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European Tour: Änderungen an Ryder-Cup-Quali und Mitgliedschaft

Der Januar bringt für die Spieler auf der European Tour bedeutende Änderungen mit sich - für dieses und für kommende Jahre.

European Tour Ryder Cup Qualifikation Aenderungen fuer 2018
Wer so angefeuert werden will, der muss künftig vor allem in den Monaten vor dem Ryder Cup nochmal Gas geben. (Foto: getty)

Kaum hat das neue Jahr begonnen, macht die European Tour bereits Nägel mit Köpfen. Schon länger befindet sich auf der europäischen Profitour einiges im Wandel, nun wurden neue Mitgliedschaftskriterien für die Saison 2018 sowie neue Qualifikationskriterien für den Ryder Cup im selben Jahr festgelegt. Die Neuerungen wurden am Dienstagabend in Abu Dhabi beschlossen, wo ab Donnerstag die Abu Dhabi HSBC Championship ausgetragen wird.

Vier Turniere reichen für die Mitgliedschaft

Bereits für die vergangene Saison hatte die European Tour das Minimum an Pflicht-Events außerhalb der Majors und World Golf Championships, die für den Erhalt der Tourmitgliedschaft nötig sind, auf fünf herunter korrigiert. Für die Saison 2018 gehen die Verantwortlichen noch einen Schritt weiter: Vier Turniere - weiterhin ausgenommen sind Majors und WGCs - sollen nun noch nötig sein, um die Mitgliedschaft zu halten.

European-Tour-Chef Keith Pelley begründete die Änderung damit, dass sie "vielen unserer Mitglieder helfen wird, die auf der ganzen Welt spielen, die aber gleichzeitig der European Tour treu bleiben wollen." Sie werde es ihnen ermöglichen, "die Mitgliedschaft in diesen extrem spannenden Zeiten [...] beizubehalten". Damit meint er vor allem die neu eingeführte Rolex Series, die seiner Meinung nach zu den "wichtigsten und bedeutsamsten Entwicklungen" in der Geschichte der European Tour gehört.

Weitere Wildcard und Ryder-Cup-Endspurt

Noch grundlegendere Änderungen aber nahm die Tour jetzt an der - vor allem nach der Niederlage im vergangenen Jahr - oft kritisierten Ryder-Cup-Qualifikation vor. Ein häufig geäußerter Kritikpunkt war zum Beispiel, dass durch die langwierige Qualifikationsperiode nicht zwangsläufig diejenigen Spieler mit zum Wettkampf genommen würden, die zu diesem Zeitpunkt in Bestform seien. Um dies nun aber sicherzustellen, soll für den Ryder Cup 2018 die Leistungen in jenen Turnieren schwerer wiegen, die näher am Zeitpunkt der Austragung liegen. Deshalb werden ab der BMW PGA Championship 2018 die Weltranglisten- oder Race-to-Dubai-Punkte, die von den Spielern errungen werden, mit dem Faktor 1,5 multipliziert.



Mit welchem Turnier die Qualifikationsperiode für den Cup in Paris endet, steht wegen des noch offenen Turnierplans für die kommende Saison zwar noch nicht fest, beginnen wird die Qualifikation aber mit dem D+D Real Czech Masters, das Ende August in Prag stattfinden wird. Zudem werden die Turniere, die parallel zur neu eingeführten Rolex Series stattfinden, sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr nicht mit Punkten für die Qualifikationslisten honoriert, um so die Ryder-Cup-Team-Aspiranten von der Teilnahme an den hochdotierten Events zu überzeugen.

Die wohl wichtigste Änderung allerdings ist die zusätzliche Wildcard, die Thomas Björn zum kommenden Ryder Cup vergeben darf. Stattdessen werden nun mehr vier anstatt fünf Spieler durch jene Liste ausgewählt, auf der sich die European-Tour-Erfolge in Punkten niederschlagen.

Oh Captain, my Captain!

Von ihrer Bedingung, dass es ausschließlich European-Tour-Mitglieder bei dem Kontinentalwettstreit in das europäische Team schaffen können, halten die Verantwortlichen jedoch fest. Auch an dieser Regelung war in der Vergangenheit Anstoß genommen worden, weil auf diese Weise Spieler wie der Engländer Paul Casey, die ihren Fokus in den USA haben und unter Umständen gerade hervorragende Leistungen erbringen, trotzdem nicht ins Team berufen werden können.



Allerdings ist nun auch der Mannschaftskapitän einer ähnlichen Vorgabe unterworfen: Ab 2018 kann nämlich kein Spieler mehr das Amt des Ryder-Cup-Kapitäns oder -Vize-Kapitäns ausüben, der die European-Tour-Mitgliedschaft ablehnt oder es in einer Saison nicht schafft, die Anzahl der Mindestevents zu erfüllen, die nötig sind, um die Mitgliedschaft zu halten.

Der derzeitige Kapitän Thomas Björn indes begrüßt die Änderungen: "Ich bin froh, dass das Turnier-Komittee diese Regelungen genehmigt hat, von denen ich denke, dass sie dem europäischen Ryder-Cup-Team 2018 sehr zum Vorteil gereichen werden, ohne die Stärke oder das Gewicht der European Tour zu gefährden."


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