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Termine, Regeln und Equipment – Was 2016 wichtig wird

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05. Jan 2016
Von Equipment bis Regeln: Was 2016 im Golf wichtig wird. (Fotos: Getty)
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Neue Filme, runde Geburtstage, veränderte Regeln: Verschaffen Sie sich einen Überblick über alles, was 2016 wichtig wird.

Das „Super-Golfjahr 2016“ hat begonnen und in mancher Hinsicht ist ab diesem Jahr nichts mehr, wie es vorher war. Da sind die Olympischen Spiele in Rio, bei denen Golf das este Mal seit 112 Jahren wieder mit von der Partie ist. Da sind einige neue Regeln, die einschneidende Anpassungen erfordern. Und wie jedes Jahr gibt es auch 2016 runde Geburtstage und Jubiläen. Erfahren Sie, was 2016 wichtig wird:

Termine: Von Rio bis Ryder Cup

Golf 2016, das ist vor allem im Sommer ein dicht gestaffelter Terminkalender. Geht es Anfang des Jahres noch entspannt und wie gewohnt mit dem Masters Tournament im April los, nimmt die Saison ab Juni Fahrt auf. Highlights im Wochentakt stehen auf der Agenda. Mit der US Open (16. bis 19. Juni 2016) beginnt für Golf-Fans ein Sommer der Superlative. Ob die Spieler das auch so empfinden, steht aber wohl auf einem anderen Blatt, ist das Jahr doch angesichts der Terminfülle körperlich eine außergewöhnliche Belastung.

Nur eine Woche nach dem zweiten Major trifft sich die Golfelite Europas im Lärchenhof bei Köln zur BMW International Open. Darauf folgt die aufgewertete und 100. Ausgabe der Open de France, der bereits viele European-Tour-Spieler ihre Zusage gegeben haben. Zwei Wochen später wartet die Open Championship in Ayrshire, Schottland.

Elf Tage danach gibt es schon das nächste Major, die PGA Championship (28. bis 31. Juli 2016) in New Jersey. Wiederum elf Tage später geht es zum ersten Mal seit 112 Jahren um olympisches Gold (11. bis 21. August 2016) – nicht nur für Martin Kaymer der Saisonhöhepunkt des Jahres. Im September dürfen sich alle Golffreunde im süddeutschen Raum auf die European Open in Bad Griesbach (22. bis 25. September 2016) freuen. Ende September wartet dann noch der Ryder Cup auf diejenigen, die immer noch nicht genug haben.

Wem es eine Nummer kleiner reicht, der wird hierzulande wahrscheinlich auch wieder die Challenge Tour live verfolgen können. Der Tourkalender steht aber noch nicht endgültig fest.

Regeln: Verbote und Erleichterungen

Bernhard Langer mit seinem "Belly Putter". (Foto: getty)

Bernhard Langer mit seinem „Belly Putter“. (Foto: getty)

Sie stehen dafür schon länger fest: die Regeländerungen im neuen Jahr. Einige Profis wird das seit dem 01. Januar verbotene „Anchored Putting“ hart treffen. Allen voran Spielern wie Adam Scott oder Keegan Bradley gefällt die Anweisung, den Putter nicht länger am Körper zu fixieren, gar nicht. Letzterer gewann mit dem „Besenstil“ 2011 als erster ein Major. Noch schlimmer trifft es Bernhard Langer, denn im Gegensatz zu seinen jüngeren Kollegen hat „Mister Consistency“ nicht mehr allzu viele Jahre auf der Champions Tour, um sich (wieder) umzustellen.

Auch andere Regeländerungen warten auf den Golfer, so wird zum Beispiel der Strafschlag abgeschafft, den Spieler notieren mussten, wenn sich ihr Ball nach Ansprache ohne Berührung bewegte. Und auch Preisgeld dürfen Amateure im Golf 2016 gewinnen. Allerdings müssen sie vor Turnierstart eine gemeinnützige Organisation benennen, an die der potenzielle Gewinn fließen soll. Schon ganz früh im neuen Jahr wird die Handicap-Anpassung durch ihre Neuorganisation dem ein oder anderen Golfer eine unerwartete Spielvorgaben-Änderung bescheren.

Equipment: Neue Schläger, neue Technologien erwartet

An die sehr kurzen Produktzyklen der großen, weltweit agierenden Hersteller hat man sich mittlerweile gewöhnt. Daher überraschen neue Serien und Schläger nur wenig. Dennoch sind immer wieder Verkaufsschlager wie Callaways Big Bertha dabei, die 2014 auf den Markt zurückkehrte. Für die 2016er XR-Serie haben die Kalifornier mit dem Flugzeugbauer Boeing zusammengearbeitet und werden Ende Januar die XR16-Schlägerserie auf den Markt bringen (Testbericht: Callaway XR16-Driver). TaylorMade geht im neuen Jahr mit einer neuen Generation der AeroBurner-Serie, an den Start. Titleist wird 2016 neue Wedges aus der Vokey-Familie liefern. Das wird aber bei Weitem nicht alles sein…

Veröffentlichungen: „Tommys Honour“ im Kino

Die Vorlage zum Film: "Tommys Honour" (Bild: TommysHonour.com)

Die Vorlage zum Film: „Tommys Honour“ (Bild: TommysHonour.com)

Neben unzähligen Büchern zum Thema Golf wird es 2016 auch wieder einen Golf-Kinofilm geben – zumindest in den USA. „Tommys Honour“ wird der Streifen heißen. Inhaltlich befasst er sich mit der Geschichte von Old Tom Morris und dessen Sohn Tommy, die das moderne Golfspiel Mitte des 19. Jahrhunderts auf den Weg brachten. Der Film beruht auf dem gleichnamigen Buch des Autors Kevin Cook. Regie führte niemand Geringeres als der Sir Sean Connery Sohn, Jason Connery. Ein Veröffentlichungsdatum ist noch nicht bekannt. Ebensowenig, ob es das Drama um die Vater-Sohn-Beziehung in die deutschen Kinosäle schaffen wird.

Jubiläen: John Daly wird 50

Auch 2016 stehen runde Geburtstage und Jubiläen an. Einer der buntesten, lautesten und verrücktesten Golfprofis wird 50. John Daly macht am 28. April das halbe Jahrhundert voll. Für ihn wird die nun anbrechende zweite Lebenshälfte aber sicher kein Grund sein, kürzer zu treten. Stattdessen wird er nun mehr Zeit mit Herren gesetzteren Alters auf der Champions Tour verbringen.

Auf 30 Jahre als sechsfacher Masters-Rekordsieger kann Jack Nicklaus ab April 2016 zurückblicken. Als 46-Jähriger gewann „The Golden Bear“ sein letztes von insgesamt 18 Majors. Tiger Woods, lange Zeit als Rekordjäger der Nicklaus’schen Bestmarke eingeplant, hat seinen „Tiger Slam“ vor immerhin 15 Jahren komplettiert: Nach dem Masters 2001 hielt der damals 25-Jährige alle vier Majortitel inne. Doch nicht nur schöne Ereignisse jähren sich: Severiano Ballesteros, fünfmaliger Major-Champion, verstarb am 07. Mai 2011 an einer schweren Krebserkrankung.

„Seve“ die Legende – Doku über Severiano Ballesteros

Spieler: Inbee Park in die Hall of Fame

Prognosen für das Leben der Spieler überlassen wir dem Wahrsager-Gewerbe. Aber einiges ist schon jetzt bekannt: Inbee Park wird in die Hall of Fame der LPGA aufgenommen – und das im zarten Alter von nur 27 Jahren! Martin Kaymer wird 2016 kein einziges Mal als Titelverteidiger aufteen. Außerdem hat der Mettmanner nur eine eingeschränkte Spielberechtigungauf der PGA Tour. Er kann sich also voll auf Olympia und seinen großen Traum konzentrieren. Im November wählt die USA ihren neuen „First Golfer“, der ’nebenbei‘ auch noch das Präsidentenamt zu besetzen hat.

Die Weltrangliste, Stand 21.12.2015. (Grafik: OWGR.com)

Die Weltrangliste, Stand 21.12.2015. (Grafik: OWGR.com)

Spannend dürfte es 2016 an der Spitze der Weltrangliste werden, wo die ersten drei Spieler nur 0,7 Punkte trennen. Jordan Spieth, Jason Day und Rory McIlroy liegen weit vor dem Vierten, Bubba Watson (fast drei Punkte). McIlroy hat bereits erklärt, er wolle noch vor dem Masters zurück an die Spitze der Weltrangliste. Watson bestätigte hingegen kürzlich, dass er sich vorstellen könnte, seine Karriere zu beenden, wenn er eines Tages die Nr. 1 der Welt sei. Ob die vier jungen Wilden die Saison 2016 unter sich ausmachen werden, bleibt abzuwarten. Sicher ist aber auch: Die Luft an der Spitze ist dünn und einige junge Golftalente zieht es ebenfalls nach oben. Mit seinen vielen Großevents verspricht das Super-Golfjahr 2016 viel Bewegung im Tableau!


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Tobias Hennig

Tobias Hennig - Redakteur

Tobias kam im Sommer 2014, während seines Studiums der Germanistik und Politik, als Werkstudent zu Golf Post. Zunächst machte er sich nur die Theorie des Golfsports zu eigen, nun versucht der vielseitig sportbegeisterte Wahl-Kölner, zum teaminternen Handicap-Durchschnitt aufzuschließen. Seit April 2016 erheitern der Redakteur und seine Hündin Mali die Kollegen täglich.
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