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Platzportrait und Reise durch die Geschichte - Pinehurst No. 2

Für eine US Open ist das Set-Up des Platzes von Pinehurst No.2 eher untypisch. Das Designer-Duo Crenshaw/Coore legte das ursprüngliche Meisterwerk von Donald J. Ross in der Vorbereitung auf das diesjährige Major in weiten Teilen wieder frei. Dabei wurde quasi "an der Mona Lisa rumgefummelt". Wir werfen einen Blick auf die Entstehungsgeschichte, den Umbau und die Neugestaltung des Golfkurses sowie seine Tücken und Besonderheiten.

(Text: Michael F. Basche / Foto: Getty Images)
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Profis freuen sich auf breite Fairways

Die 114. US Open wird anders sein als ihre Vorgänger. Weil Pinehurst No. 2 ein anderer Kurs ist. Wo der US-Verband USGA bislang für das Set-Up seiner Open Nadelöhr enge Fairways, knallharte Grüns und brutal hohes Rough bevorzugte, darf sich das 156-köpfige Feld in dieser Woche auf breite Fairways freuen, die allerlei Anspielvarianten bieten.

(Text: Michael F. Basche / Foto: Getty Images)
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Und statt des Roughs gibt es Sand zuhauf, der am Rande der Fairways mit dem Turf verschmilzt. Titelverteidiger Justin Rose nennt es deshalb eine „Mischung zwischen US Open und British Open“.

(Text: Michael F. Basche / Foto: Getty Images)
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„Würdigung eines wirklichen Künstlers“

Zu verdanken ist das dem ziemlich genialen Designer-Duo Ben Crenshaw und Bill Coore. Ein ganzes Jahr waren die beiden zwischen 2010 und 2011 damit beschäftigt, dem Werk des großen Architekten Donald J. Ross ein wenig vom ursprünglichen Gesicht zurück zu geben und es gleichzeitig der Golf-Moderne anzupassen.

(Text: Michael F. Basche / Foto: Getty Images)
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„Der Kurs No. 2 gilt als Ross‘ bester Platz“, sagt Pinehurst-Besitzer Bob Dedman Jr. „So gesehen haben wir quasi an der Mona Lisa rumgefummelt.“ Ben Crenshaw hingegen spricht von der „Würdigung eines wirklichen Künstlers“.

(Text: Michael F. Basche / Foto: Getty Images)
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Das Rough komplett entfernt

Wie auch immer, das Ergebnis der 2,5 Millionen Dollar teuren Arbeit kann sich sehen lassen: Crenshaw und Coore revidierten in einem Abwasch auch gleich die Überarbeitung von Robert Trent Jones aus dem Jahr 1974, der das Gelände zu einem Meer aus Bermuda-Gras gemacht hatte.

(Text: Michael F. Basche / Foto: Getty Images)
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Mit alten Luftaufnahmen als Vorlage entfernten sie auf den 79 Hektar Gesamtfläche des Par-70-Kurses das komplette Rough, rund 16 Hektar, und erweiterten damit die Fairways um gut 50 Prozent. Der Rest wurde wieder zu Waste Areas und insgesamt 111 Bunkern.

(Text: Michael F. Basche / Foto: Getty Images)
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Ganz im Sinne von Pinehursts Lichtgestalt Donald J. Ross, der den Platz 1907 fertig stellte, aber bis zu seinem Tod im Jahr 1948 daran feilte. „Ross wollte einen strategischen Kurs. Wir haben seine Absicht bloß wieder freigelegt“, erläutert Ben Crenshaw, der Masters-Sieger von 1984 und 1995.

(Text: Michael F. Basche / Foto: Getty Images)
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Erweiterung durch acht neue Champion-Tees

Außerdem verpassten die Designer der No. 2 acht neue Champion-Tees, die den Platz um 248 auf insgesamt 6.853 Meter strecken. Darüberhinaus flachten sie etliche der fast konvex gewölbten Grüns wieder ab. Es ist übrigens ein Märchen, dass die gefürchteten Oberflächen, die gern mit Schildkrötenpanzern verglichen werden, zum ursprünglichen Konzept gehören.

(Text: Michael F. Basche / Foto: Getty Images)
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Donald J. Ross legte die Puttflächen – damals aus einem Öl-Sandgemisch und erst seit 1935 als begraste Grüns – vielmehr weitgehend eben an. Erst das jahrzehntelange intensive Besanden als ideale Pflege für den Bermudagras-Belag führte zu den buckligen Konturen.

(Text: Michael F. Basche / Foto: Getty Images)
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Golf-„Mekka“ war als Luftkurort gedacht

Pinehurst war anfangs gar nicht als Golf-Destination gedacht. Die Anlage, die vor den Mission-Hills-Komplexen in China als größtes Golf-Resort der Welt galt und ab Juli durch den Zukauf des benachbarten National Golf Clubs mit neun Plätzen aufwartet, wurde vielmehr als reines Erholungsziel für die Wintermonate gegründet. Wegen des gemeinhin schwül-heißen Wetters im Sommer gab übrigens auch die von jeher im Juni angesetzte US Open erst 1999 ihre Premiere in Pinehurst.

(Text und Foto: Michael F. Basche)
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Philanthrop gründet Pinehurst

1895 kauft der Ex-Drogerie-Lehrling James Walker Tufts (hier beim beim Krocket, dem ursprünglichen Top-Sport des Resorts zu sehen) für rund drei Dollar pro Hektar insgesamt 2.427 Hektar Land in der vom Duft zahlloser Kiefern angereicherten guten Luft der Sandhügel North Carolinas. Philanthrop Tufts, der viel Geld mit der Erfindung von Soda-Apparaten und der Sprudelwasser-Herstellung verdient hatte, wollte einen „Kurort für Menschen angenehmen Charakters“ etablieren. Er errichtete ein ganzes Dorf, mit Kirche, Mensa, Herbergen und einer Menge Häuser.

(Text und Foto: Michael F. Basche)
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Als Gäste zwei Jahre später auf einer Wiese mit Golfschlägern hantierten, erkannte Tufts das Potenzial des neuen Sports und ließ 1898 von einem gewissen Dr. Leroy Culver die ersten neun Golf-Löcher bauen. John Dunn Tucker fügte kurz darauf die Back Nine des Kurses No. 1 hinzu. Es war jedoch ein Schotte, der Pinehurst zum Golf-„Mekka“ machen sollte.

(Text und Foto: Michael F. Basche)
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Donald J. Ross kommt als Professional, Architekt und Manager

Donald James Ross kam 1899 in die USA. Nach einer Lehre als Schlägermacher und Greenkeeper bei Old Tom Morris in St. Andrews und einem Job als Professional auf den berühmten Royal-Links seiner Geburtsstadt Dornoch suchte der außerordentlich gute Golfer sein Glück in der Neuen Welt.

(Text und Foto: Michael F. Basche)
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Ross (hier rechts zu sehen 1926 mit Leonard Tufts, dem Sohn des Pinehurst-Gründers) arbeitete im Oakley Country Club in Watertown/Massachusetts, als James Tufts ihn ausfindig machte und 1900 als Professional, Architekt und Club-Manager für das florierende Golf-Geschäft in Pinehurst engagierte. Der Europäer renovierte No. 1, dann machte er sich an den Bau von Kurs No. 2.

(Text und Foto: Michael F. Basche)
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399 Golfplätze gebaut oder überarbeitet

Pinehurst sollte fortan zum Mittelpunkt seines Lebens werden. Winters führte der Schotte dort ein durchaus eisernes Regiment, im Sommer reiste er durchs die Gegend und entwarf oder überarbeitete Golfplätze. Insgesamt 399, darunter großartige Kurse wie Seminole, Oakland Hills, French Lick oder Oak Hill.

(Text und Foto: Michael F. Basche)
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Aber Pinehurst No 2., sein erstes alleiniges Design, blieb das Meisterstück des Genies Donald J. Ross. 2014 zur US Open nach langer Zeit wieder dem alten Original sehr nahe.

(Text und Foto: Michael F. Basche)
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