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European Tour: Marcel Siem bei Comeback nichts verlernt

01. Sep 2016
Marcel Siem ist zurück und will beim Omega European Masters zurück zu alter Stärke finden. (Foto: Getty)
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Florian Fritsch liefert beim Omega European Masters einen ordentlichen Auftakt. Martin Kaymers Ryder-Cup-Kollege mit schwachem Start.

Das Turnier mit dem wohl schönsten Panorama: Die European Tour gastiert zum Omega European Masters in der Schweiz. Fünf deutsche Pros teen vor malerischer Kulisse in Crans-Montana auf – darunter auch Marcel Siem, der nach langer Verletzung sein Comeback gibt. Für ein weiteres positives Ausrufezeichen aus deutscher Sicht sorgte Florian Fritsch.


Marcel Siem zurück auf der Tour

Seit der Scottish Open Anfang Juli stand Marcel Siem nicht mehr bei einem offiziellen Turnier auf dem Platz, acht Wochen später erfolgte die Rückkehr auf die European Tour. Der 36-Jährige tastete sich zunächst an sein Spiel heran. Auf der Front Nine sah es für den Mettmanner tadellos aus: Zwei Birdies und keinen Schlagverlust wies die Scorekarte bis zum Turn auf – der Rückweg ins Clubhaus sollte jedoch ein beschwerlicher werden.

Siem, der aufgrund einer Schulterblessur fünf Wochen keinen Schläger in der Hand hatte, musste auf den Löchern 11 und 15 zwei Bogeys hinnehmen. Es reichte am Ende für eine Runde in Platzstandard. Für Marcel Siem sicherlich eine ordentliche Vorstellung, wenn man die Zwangspause bedenkt. Nach seiner 70er-Runde ordnete er sich zunächst auf Rang T49 ein.

Florian Fritsch dreht zur Back Nine auf

Ein Start, den man sich hätte schenken können. Auf den ersten drei Löchern ließ der Münchener direkt zwei Schläge liegen. Der Münchener zeigte sich davon allerdings wenig beeindruckt und glich mit zwei Birdies seine Scorekarte noch zum Ende der ersten Neun aus. Auf der Back Nine sollte es für den Bayer erst richtig losgehen.

Fritsch packte noch vier weitere Schlaggewinne drauf und zeigte sich beim Bogey-Bridie-Birdie-Finish nervenstark. Der Lohn: Es ging rauf bis an T23 des Rankings und bei einem Stand von -3 nach den ersten 18 Löchern stellte sich die Ausgangslage für das Erreichen des Wochenendes hervorragend dar.

Deutsche Starter bei Omega European Masters weit gestreut

Ohne Bogey auf eins über Par - Scorekarte von Sven Strüver. (Quelle: European Tour)

Ohne Bogey auf eins über Par – Scorekarte von Sven Strüver. (Quelle: European Tour)

Die insgesamt fünf deutschen Starter im Feld des Omega European Masters verteilten sich über das komplette Leaderboard. Eine kuriose Leistung lieferte Sven Strüver ab: Der 49-jährige Bremer spielte eine bogeyfreie 71er-Runde auf dem Par-70-Kurs. Auf der Back Nine gestartet gelang es Strüver, mit zwei Doppelbogeys und einem Triplebogey auf drei Löchern sieben Schläge zu verlieren. Er stellte jedoch auch seine Klasse unter Beweis und bog seine Runde mit einem Birdie-Birdie-Eagle-Finish noch auf +1. Tatsächlich eine sehr außergewöhnliche Scorekarte.

Maximilian Kieffer konnte seine Runde nicht auf vergleichbare Art und Weise retten. Ihm unterliefen am ersten Tag ganze sieben Bogeys, denen nur zwei Birdies gegenüber standen. Damit reihte sich Kieffer auf Position T130 ein (+5). Allen John hatte als Amateur ebenfalls zu kämpfen und kam einen Schlag hinter Kieffer ins Clubhaus. Bernd Wiesberger hingegen stellte die Weichen zum Ende seiner Runde auf eine gute Spur. Den Turn erreichte er noch bei Even Par, konnte sich trotz Bogey auf der Back Nine allerdings mit Birdie und Eagle auf zwei aufeinander folgenden Par-5-Löchern auf -2 verbessern.

Sorgenfalten bei Matthew Fitzpatrick

Für Matthew Fitzpatrick fiel die erste Runde in der Schweiz weniger erfreulich aus. Martin Kaymers Ryder-Cup-Teamkollege kam an seinem 22. Geburtstag nicht richtig ins Turnier und leistete sich sechs Bogeys und einen doppelten Schlagverlust. Drei Birdies sorgten dafür, dass bei einem Stand von fünf über Par das Erreichen des Cut noch nicht total aussichtslos ist.

Vor dem Augen von Ryder-Cup-Kapitän Darren Clarke, der ebenfalls an den Start ging (+8), waren noch weiter Spieler aus Team Europe vertreten: Danny Willett erwischte einen glänzenden Start und platzierte sich bei -5 auf dem geteilten fünften Rang. Durchwachsen lief die Runde für Wildcard-Spieler Lee Westwood. Mit zwei über Par ließ sich der Clarke-Spezi noch eine Menge Arbeit für den Donnerstag, wenn es mit den Finaltagen klappen soll.

Geteilte Führung nach Tag eins – Inder steckt Grenzen der Physik neu

An der Spitze ging es zum Auftakt der Omega European Masters sehr eng zu: Paul Peterson aus den USA, die beiden Franzosen Mike Lorenzo-Vera und Gregory Havret, sowie Daniel Brooks teilten sich den Platz an der Sonne bei sechs unter Par. Dass auf den Par-5-Löchern in der Schweiz gerne auch Eagle fallen, bewies vor allem der Brite Brooks. Er absolvierte auf der Back Nine gleich beide „Fünfer“ in je drei Schlägen.

Rashid Khan aus Indien wird mit seiner 73er-Runde nicht unbedingt zufrieden gewesen sein. Auf den letzten drei Löchern verlor er schließlich noch fünf Schläge und fiel deutlich zurück. Mit seiner Annäherung auf der 18 dürfte er jedoch etwas bis dato nicht Dagewesenes kreiert haben. Er verlieh der Kugel so viel Backspin, dass diese aus dem Wasser in Richtung Grün sprang, um sich dann vom Land doch zurück ins Nass zu drehen.

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Bernhard Küchler

Bernhard Küchler - Freier Autor für Golf Post

Zum Studium ins Rheinland gekommen, fühlt sich der gebürtige Münsterländer inzwischen als echter Kölner. Die bisherige journalistische Vita bewegte sich überwiegend im Fußball-Metier. Zuletzt veröffentlichte er einen Dokumentarfilm über den Drittligisten Fortuna Köln. Vielseitig sportbegeistert widmete sich der studierte Germanist den unterschiedlichsten Disziplinen. Klar, dass auch das Spiel um die kleine weiße Kugel dabei nicht fehlen darf!

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