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Tshwane Open: Südafrikanische Dominanz, Ritthammer im Cut

12. Feb 2016
Bernd Ritthammer löste bei der Tshwane Open in Pretoria das Ticket ins Wochenende. (Foto: Getty)
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Lokalmatadors dominieren bis dato die heimische Tshwane Open. Bernd Ritthammer schafft es vom Mittelfeld aus ins Wochenende.

Kurz vor dem Ende musste Runde zwei aufgrund des Wetters zwischenzeitlich unterbrochen werden. Das änderte jedoch nichts mehr am starken Auftritt der heimischen Spieler, die das Turnier in Pretoria fest im Griff haben. Unter den 13 Spielern, die aktuell die Top Ten des Tableaus bilden, befinden sich allein zehn Südafrikaner. Die Spitze besetzt Anthony Michael, der sich bereits früh am Tag am Führenden vom Vortag, Justin Harding, vorbei schob und mit sieben Schlägen unter Par vor seinem Landsmann Charl Schwartzel das Feld anführt. Schwartzels Runde hatte allerdings Höhepunkte in Serie zu bieten, während Harding einen durchwachsenen Tag erwischte, aber mit einem Hole-in-One für ein absolutes Highlight sorgte. Bernd Ritthammer hält sich trotz müdem Morgen vor dem Moving Day im Mittelfeld.

(K)ein verschlafener Auftritt für Ritthammer

Für den einzigen deutschen Vertreter in Pretoria hieß es am zweiten Tag der Tshwane Open in Südafrika, den Wecker ganz früh zu stellen. Bereits im ersten Flight des Tages ging es für Bernd Ritthammer auf die Runde. Das harte Los der ungünstigen Ansetzungszeit kommentierte der Nürnberger bereits im Vorfeld via Facebook mit einem müden Smiley. Für den Start bei der im Vergleich zur Pro Golf Tour höher dotierten Tshwane Open in Pretoria, wird Ritthammer diese Unannehmlichkeit allerdings gerne in Kauf nehmen. Eigentlich sah der Terminkalender des Deutschen einen Start in Pretoria nämlich nicht vor. Wie müde Ritthammer im Endeffekt auf die Runde gegangen ist, bleibt Spekulation, sein Auftritt wirkte jedenfalls nicht sehr verschlafen und er spielte wie am Vortag erneut eine 71er Runde auf dem Par-70-Kurs.


Gelang es dem 28-Jährigen seine ersten zwei Bogeys noch auszugleichen, musste er auf Loch 18 einen abschließenden Schlagverlust hinnehmen und liegt nun insgesamt bei zwei Schlägen über Par. Im Anschluss an seine Runde zeigte sich der Franke durchaus zufrieden. „Das wird für den Cut reichen“, war sich Ritthammer zurecht sicher und lieferte die Analyse gleich mit: „Witzigerweise fand jeder den Platz auf den Proberunden recht leicht. Aber irgendwie hat er es in sich.“ Vom geteilten 39. Platz aus heißt es nun, sich auf das Wochenende zu konzentrieren und die mögliche Gelegenheit auf eine gute Platzierung zu nutzen. „Das Schöne ist, dass das Feld relativ eng ist. Somit kann ich mit einem guten Wochenende weit nach vorne kommen“, wittert der Deutsche bereits seine Chance. Das frühe Aufstehen hätte sich in diesem Fall allemal gelohnt.

Südafrikaner bei Heimturnier obenauf

An die Spitze gespielt hat sich der Südafrikaner Anthony Michael. Aus der Lauerstellung gestartet konnte Michael seinen frühen Flight nutzen und sich auf Platz eins des Tableaus vorarbeiten. Auch wenn sich auf der Runde Birdies mit Bogeys abwechselten, hielt er seinen Score letztendlich bei einem Schlag unter Par und liegt so insgesamt bei sieben unter. Besonders sehenswürdig: Sein Putt zum Birdie auf der 15.


Justin Harding indes verpasste sein Chance, die Spitzenposition zu halten. Der Führende vom Auftakt startete auf der Back Nine und hatte zu Beginn bereits Probleme. Zwei Schlagverlusten auf den Löchern 10 und 11 ließ er allerdings eine spektakuläre Antwort folgen: Mit einem Ass auf der 14 egalisierte er die beiden Bogeys. Am selben Loch hätte ihm am Wochenende für ein Hole-in-One ein netter Bonus gewunken. An den Finaltagen gibt es für das Ass an Loch 14 ein Auto als Dreingabe. Obwohl beim Schlag alles gepasst hat, heißt es für Harding in diesem Fall: Knapp daneben.

Nicht nur die Chance auf ein Auto ging Harding durch die Lappen. Die Unterbrechung holte ihn kurz vor dem Ende seiner Runde vom Platz, danach fuhr er zusätzlich ein Bogeyfinish ein und legte letztlich nur eine 75er Runde hin, die ihn seine Führung kostete und von der Spitze auf den geteilten siebten Platz verbannte.

Charl Schwartzel mit starker Runde bei Debut

Ein breites Grinsen dürfte sich auf dem Gesicht von Charl Schwartzel breitgemacht haben. Der Südafrikaner unterstrich nicht nur den starken Auftritt seiner Landsleute beim heimischen Turnier, sondern liefert auch ein gutes Exempel für Ritthammers Äußerung, dass man es mit einer guten Runde weit nach oben schaffen könne. Für den Masters-Sieger von 2011 ist es trotz heimischem Boden die erste Teilnahme bei der Tshwane Open und er machte an Tag zwei richtig Druck auf die Spitze. Schwartzel absolvierte die Runde gänzlich ohne Schlagverlust, lieferte vier Birdies ab und versenkte am Loch 12 den Ball nach nur drei Schlägen zum Eagle. Damit startet er bei -5 als alleiniger Zweiter in den morgigen Moving Day.

Lukas Nemecz rettet sich mit Endspurt in den Cut

Der Österreicher Lukas Nemecz erwischte keinen guten Start in den zweiten Tag und verlor zu Beginn Schlag um Schlag. An den ersten sechs Löchern sammelte er vier  Bogeys und es sah alles danach aus, als würde es für den Klagenfurter nicht für das Wochenende reichen. Dann steigerte sich der 26-Jährige gewaltig und startete eine packende Aufholjagd. Vom neunten Loch an blieb Nemecz viermal in Folge unter Par und glich seine Runde aus. Ein Birdie an Loch 16 sorgte dafür, dass der Cut in greifbare Nähe rückte. Tatsächlich – Nemecz behielt die Nerven und leistete sich auch am schwierigen 18. Loch keinen Ausrutscher mehr. So blieb der sagenhaften Lauf nicht unbelohnt und der Österreicher verdiente sich mit dem geteilten 57. Rang das Ticket ins Wochenende.

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Bernhard Küchler

Bernhard Küchler - Freier Autor für Golf Post

Zum Studium ins Rheinland gekommen, fühlt sich der gebürtige Münsterländer inzwischen als echter Kölner. Die bisherige journalistische Vita bewegte sich überwiegend im Fußball-Metier. Zuletzt veröffentlichte er einen Dokumentarfilm über den Drittligisten Fortuna Köln. Vielseitig sportbegeistert widmete sich der studierte Germanist den unterschiedlichsten Disziplinen. Klar, dass auch das Spiel um die kleine weiße Kugel dabei nicht fehlen darf!

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