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Martin Kaymer überzeugt in Begleitung seiner Familie

09. Okt 2016
Mit der Familie bei der Alfred Dunhill Links Championship: Martin Kaymer (rechts) und sein Bruder Philip (links) nehmen ihren Vater in die Mitte. (Foto: Getty)
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Marcel Siem kommt in der Wiege des Golfsports nicht zurecht. Florian Fritsch und Martin Kaymer sind hingegen richtig gut unterwegs – auch Vater Kaymer zeigt sein Können.

Mit einer bärenstarken Aufholjagd sicherte sich Marcel Siem am Samstag nach drei Runden der Alfred Dunhill Links Championship das Erreichen des Cuts – auf dem Old Course lief es an diesem Wochenende für den Ratinger allerdings nicht. Martin Kaymer und Florian Fritsch hingegen fühlten sich in der Wiege ihres Lieblingssports pudelwohl und auch Martin Kaymers Vater Horst machte auf dem Grün eine hervorragende Figur! Ein Brite war in den schottischen Links nicht zu halten und sicherte sich souverän den Turniersieg.

Home of Golf – kein Heimspiel für Marcel Siem

Man geht davon aus, dass schon im 15. Jahrhundert auf den Links von St. Andrews Golf gespielt wurde. Sicherlich gab es schon Spieler, die auf dem altehrwürdigen Kurs an der schottischen Küste weitaus verzweifelter agierten, als Marcel Siem, dennoch waren seine 36 Loch auf der prestigeträchtigen Anlage zum Haare raufen. Schon am Donnerstag, als sich der Düsseldorfer im Zuge der Alfred Dunhill Links Championship das erste Mal auf den Kurs begeben hatte, blieb er mit +5 deutlich über Platzvorgabe.


Am finalen Sonntag dann die zweite Runde, die für Siem ebenfalls nicht zum Golfgenuss wurde. Auf der Back Nine ins Rennen gegangen, verlor Siem innerhalb der ersten neun Löcher ganze sechs Schläge. Im Vergleich dazu sah der Rückweg ins Clubhaus schon fast freundlich aus: Zwar gesellten sich zwei weitere Bogeys auf die Scorekarte, doch an Loch 6 fiel schließlich auch das erste Birdie für den Tag. Es schien das lang ersehnte Erfolgserlebnis gewesen zu sein, denn fortan leistete sich Marcel Siem keinen Schlagverlust mehr. Es blieb allerdings bei einer +7 für den Tag und der 36-Jährige musste sich bei +3 mit Platz 62 in der Gesamtwertung zufrieden geben.

Bernd Wiesberger mit nahezu makellosem Abschluss

Das sah lange Zeit nach einer richtig starken Runde von Bernd Wiesberger aus. Der Österreicher aus dem Burgenland blieb auf 16 Bahnen ohne Schlagverlust und notierte sieben Birdies auf seiner Scorekarte, bis er an die 17. Bahn gelangte. Dort allerdings ließ Wiesberger zwei Schläge liegen, die einen dunklen Fleck auf seine Statistik klecksten. Diesen Makel ließ der Österreicher jedoch nicht auf sich sitzen und beendete seine Runde mit einem Bridie auf dem folgenden Loch. Damit spielte sich der 31-Jährige auf -13 herunter und schloss auf Platz T7 ab.

Martin Kaymer auf Familienausflug bei der Alfred Dunhill Links Championship

Wie der Vater so der Sohn – oder umgekehrt: An Martin Kaymers Seite spielte sein Vater Horst während des Turniers in den schottischen Links und das Duo harmonierte ganz hervorragend. In der Teamwertung reichte es am Ende für einen Platz unter den Top 10 und Horst Kaymer zeigte, woher sein Filius die Veranlagung zum Golfspielen hat. Das Bag von Vater Kaymer führte übrigens Sohn Philipp – was den familiären Charakter des Events einmal mehr unterstrich.

Hauptakteur der Kaymers blieb allerdings Martin und der machte seine Sache am finalen Sonntag ein weiteres Mal hervorragend: Mit fünf Birdies und zwei Bogeys reichte es zwar nicht ganz, um die Spitze noch einmal in Gefahr zu bringen, allerdings brachte der Mettmanner sein Top-10-Ergebnis sicher nach Hause. Die Niederlage im Ryder Cup hatte Martin Kaymer mit Platz 6 in Schottland sichtlich gut verdaut.

Florian Fritsch mit wichtiger Platzierung im Kampf um die Tourkarte

Ebenfalls Grund zur Freude hatte Florian Fritsch, der sich gemeinsam mit Familie Kaymer auf die Finalrunde in St. Andrews machte. Der Gebürtige Münchener kämpft aktuell noch um die volle Spielberechtigung auf der European Tour und zeigte sich bei seinem Lieblingsevent glänzend aufgelegt. Auch wenn es am Finaltag mit einem Bogey-Bogey-Finish nur zu einer 71er-Runde reichte, bei insgesamt 13 unter Par ordnete sich Fritsch in der Top 10 ein (T7) und sicherte sich wichtige Punkte im Ranking. Wenn Fritsch diese Form beibehält, kann er sich auf den letzten Turnieren noch Planungssicherheit für das nächste Jahr sichern.

Tyrrell Hatton verdienter Sieger bei der Alfred Dunhill Links Championship

Er spielte sich zeitweise in einen Rausch und war schlichtweg nicht aufzuhalten: Tyrrell Hatton macht sich schon früh am Wochenende auf und davon und diktierte das Geschehen von der Spitze des Feldes. Am Moving Day stellte der 24-jährige Brite den Platzrekord auf dem Old Course von St. Andrews ein und steuerte auf den ersten European-Tour-Sieg zu. Am letzten Turniertag ließ er keine Zweifel aufkommen und ging mit sechs unter Par noch einmal richtig tief. Am Ende stand der Engländer bei fabelhaften -23 und stand unangefochten an der Spitze!

Der Endstand bei der Alfred Dunhill Links Championship

Bernhard Küchler

Bernhard Küchler - Freier Autor für Golf Post

Zum Studium ins Rheinland gekommen, fühlt sich der gebürtige Münsterländer inzwischen als echter Kölner. Die bisherige journalistische Vita bewegte sich überwiegend im Fußball-Metier. Zuletzt veröffentlichte er einen Dokumentarfilm über den Drittligisten Fortuna Köln. Vielseitig sportbegeistert widmete sich der studierte Germanist den unterschiedlichsten Disziplinen. Klar, dass auch das Spiel um die kleine weiße Kugel dabei nicht fehlen darf!

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1 LESER-KOMMENTAR

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  1. Ist Horst Kaymer da nicht etwas zu kurz gekommen? Laut Team-Leaderboard hat er heute ein As auf der 11 und noch einen Eagle auf der 7 gespielt – und das auf dem St.-Andrews-Old-Course! War das der Tag seines Golfer-Lebens?

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