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Die British Open, The Open oder The Open Championship - das älteste und einzige Major auf europäischem Boden feiert in diesem Jahr Jubiläum. Zum 145. Mal trifft sich die Golfelite aus allen Teilen der Welt, um den "Champion Golfer of the Year" zu ermitteln. Die Stardichte ist hoch, die Fans strömen in Scharen auf die Anlage des Royal Troon GC, auch um das ein oder andere Autogramm zu ergattern. Eins haben alle Favoriten und Legenden gleich: unterschiedliche, aber ganz persönliche Erinnerungen an die British Open. Und natürlich haben sie genaue Vorstellungen, was sie dieses Mal in Schottland erwartet. Golf Post fasst die wichtigsten Stimmen vor Turnierbeginn zusammen.
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Der Titelverteidiger

2015 mit dem Montagsfinish in St. Andrews war das Jahr des Zach Johnson. Im Stechen hatte sich der Amerikaner durchgesetzt und den Titel gewonnen. Nun ist er zurück in Schottland, musste die Trophäe bereits wieder abgeben und guckt vielleicht deshalb etwas eingeschnappt, bei seinem ersten Auftritt in Royal Troon. Denn eigentlich sei er zu 100% positiv eingestimmt, sagte der Titelverteidiger. Der Hauptgrund dafür ist, "dass ich technisch gesehen ja noch immer Champion Golfer of the Year bin". Sagts und lacht verschmitzt. Und dann ist da noch ein weiterer Grund, weshalb Zach Johnson sehr gerne in Troon ist. Seine besonderen Erinnerungen gehen auf seine erste British Open zurück, die er nämlich genau an diesem Ort erlebte - auch wenn nach nur zwei Runden Schluss war. Einfach wird der erneute Titelgewinn jedoch nicht, da macht sich der mittlerweile 40-Jährige nichts vor: "Es ist ja nicht so, als hätte ich ein oder zwei Schläge Vorsprung, wenn ich am Donnerstag am ersten Tee stehe." Das ganze sein nicht immer angenehm, aber er sehe eine Chance erneut erfolgreich zu sein.
Übrigens: Kurz vor der Rückgabe des Claret Jug wurde dieser nochmal standesgemäß genutzt. Mit Freunden gönnte er sich einen guten Wein, ausgeschenkt aus der Silbertrophäe.
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Der Weltranglistenerste

Jason Day ist verliebt - verliebt in die British Open. Das erzählt er jedenfalls in Royal Troon. Und dabei beziehe er sich nicht nur auf das Spiel, sondern das gesamte Drumherum. Das gesamte Gefühl bei einer Open Championship sei einfach komplett anders, als in seiner Wahlheimat USA. Der Weltranglistenerste reist zudem mit viel Rückenwind an. Im vergangenen Jahr verpasste der Australier nur denkbar knapp das Stechen mit dem späteren Sieger Zach Johnson. "Es war der Beginn meines Laufes", sagt Day. "Der Moment, als alles irgendwie meine Welt verändert hat." Es folgte der erste Majorsieg bei der PGA Championship, weitere große Titel und der Sprung an die Spitze der Weltrangliste. Im vergangenen Jahr so knapp dran gewese zu sein, motiviere ihn zusätzlich. "Ich hoffe, eines Tages den Claret Jug halten zu dürfen und meinen Namen in die Geschichtsbücher der Besten, die jemals lebten und dieses Spiel gespielt haben, eintragen zu können."
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Der Rückkehrer

Lange hat die British Open Colin Montgomerie nicht mehr gesehen und er die Open ebenso. Das erklärt natürlich, dass sich der Schotte besonders freut, beim Jubiläum in Troon dabei zu sein. Über die Final Qualifier ergatterte er den Majorstartplatz und hat nun am Donnerstag mit 53 Jahren vor den Toren seiner Geburtsstadt Glasgow die Ehre, den ersten Abschlag machen zu dürfen. "Alles, was nach dem ersten Abschlag passiert, ist ein Bonus," erklärt Montgomerie. Und auch wenn Familie, Freunde und hoffentlich viele viele Zuschauer den Lokalmatador begleiten, kenne er eins mittlerweile nicht mehr - Druck! "Als ich die Nummer zwei der Welt war, zur Open Championship antrat und die Erwartungen hoch waren, da habe ich mir selber Druck gemacht." Heute sei sein innigster Wunsch, jedes Par, jedes Birdie, das kommen sollte, als Zugabe zu betrachten, mit dem Ziel "am Sonntag nochmal 18 Fairways langlaufen zu dürfen".
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Der Masterssieger

Danny Willett hat seinen besonderen Tag 2016 bereits erlebt, als er sich im April in Augusta das grüne Jackett als Masterssieger überstreifen ließ. Seither läuft der Engländer seiner Form ein wenig hinterher, auch bedingt durch körperliche Beschwerden - der Ellbogen machte zuletzt Sorgen. Nichtsdestotrotz, auch Willett kommt mit guten Erinnerungen ans vergangene Jahr. In St. Andrews streckte der spätere Majorsieger seine Hand bereits nach dem Claret Jug aus, landete schließlich aber auf dem geteilten sechsten Platz. "Die letzte Runde und besonders die letzen Löcher zu spielen war schon sehr speziell", erzählt der Brite. "Hier zu gewinnen wäre einfach unglaublich. Jeder will seine Hand an den Pokal bekommen." Und da helfe, sich die Konkurrenz gut anzugucken, so bei Zach Johnson im vergangenen Jahr. Willett fragte sich - 'hat er etwas anderes oder spezieller gemacht?' "Zu sehen, wie er gespielt hat, war gut und eine Lernerfahrung." Mittlerweile ist er selber Majorsieger und sicher auch in Troon einer der Mitfavoriten.
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Der Ex-Sieger

Rory McIlroy war der "Champion Golfer of the Year" 2014, im vergangenen Jahr musste er nach einer Verletzung beim Fußballspielen die Titelverteidigung absagen. In Troon, auf einem Golfplatz, den der Nordire bislang noch nie gespielt hat, feiert er jetzt also seine British-Open-Rückkehr. "Ich freue mich zurück zu sein", stellte McIlroy deshalb als erstes klar. Auch wenn die Ergebnisse zuletzt etwas schwankend ausfielen, er hoffe trotzdem, am Ende der Woche zum zweiten Mal den Claret Jug gewinnen zu können. Und so verrückt es klingen mag, "ich habe es genossen, mir die Open anzugucken, auch wenn ich enttäuscht war, nicht selber spielen zu können." Da die meisten Spieler im Feld Royal Troon noch nicht kennen, sehe der 27-Jährige auch keinen Nachteil darin, diesen Open-Schauplatz erst in der Proberunde richtig kennengelernt zu haben. Und dann erinnert der Ex-Weltranglistenerste noch schnell daran, dass Golf ja ohnehin zu mindestens 75% mental gesteuert sein und wenn man das Momentum einmal habe, "dann versuchst du es so lange wie möglich am Leben zu erhalten."
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Der Doppelte Majorsieger

Jordan Spieth hat den Claret Jug bereits in seinen Händen gehalten - leider nur in der Nacht nach dem Sieg seines Landsmannes Zach Johnson. Im Finale von St. Andrews fehlte dem Überflieger des ersten Halbjahres 2015 ein bisschen Glück, sonst wäre der letzte Putt gefallen und Spieth hätte im Stechen die Chance auf den dritten Majorsieg in Serie gehabt. Der 22-jährige Texaner hebt dennoch die Bedeutung der British Open hervor: "Es ist ein sehr sehr spezielles Turnier. Jeder weiß das!" Den dritten Schritt auf dem Weg hin zum Karriere-Grand-Slam mit einem Sieg in Troon zu bestreiten, wäre "ein fantastischer Erfolg und die Erfüllung eines lebenslangen Traums." Zudem möge er Links-Golf ausgesprochen gerne und käme deshalb mit großer Freude über den großen Teich. Mit harter Arbeit und der Liebe zum (Links-)Golf werde sich über die hoffentlich nächsten 20-30 Jahre zeigen, dass "diese Art des Golfs meinen Stärken in die Karten spielt". Er beziehe sich dabei vor allem auf die wechselnden Winde, die langsameren Grüns und das damit möglich gemachte aggressivere Spiel. Was nun noch fehlt, ist also der eine Schritt weiter, als es im vergangenen Jahr für Jordan Spieth ging.
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Der US-Open-Champion

Dustin Johnson ist nicht nur nach seinem besiegten Majorfluch der Mann der Stunde. Erst holte er sich in Oakmont im Juni den lang ersehnten US-Open-Titel, anschließend sicherte er sich gleich noch den Erfolg beim WGC - Bridgestone Invitational. Wenig verwunderlich also, dass sich der Amerikaner aktuell "großartig fühlt". Sein Spiel habe sich das ganze Jahr schon gut angefühlt, dass es sich nun auch endlich in Form von Siegen auszahle sei riesig. Vor einem möglichen Erfolg bei der British Open würden freilich noch 72 schwere Löcher liegen, aber Johnson wirkt zuversichtlich. Auch auf die ersten beiden Runden Seite an Seite mit Martin Kaymer im selben Flight freue er sich. " Ich habe schon viel Golf mit Martin gespielt", erzählt der 32-Jährige. "Er ist ein Freund und ich genieße es mit ihm an den ersten beiden Tagen auf die Runde zu gehen."
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Der Deutsche im Feld

Gleiches gilft übrigens auch für Martin Kaymer, den einzigen Deutschen im Feld der 145. Open Championship. Auch er freut sich auf das Turnier, gleichermaßen aber auch auf seinen starken Flightpartner, auch wenn sich der 31-Jährige erstmal bescheiden äußert. "Einfach ist hier gar nichts", stellt Kaymer klar. "Wenn du jedoch mit Leuten spielst, die sehr viel Selbstvertrauen ausstrahlen, bekommt man davon etwas mit und kann viel Positives daraus ziehen." Gerade bei solch einem Major sehe er es deshalb als Vorteil, mit guten Leuten wie Dustin Johnson gemeinsam zu spielen. Und wenn dann auch noch das Wetter mitspielt, er den Wind nicht als Gegner haben sollte, dann kann es ja durchaus was werden, mit der Krönung seiner Links-Leidenschaft.
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