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Golf-Amateur: Mit Spenden-Aktion zum Masters

23. Okt 2015
Sammy Schmitz gewann die U.S. Mid-Amateur Championship und qualifizierte sich damit für das Masters Tournament. (Foto: Twitter/@USGA)
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Sammy Schmitz qualifiziert sich fürs Masters und kriegt Stress. Wer soll das bezahlen? Das Internet und riesen Unterstützung helfen weiter.

Man stelle sich einmal vor, der Traum wäre soeben wahrgeworden und man hätte sich die Einladung zum bedeutendsten Golfturnier des Jahres gesichert – dem Masters im Augusta National GC. Und dann, kurz nach der unbändigen Freude, macht sich tatsächlich Stress breit. Wie in aller Welt soll ich das bezahlen? Training, Anreise, Unterkunft, Proberunden und dazu auch noch den Caddie – ein wahrlich teurer Spaß!

Sammy Schmitz – Mit Spenden zum Masters nach Augusta

So oder so ähnlich dürfte es kürzlich Sammy Schmitz ergangen sein. Der 35-Jährige Amerikaner hatte sich, auch dank eines spektakulären Holes-in-One an einem Par-4, den Titel bei der U.S. Mid-Amateur Championship in Florida gesichert. Damit verbunden ist traditionell die Qualifikation für das erste Major des Jahres. Leider lebt der Golfer Schmitz mit seiner Frau Natalie und seinen beiden kleinen Töchtern im US-Bundesstaat Wisconsin, wo Winter noch richtig „Winter“ bedeutet – mit dicker Schneedecke und Monaten voller Kälte und Frost. Keine idealen Bedingungen, um sich auf das Masters vorzubereiten.


Aus diesem Grund startete Sammys Ehefrau eine Fundraising-Aktion und suchte über die US-Internet-Plattform GoFundMe Unterstützer, die ihrem Mann den Trip nach Georgia ermöglichen. Ursprünglich waren dort 30.000 US-Dollar als Ziel angegeben, eine Summe zur Finanzierung der notwendigen Ausgaben im Vorhinein sowie in der Turnierwoche selbst. Der Zuspruch, der daraufhin folgte, war allerdings mehr als überraschend – vor allen Dingen für Sammy Schmitz selbst.

Sammy Schmitz sammelte bei GoFundMe Geld für seine Teilnahme am Masters.

Sammy Schmitz sammelte bei GoFundMe Geld für seine Teilnahme am Masters. (Foto: GoFundMe)

„Kann nicht glauben, wieviel Unterstützung es gab“

Nach nur drei Tagen beendete er die Aktion, als nämlich bereits über 25.000 Dollar von gut 220 Spendern eingegangen waren. Schmitz, der in seinem Leben abseits des Golfplatzes für ein Gesundheitsunternehmen arbeitet, schrieb dazu: „Ich habe mich dazu entschlossen, bis auf Weiteres keine Spenden mehr anzunehmen. Ich habe die Aktion vor weniger als drei Tagen gestartet und kann nicht glauben, wieviel Unterstützung wir lokal und national erhalten haben. Ich habe die Zielsumme geändert, um sicherzustellen, dass am Ende kein Überschuss bleibt.“

Sammy Schmitz kann nun in den kommenden Monaten unbeschwert und stressfrei zum Training nach Georgia oder in andere warme Bundesstatten reisen. Auch sein Start beim Masters in Augusta sollte mit dieser Unterstützung gesichert sein. Die gesammelten Gelder werden bis zum Major von der Minnesota Golf Association verwaltet. Sollte am Ende trotzdem etwas übrig bleiben, wandert es keinesfalls in die Taschen des Amateurs, sondert verbleibt als Spende beim Verband.

Lars Kretzschmar

Lars Kretzschmar - Leitender Redakteur bei Golf Post

Lars ist Diplom-Sportwissenschaftler und sein großes Faible ist der Turniersport. Er schlägt sich für seine Leser gerne mal die Nächte um die Ohren, um die neusten Infos der PGA-, European- und LPGA-Tour liefern zu können. Sie finden Lars Kretzschmar auch unter Google+.

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