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Golfschläger aus zweiter Hand – Der Händlercheck

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27. Apr 2015
Aus alt mach neu? - Nicht ganz. Aber Second-Hand-Plattformen für Golfschläger sind eine lohnenswerte Alternative! (Foto: Getty)
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Muss es immer gleich das neueste Equipment sein? Ein Blick in die Tauschbörsen hält so manche Überraschung bereit.

Bombastisches Wetter, nichts wie raus auf den Platz – aber irgendwie laufen die Wedges nicht mehr, außerdem ist das Gefühl für die Hölzer abhanden gekommen. Oder man will einen Ausflug unter die Crossgolfer wagen, seine polierten Schlägerköpfe aber nach Möglichkeit verschonen. Jedoch gleich mehrere hundert Euro für neues Equipment ausgeben, wenn doch eigentlich nur etwas Abwechslung gewünscht ist?  – Wir haben uns mal Möglichkeiten angesehen, an gebrauchtes Equipment zu kommen.

Gebrauchte Golfschläger als Alternative?

Natürlich gibt es auch immer die Möglichkeit, über die einschlägigen Auktionsportale oder Outlet-Händler an günstiges Material zu kommen. Es gibt aber auch immer mehr Shops, die sich ausschließlich auf den Ankauf, Verkauf, Handel und Tausch mit gebrauchten Golfschlägern spezialisiert haben. Wir haben einige dieser Shops unter die Lupe genommen und nach folgenden Kriterien untersucht:


  1. Auswahl
    Wie groß ist die Auswahl in den verschiedenen Kategorien (Hölzer, Eisen, Putter etc) ?
  2. Benutzerfreundlichkeit
    Wie ist die Benutzeroberfläche gestaltet? Fühlt man sich beim stöbern wohl? Wie geht der Shop auf die Bedürfnisse des Kunden ein?
  3. Bestellung und Versand
    Wie hoch sind die Versandkosten? Wie steht es mit Garantie und Reklamation? Wie schnell ist der Versand?

Aus 2hand- wurde planetgolf

Als Erstes kamen wir auf planetgolf. Seit 2009 existierte die Firma als 2handgolf, 2012 wurde sie in planetgolf umbenannt und ein großes Geschäft in Osnabrück eröffnet. Von Beginn an hatte sich der Anbieter auf den An- und Verkauf von Golfschlägern spezialisiert und verweist besonders für Crossgolfer auf ein einzigartiges Angebot.

Auswahl: Die Auswahl an Schlägern ist in nahezu allen Bereichen riesig. Über 300 Driver, mehr als 1000 Eisen – was auch immer man sucht, man wird es finden. Dabei handelt es sich um Golfschläger aller Arten, vom MacGregor-Driver für 15 Euro bis hin zum Bettinardi-Premium-Putter für 199 Euro ist alles abgedeckt, zu allen Schlägern sind Fotos vorhanden. Der Crossgolf-Bereich im Online-Shop ist allerdings überraschend klein.

Benutzerfreundlichkeit: Die Benutzeroberfläche von planetgolf ist sehr übersichtlich und kundenfreundlich gestaltet. Auf den ersten Blick hat der Interessent die Homepage überblickt, alle wichtigen Kategorien fallen sofort ins Auge. Beim Stöbern durch die Schläger bleibt dieser positive erste Eindruck erhalten. Man hat viele Sortierungsmöglichkeiten, an der Seite des Bildschirms werden die Produkte nach Hersteller und ihren Eigenschaften kategorisiert. Der Zustand von Schlägern und Schäften wird auf einer Skala von „5 – spielbar, aber …“ bis „10 – neuwertig“ eingestuft. Alle Informationen rund um die Abwicklung sind schnell gefunden und verständlich dargestellt.

Bestellung und Versand: Für den Versand (innerhalb Deutschlands) berechnet planetgolf, unabhängig von Größe, Anzahl und Gewicht der Bestellung, 4,90 Euro. Neben Überweisung und Rechung kann auch per PayPal bezahlt werden. Schönes Feature: Man kann sein Paket direkt auf der Website verfolgen, ein bis zwei Werktage sind dafür angegeben.

Beurteilung: Klare Struktur, super Auswahl und alle Informationen, die benötigt werden. Eine gute Adresse für gebrauchte Golfschläger.

Golfkleinanzeigen – anbieten und kaufen von Privat

Im Gegensatz zu planetgolf ist Golfkleinanzeigen nicht Ansprechpartner und Shop, von dem die gebrauchten Schläger erworben werden, sondern eine Plattform, auf der von Privat altes Equipment angeboten wird.  Man hat die Möglichkeit selbst etwas einzustellen oder sich in den Inseraten umzuschauen, ein klassischer Angebot-und-Nachfrage-Aufbau für Golfer also.

Auswahl: Die Auswahl ist bereits auf der Startseite ersichtlich und natürlich davon abhängig, wie viele Personen gerade eine Anzeige erstellt haben. Insgesamt ist die Auswahl aber eher bescheiden. Bei unserem Testlauf gab es 141 Eisen zur Auswahl, 32 Driver und 22 Paar Schuhe. Die Preise werden von den anbietenden Personen festgelegt und sind meist Verhandlungsbasis.

Benutzerfreundlichkeit: Die Gestaltung der Oberfläche schreckt beim ersten Aufrufen der Seite ab – sie erinnert eher an einen nur bedingt erfolgreichen Versuch mit dem Homepage-Baukasten, das dunkle Grün im Hintergrund verbreitet keine besonders angenehme Atmosphäre. Die einzelnen Kategorien werden unnötigerweise sowohl zentral, als auch in der Leiste an der Seite unverändert angezeigt. Keine Sortierungsfunktion, unschöne Listenansicht der Angebote, teilweise schlechte oder gar keine Fotos.

Bestellung und Versand: Werden erst im direkten Kontakt zum Verkäufer geregelt.

Beurteilung: Sich auf der Homepage aufzuhalten, macht wenig Spaß. Die Auswahl des Portals könnte aber auch mal genau das bereit halten, was gesucht wird.


Für Männer und Frauen: Die neuen Driver 2015

Moregolf – die Plattform fürs Suchen und Finden

Auch moregolf versteht sich als reine Plattform, auf der von privat inseriert wird und der Kauf/Verkauf zwischen den handelnden Parteien stattfindet. Zusätzlich zum Equipment bietet das Portal auch die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und eventuell neue Spielpartner zu finden.

Auswahl: Auch bei moregolf ist die Auswahl begrenzt. Der Zähler auf der Startseite zeigt die aktuellen Anzeigen an, bei unserem Besuch auf der Seite sind insgesamt 332 Inserate ausgeschrieben. Das ist nicht Nichts, kann aber mit den An-und-Verkauf-Firmen nicht mithalten.

Benutzerfreundlichkeit: Auch wenn das Design nett ist, der Standard im World Wide Web ist längst ein anderer. Verpixelte Grafiken und eine lieblos wirkende farbliche Symbol- und Hintergrundgestaltung lassen rein technisch gesehen viel Luft nach oben. Die Kategorien sind übersichtlich, die Anzeigen selbst können vom Aufbau her überzeugen: Ein „Status-Thermometer“ zeigt den Zustand der Schläger an, es gibt Auskünfte über Aktualität des Angebots und Details. Die Aufmachung ist aber eher 1970 als 2014.

Bestellung und Versand: Werden erst im direkten Kontakt zum Verkäufer geregelt.

Beurteilung: Besser als Golfanzeigen von der Oberfläche, trotzdem noch lange nicht das, was man heutzutage erwarten könnte. Ein Blick in das Angebot kann aber nicht schaden.

Golfbidder – Know-How aus London

Golfbidder besteht bereits seit Ende der 1990er Jahre und sitzt im Südwesten Londons. Aufgrund des Erfolges, den das Konzept „An- und Verkauf von Golfschlägern“ mit sich brachte, erweiterte sich das Angebot stetig und schließlich wurde ein Online-Shop erstellt. Golfbidder ist darüber hinaus offizielle Schlägertauschbörse und Partner der PGA und der PGAs of Europe.

Auswahl: Laut Homepage treffen wir bei Golfbidder auf die „größte Auswahl an gebrauchten Golfschlägern in Europa“ – und wenn man sich die Produktpalette so ansieht, hat dem erstmal wenig entgegen zu bringen. Allein bei den Drivern von beispielsweise Callaway stehen über 600 Exemplare zur Wahl, sortierbar nach Preis, Hand (rechts/links), Flex, Zustand (1-10) und Modell. Bei jedem Schläger ist das Erscheinungsjahr mit ausgezeichnet, darüber hinaus kann man zum fixen Angebot auch an Versteigerungen teilnehmen. Der Shop gewährt ein Jahr Garantie auf seine Schläger.

Benutzerfreundlichkeit: Alles auf einen Blick: links die Navigationsleiste um zu sortieren oder zu filtern, oben die unterschiedlichen Bereiche. Alle wichtigen Informationen, wie die Erklärung der Bewertungen der Schläger, Fragen zu Versand und Garantie und auch Themen wie Plagiate werden in der Hilfe-Rubrik geklärt.

Bestellung und Versand: Der Versand aus England kostet 15 Euro pro Bestellung, dabei ist der Umfang der Bestellung egal. Die Ware soll in zwei bis drei Werktagen da sein.

Beurteilung: Sicherlich sprechen die Versandgebühren eher für den vorgestellten Konkurrenten, die Auswahl scheint allerdings unschlagbar. Vom Nutzerempfinden für uns der Sieger.

Fazit

Obwohl es sich mehr um ein „Begutachten“ denn ein „Testen“ gehandelt hat, da wir kein Produkt tatsächlich bestellt/gekauft haben, sind doch beachtliche Unterschiede ersichtlich geworden. Man unterscheidet also bei der Suche nach gebrauchten Golfschlägern zwei Arten von Möglichkeiten: Die golfspezifischen Anzeigen-Portale und die professionellen An- und Verkauf-Firmen.

Für die Plattformen mit privaten Anzeigen spricht, dass der Kontakt direkt ist, der Preis in der Regel (günstig) verhandelt wird und man so mit Sicherheit das eine oder andere Schnäppchen schlagen kann. Auf der anderen Seite braucht ein solcher Abwicklungsprozess mehr Zeit und man hat keine Sicherheiten. Um ein wenig rumzustöbern und vielleicht zufällig den einen oder anderen Leckerbissen zu finden, könnte das Konzept taugen, wäre da nicht ein nicht zu verachtender Faktor bei den vorgestellten Seiten:  Von der Handhabung und vor allem optisch ist es aus unserer Sicht kein Vergnügen, Golfanzeigen und moregolf zu verwenden. Die Oberflächen muten altbacken an – und das nicht auf die nostalgische Früher-war-alles-besser-Art.

Das können wir besser, dachten wir uns, und bauten für euch die Golf Post Garage!

Bei den professionellen An-und-Verkauf-Adressen, hier planetgolf und Golfbidder, findet man sich sofort zurecht. Die Designs sind auf die Zielgruppe zugeschnitten und einfach handhabbar, schlicht kundenfreundlich. Es gibt einen Service, die Auswahl überzeugt und wenn man weiß, was man will, könnten die genannten und ähnliche Anbieter absolut lohnenswerte Alternativen zu den teuren Saisonwaren darstellen.


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Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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1 LESER-KOMMENTAR

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  1. Meinen Titleist Driver habe ich bei Golfbidder gekauft und der war innert 3 Tagen bei mir. Schnell, einfach und unkompliziert.
    Meine Schläger würde ich denen jedoch nicht verkaufen. Ist fast schon eine frechheit wie wenig Geld die einem dafür bieten.

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