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Gleneagles: Der Ryder Cup hat hier seinen wahren Ursprung

26. Aug 2013
Der Geburtsort des Ryder Cup: In Gleaneagles fand die erste Runde von Europäern gegen US-Amerikaner statt, die später zum Ryder Cup wurde. (Foto: Getty)
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Der Ryder Cup entstand auf jenem Platz, auf den er 2014 zurückkehrt: Gleneagles ist der Entstehungsort des Kontinentalduells.

Dieses Gleneagles ist wahrhaft historischer Boden: Wo Ende September die „40th Ryder Cup Matches“, so der offizielle Titel, inszeniert werden, findet sich auch der eigentliche Ursprung des prestigeträchtigen Kontinental-Wettkampfs zwischen Europa und den USA.

Große Namen und 35 Major-Titel

1921 sponserte die US-Zeitschrift Golf Illustrated einem Team von Profi-Golfern die Reise zur British Open nach St. Andrews, auf dass endlich ein Amerikaner den Claret Jug in die Neue Welt hole. Zur Vorbereitung auf die Open wollte sich die US-Riege bei einem Turnier im knapp 70 Kilometer entfernten Auchterarder warm spielen und traf sich dabei mit einer zehnköpfigen britischen Equipe zum freundschaftlichen Wettstreit.


Große Namen waren bei dieser Begegnung dabei, mit insgesamt 35 Major-Titeln: Auf Gastgeberseite beispielsweise das berühmte „große Triumvirat“, Harry Vardon, J. H. Taylor und James Braid; bei den Amis unter anderem der angehende Superstar Walter Hagen. Schauplatz des Vergleichs war der King‘s Course von Gleneagles, die Briten siegten. Samuel Ryder griff das Team-Duell auf und stiftete den passenden Pokal zum Ryder Cup, der erstmals offiziell 1927 ausgetragenen wurde. Der Rest ist Golf-Geschichte.

Auch die Johnnie Walker Championship im „Palast der Täler“

Längst ist aus diesem „Tal mit Kirche“, denn nichts anderes bedeutet das gälische „Gleann na h-Eaglais“, ein echter „Hotspot“ nicht nur für Golf-Touristen geworden. 1924 baute die „Caledonian“-Eisenbahn-Gesellschaft das Gleneagles Hotel im Stil eines französischen Schlosses in die Ochil-Hügel der schottischen Grafschaft Perthshire. Flugs hatte der Prachtbau seinen folgerichtigen Spitznamen als „Palast der Täler“ weg.

Später übernahm der Spirituosen-Konzern Diageo die Anlage, die sich mittlerweile über 350 Hektar erstreckt, und veranstaltet seit 1999 die Johnnie Walker Championship. 2005 hielten die Staatsoberhäupter der G8 ihren Gipfel in dem 232-Zimmer-Ensemble ab.


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Platzdesign im Risk-and-Reward-System

Golf war neben der Moorhuhn-Jagd von jeher Aushängeschild von Gleneagles. 1917 bzw. 1919 baute der fünffache British-Open-Champion James Braid den Queen‘s und den King‘s Course. 1993 entwickelte Jack Nicklaus aus dem vormaligen Glendevon Course (erbaut 1980) den Monarch‘s Course, der 2001 anlässlich des 100-jährigen Bestehens der britischen PGA zum PGA Centenary Course umgetauft wurde.

„Das beste Stück Land, das mir jemals für eine Design-Arbeit anvertraut wurde“, schrieb der „Goldene Bär“ Gleneagles ins Stammbuch. Jedenfalls ist es Nicklaus‘ bislang einziger Platz in Schottland. Seine Handschrift ist unverkennbar: Große wellige Grüns, knackige und herausfordernde Bunker-Platzierungen, vor allem aber etliche Löcher mit dem Design-Prinzip des „Risk-and-Reward“. Der mutige Schlag wird im Gelingensfall mit einem guten Winkel zur Fahne belohnt.

Paul McGinley und Tom Watson trafen sich

Von den hinteren Abschlägen 6.671 Meter lang, zieht sich die Bühne für Europas anstehende Titelverteidigung mit einigem Auf und Ab durch das ordentlich ondulierte Gelände. Am 23. September trafen sich hier Europas Teamchef Paul McGinley und sein US-Kontrahent Tom Watson zum traditionellen „Captain‘s Golf“, das immer ein Jahr vor dem Ernstfall stattfindet.

Eine Neun-Loch-Runde mit 18 schottischen Nachwuchsspielern stand für die beiden auf dem Programm. Dabei ging es nicht um den Sieg einer der beiden Kapitäne, sondern viel mehr stellte das Event eine Charityveranstaltung für die Nachwuchstalente dar.

Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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