzfahrten Golfspielen. (Foto: Flickr, DerWeisseStier)
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Mehrere Golf-Reiseziele in einem Urlaub sehen, zwischendurch auf’s Meer abschlagen – Golf-Kreuzfahrten bieten Urlaub und Training in einem.

Es ist die Faszination grenzenloser Freiheit. Kein Reisemarkt wächst in Deutschland derzeit so schnell wie die Hochsee-Kreuzfahrten. Und die Reedereien entwickeln ihre Angebote stetig weiter. Mittlerweile bauen die Veranstalter nicht nur auf Entspannung am Pooldeck, sondern darauf, das Hobby mit dem Urlaub verbinden zu können. Es gibt zum Beispiel kaum ein Fahrgebiet, in dem der Golfsport nicht fester Bestandteil des Ausflugsangebot ist. Manche Reedereien bieten sogar spezielle Golf-Themenkreuzfahrten an.

Kreuzfahrten im Aufwind

Laut einer aktuellen Studie des Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) haben die Deutschen in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 1,2 Milliarden Euro für Kreuzfahrten ausgegeben. Die Kreuzfahrtumsätze sind damit so hoch wie nie zuvor.


„Es ist einfach die schönste Art Urlaub zu machen. Man hat sein Hotel immer dabei und besucht ohne großen Aufwand die schönsten Orte der Welt“, sagt Hanna Baum-Proske. Die 33-Jährige arbeitet als Lady-Golfprofessional im Kölner Golfclub. Als Golf & Cruise Golfprofessional begleitet sie seit fünf Jahren auch die Gäste exklusiver Golfreisen an Bord der MS Europa. So war sie beispielsweise schon dreieinhalb Wochen lang rund um Australien und Neuseeland unterwegs. Eine Gegend, in die man sonst kaum aufbricht, um Golfurlaub zu machen. Empfehlenswert seien aber auch Routen durch die Ostsee mit den schönsten Golfplätzen Schwedens oder Reisen im östlichen Mittelmeer mit den Zielen Griechenland und Zypern oder dem großen türkischen Golf-Ressort Belek.

Die Reisezeit spiele dabei keine Rolle, da die Reedereien ihre Routen ohnehin so planen, dass die Gebiete zur jeweils besten Saison angefahren werden. Allerdings muss ein Golfer für diese Art des Reisens durchaus tiefer in die Tasche greifen. Denn die Golfpakete müssen in den meisten Fällen zusätzlich zum üblichen Reisepreis bezahlt werden – und diese Zusatzkosten reichen je nach Zielgebiet und Intensität von 400 bis weit über 1000 Euro.

Marktführer Hapag-Lloyd

Als Marktführer im Bereich Golfkreuzfahrten gilt das Unternehmen Hapag-Lloyd. Nach vielen Jahren erfolgreicher Kooperation sind die PGA of Germany und Hapag-Lloyd eine enge Zusammenarbeit eingegangen. „Die bestens geschulten Professionals der PGA fahren ausschließlich auf Schiffen von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten mit“, sagt  Guido Tillmanns, Director of Golf & Cruise von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten. Der ehemalige Nationalspieler und heutige Vizepräsident der PGA of Germany bewertet seit zwölf Jahren in Hafennähe gelegene Golfplätze und erstellt daraus das Reiseangebot.

Pitchen und Putten an Board. (Foto: Flickr, derWeisseStier)

„Golf spielt eine wichtige Rolle“

Auch bei AIDA Cruises dreht sich längst nicht mehr alles um die Party an Deck. „Golf spielt bei uns eine wichtige Rolle“, sagt Unternehmenssprecherin Kathrin Heitmann. AIDA Cruises laufe derzeit 180 Häfen an, in der überwiegenden Zahl könne auch Golf gespielt werden. „Die Gäste können sich jede Reise selbst zu einer Golfreise gestalten, indem sie zum Beispiel das Golfpaket mit drei, vier oder fünf Golfausflügen dazu buchen“, erklärt Heitmann. Aber auch spezielle Themenkreuzfahrten gebe es immer wieder. So wie sie beispielsweise TUI Cruises ausgeschrieben hat. Im Herbst des kommenden Jahres geht es etwa entlang der britischen Inseln zur Wiege des Golfs nach Schottland und Plätzen in Irland, England und Nordirland. Vor allem den Herbst und Winter hat das Unternehmen zur Golfsaison erklärt – in der Karibik, auf den Kanaren und in den Emiraten.

Nachts werden sogar die Golfschuhe geputzt

Der Service für Golfer ähnelt sich auf allen Schiffen, auch wenn diese sich in Luxus und Angebot unterscheiden. Das reicht von der Reservierung persönlicher Abschlagszeiten auf ausgewählten Golfplätzen über den Transfer zu den Plätzen bis hin zur persönlichen Betreuung. Auf der MS Europa beispielsweise reiche der Service so weit, dass den Reisegästen nachts sogar die Golfschuhe geputzt bekommen. „Besonders praktisch ist die Möglichkeit, die Golfausrüstung an Bord ausleihen zu können. Man braucht sein eigenes Golfgepäck also nicht mitschleppen“, sagt Lady-Pro Hanna Baum-Proske.

Gespielt wird auch an Board

Gespielt wird bei einer Kreuzfahrt aber nicht nur an Land. Auch die Schiffe selbst sind bestens ausgestattet. Mit Puttinggreens, Abschlagnetzen und Golf-Simulatoren. „Die Pros geben jederzeit auch Unterricht an Bord, samt Videoanalyse und Fitting. Das ist eigentlich wie zuhause im Heimatclub. Nur die Atmosphäre ist entspannter“, meint Baum-Proske.

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Stephan Schoettl

Stephan Schoettl - Freier Autor für Golf Post

Den Sport- und Touristikmanager hat es nach einer Zwischenstation beim Radio als Redakteur zu den Printmedien verschlagen. Er ist im Allgäu daheim und dreht dort auch am liebsten seine Runden. Er schlägt die Golfbälle aber nicht nur gerne, sondern freut sich auch über besondere Exemplare für seine Sammlung. Sie finden Stephan Schöttl auch unter Google+
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