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GER – AUT – SUI: Das sind unsere Olympia-GolferInnen

11. Aug 2016
Insgesamt acht GolferInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gehen bei Olympia an den Start, dazu noch die Deutsch-brasilianerin Miriam Nagl. (Foto:Getty)
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Auf neun Akteure gilt es bei Olympia genauer zu blicken. Golf Post stellt die deutschsprachigen Starter vor und wagt eine Medaillenprognose.

Insgesamt acht Spieler und Spielerinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gehen bei der Rückkehr von Golf bei Olympia an den Abschlag in Rio de Janeiro. Dazu kommt noch die Deutsch-brasilianerin Miriam Nagl, die in Berlin lebt, aber in Brasilien geboren wurde und nun für den Gastgeber an den Start geht. Golf Post stellt die deutschsprachige Fraktion vor und bewertet ihre individuellen Medaillenchancen. Vorhang auf für Golf bei Olympia!

Olympia 2016: Golfturnier der Männer

Flagge_DeutschlandMartin Kaymer (31)

Die deutsche Nummer eins bei den Männern blickt vor seiner Olympiapremiere auf eine erfolgreiche Golfkarriere zurück. Im Rheinland das Spiel mit der kleinen weißen Kugel erlernt, erlebte Kaymer von der EPD und Challenge Tour einen rasanten Aufstieg hin auf European und schließlich PGA Tour. Mit seinem ersten European-Tour-Sieg bei der Abu Dhabi Golf Championship im Januar 2008 legte Kaymer den Grundstein für den Weg an die Spitze der Weltrangliste. Mittlerweile ist Martin Kaymer doppelter Majorsieger und bei drei aufeinander folgenden Ryder-Cup-Teilnahmen mit Team Europa ungeschlagen. Die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ist ein weiteres Highlicht in seiner sportlichen Karriere. Der 31-Jährige liegt aktuell auf dem 50. Platz der Weltrangliste.


Golf Post Medaillenprognose: Ampel_grünDie letzten Ergebnisse sprechen für Martin Kaymer. Gute Form, einige Top-10-Platzierungen und ein starker Auftritt bei der PGA Championship. Gold ist sein erklärtes Ziel – die Chancen auf eine Medaille stehen gut.

Flagge_DeutschlandAlex Cejka (45)

Es war ein langes Rennen im Kampf um den zweiten Platz im deutschen Golf-Männer-Team. Am Ende setzte sich die Erfahrung und die gute Form Alex Cejkas gegen die Landsmänner Maximilian Kieffer und Marcel Siem durch. Sein erster Sieg auf der PGA Tour bei der Puerto Rico Open 2015 brachte Cejka zurück ins Rampenlicht. Seither sammelt er regelmäßig Topplatzierungen und bereits sicher für die FedExCup-Playoffs im Anschluss an Olympia qualifiziert. Nur denkbar knapp verpasste er zuletzt gleich mehrfach weitere große Siege. Deutschland bei der größten Sportveranstaltung der Welt vertreten zu dürfen, ist nicht nur für Martin Kaymer etwas besonderes, auch Alex Cejka brennt auf den Start des olympischen Golfturniers und die Rückkehr unter die fünf Ringe nach 112 Jahren. In der Weltrangliste findet sich der Deutsche aktuell auf dem 119. Platz wieder.

Golf Post Medaillenprognos:Ampel_gelb Auch Alex Cejkas Form ist beeindruckend. Mit Rückenwind reiste er von der PGA Tour nach Rio de Janeiro. Eine Medaille wäre eine Überraschung, aber durchaus nicht ausgeschlossen.

Flagge_OesterreichBernd Wiesberger (30)

Der gebürtige Wiener ist zur Zeit mit Abstand der erfolgreichste österreichische Golfer. Nach einer erfolgreichen Amateurkarriere schaffte er über die Challenge Tour den Sprung auf die European Tour. Neben einem Sieg beim Heimturnier, der Lyoness Open, feierte Wiesberger den bislang größten Erfolg, als er im Juli 2015 die Open de France für sich entscheiden konnte. Mit einer Position in den Top 10 des Race to Dubai am Ende des Jahres spielte sich der Alpenländer in die Felder der Major-, WGC- und weiterer PGA-Tour-Events. Auch wenn zuletzt die Konstanz ein wenig verloren schien, Bernd Wiesberger ist definitiv in der erweiterten Weltspitze angekommen. Aktuell belegt er den 58. Platz in der Weltrangliste.

Golf Post Medaillenprognose: Ampel_gelbBernd Wiesberger läuft aktuell seiner Form etwas hinterher. Er kann definitiv besser spielen, als es die vergangenen Ergebnisse wiederspiegeln. Durchbruch bei Olympia – nicht ausgeschlossen.

Olympia 2016: Golfturnier der Frauen

Flagge_DeutschlandSandra Gal (31)

Die deutsche Nummer eins bei den Frauen ist Künstlerin, Musikerin, Hundeliebhaberin und passionierte Golferin in einer Person. Bereits als Kind keimte die Golfleidenschaft in der Rheinländerin auf. Im nahegelegenen Golfclub machte sie dann die ersten Schritte auf dem Weg hin zur Profispielerin. Gleichzeitig vernachlässigte sie ihre anderen Leidenschaften allerings ebenso wenig. Heute setzt sich Sandra Gal nach einer Runde Golf gerne hin und verewigt ihre Eindrücke künstlerisch auf einer Leinwand. Golferisch verschlug es auch sie über den großen Teich in die USA. Die Wahlheimat der auf der LPGA Tour aktiven Proette ist mittlerweile Florida, den größten Erfolg feierte sie bei ihrem bislang einzigen Sieg 2011 mit dem Titelgewinn bei der KIA Classic. In der Weltrangliste ist Sandra Gal aktuell auf Platz 62.

Golf Post Medaillenprognose:Ampel_gelb Eine bislang äußerst wechselhafte Saison für Sandra Gal auf der LPGA Tour. Immer wieder gute Ergebnisse und verpasste Cuts. Für eine Medaille muss alles zusammenpassen, was nicht ausgeschlossen ist. Überraschung möglich.

Flagge_DeutschlandCaroline Masson (27)

Mit zehn Jahren fand die 27-Jährige den Weg zum Golfsport und wurde nur fünf Jahre später ins Jugendnationalteam berufen. Nach einer erfolgreichen Amateurkarriere folgte der Sprung ins Profilager, auch Caroline Masson bereits einen Sieg verbuchte. Auf der Ladies European Tour in Südafrika holte sich die gebürtige Gladbeckerin bei der South African Women’s Open 2012 den Titel. Zudem war die Deutsche Teil der erfolgreichen europäischen Solheim-Cup-Mannschaft, die 2013 zum ersten Mal überhaupt auf amerikanischem Boden siegreich war. Zum ganz großen Wurf auf der LPGA Tour hat es bislang noch nicht ganz gereicht. Als 86. der aktuellen Weltrangliste geht Masson nun ins Abenteuer Olympia.

Golf Post Medaillenprognose: Ampel_gelbDie letzten Turniere geben Anlass zur Hoffnung. Schleppend fand Caroline Masson in die Saison, zuletzt verzeichnete sie jedoch aufsteigende Form. Es gilt gleiches wie für Gal – über eine Medaille würden wir uns natürlich freuen.

Flagge_OesterreichChristine Wolf (27)

Die einzige österreichische Starterin im Frauenfeld bei Olympia, Christine Wolf, stammt aus Igls in Tirol. Golf spielt sie seitdem sie zehn Jahre alt ist, denn auch ihre Eltern sind begeisterte Golfer. Nach den Anfangsjahren auf heimischen Golfplätzen studierte Wolf mit einem Golfstipendium in den USA und qualifizierte sich 2011 als Amateur für die US Women’s Open. Im folgenden Jahr wurde sie mit 24 Jahren Profi und gewann mit der Crete Ladies Open bereits das zweite Turnier, bei dem sie auf der LET Access Tour antrat. Seit 2014 spielt Christine Wolf auf der Ladies European Tour. Als beste Platzierung steht ein vierter Platz bei der Deloitte Ladies Open 2015 zu Buche. In der aktuellen Weltrangliste liegt die Österreicherin auf Platz 325.

Golf Post Medaillenprognose:Ampel_rot Olympia ist ein Karrierehighlight für Christine Wolf. Auch wenn viele Topspielerinnen nicht qualifiziert sind, die Konkurrenz ist groß. Der Kampf um Medaillen wird ohne Wolf ablaufen.

Flagge_SchweizAlbane Valenzuela (18)

Die gebürtige Genferin ist eine Frühstarterin. Bereits mit drei Jahren schwang sie das erste Mal den Golfschläger und gewann ihr erstes Turnier mit sieben Jahren. Valenzuela ist noch Amateurin und als solchige aktuell auf Platz 11 im weltweiten Amateurranking anzutreffen. Trotzdem schlägt sie sich in diesem Jahr auf der Ladies European Tour sehr gut und verbuchte immerhin schon zwei Top-5-Platzierungen in diesem Jahr. Zudem schaffte Albane Valenzuela den Cut bei der Ana Inspiration und bei der US Women’s Open – zwei der fünf Majors bei den Frauen. Mit letzterem brachte sie zudem die Olympia-Qualifikation unter Dach und Fach. Als beste schweizer Golferin liegt sie in der Weltrangliste auf Platz 384.

Golf Post Medaillenprognose:Ampel_rot Dabeisein ist alles! Dieses alte Olympiamotto trifft auch auf die junge Amateurin Albane Valenzuela zu. Die Qualifikation für Rio war schon ein riesen Erfolg, jede der vier Golfrunden wird eine Zugabe.

Flagge_SchweizFabienne In-Albon (29)

Die Nummer zwei im schweizer Lager stand mit zehn Jahren zum ersten Mal mit dem Schläger in der Hand auf dem Golfplatz und mit 15 wusste In-Albon bereits wie das große Ziel aussehen sollte: Profigolferin werden. Mit Hilfe eines Golf-Stipendiums in den USA wurde sie 2012 Profi und landete im Folgejahr den ersten Profisieg bei der Azores Ladies Open auf der LET Access Tour. Fabienne In-Albons beste Platzierung auf der Ladies European Tour war einige Zeit später ein zweiter Platz bei der Hero Women’s Indian Open. Trotz langer Rückenverletzung und Borreliose in diesem Jahr schaffte die Schweizerin die Olympia-Qualifikation. In der Weltrangliste rangiert sie aktuell auf Platz 440.

Golf Post Medaillenprognose:Ampel_rot Auch für Fabienne In-Albon ist die Reise nach Rio de Janeiro bereits die Krönung eines erfolgreichen Karriereabschnittes. Es gilt: Vier Tage Atmosphäre genießen und als Olympionikin nach Hause fahres.

Flagge_BrasilienMiriam Nagl (35)

In der brasilianischen Stadt Curitiba geboren, ist Miriam Nagl eigentlich in Berlin beheimatet. Nach dem ersten Lebensjahren in Südamerika, fing sie nach der Rückkehr mit ihren Eltern nach Deutschland das Golfspielen an. Schnell zeigte sich ihr Talent, welches sie in der Folge sämtliche Jugendmannschaften des DGV durchlaufen ließ. Über ein Studium in den USA schaffte Nagl schließlich den Sprung ins Profilager und hin bis zur LPGA Tour. Eine langwierige Verletzung sorte dann jedoch für den Verlust der Tourkarten in Europa und Amerika. Sie kämpfte sich zurück, auch beflügelt von der Geburt ihrer Tochter. Dank doppelter Staatsbürgerschaft und des Wechsels von der deutschen unter die brasilianische Flagge bietet sie nun die einmalige Chance, in ihrem Geburtsland bei Olympia abschlagen zu dürfen. In der Weltrangliste liegt Miriam Nagl aktuell auf dem 455. Platz.

Golf Post Medaillenprognose:Ampel_gelb Wenn Heimvorteil wirklich ein Vorteil ist, dann für Miriam Nagl. Die Teilnahme ist schon das Größte, trotzdem hat sie das Testevent „gewonnen“. Eine Medaille wäre eine nicht ausgeschlossene Sensation.

 


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Lars Kretzschmar

Lars Kretzschmar - Leitender Redakteur bei Golf Post

Lars ist Diplom-Sportwissenschaftler und sein großes Faible ist der Turniersport. Er schlägt sich für seine Leser gerne mal die Nächte um die Ohren, um die neusten Infos der PGA-, European- und LPGA-Tour liefern zu können. Sie finden Lars Kretzschmar auch unter Google+.

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1 LESER-KOMMENTAR

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  1. Da müsste man auch Nino Bertasio erwähnen, ist deutschsprachig und in der Schweiz geboren. Mit freundlichen Grüßen

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