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Was für Pech! – Knapp daneben ist leider auch vorbei

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16. Dez 2015
So nah dran und trotzdem landet der Ball nicht im Loch. Die unglücklichsten Momente bei der European Tour 2015 im Video. (Foto: getty)
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Bälle, die einfach nicht ins Loch wollen, bringen selbst gestandene Profis zur Verzweiflung. So geschehen auch 2015 auf der European Tour.

Der Ball bleibt direkt vor dem Loch liegen, springt wieder heraus oder prallt von der Fahne ab. Das sind Situationen, die sich kein Golfer wünscht. Doch auch den Profis kann das passieren, selbst auf der European Tour. Welche Situation die unglücklichste ist, das darf jeder für sich selbst festlegen.

Bradley Dredge mit Pech in Dänemark

So viel Pech muss man erstmal haben. 2014 lieferte sich Bradley Dredge einen beherzten Kampf um den ersten Platz bei der Made in Denmark, verlor aber gegen Mark Warren. In der vergangenen Saison wollte er es besser machen und legte insgesamt eine solide Leistung hin. Mit dem geteilten sechsten Platz und zehn unter Par konnte er zufrieden sein, doch ein Ereignis bleibt dem 42-Jährigen wohl noch lange im Gedächtnis: Mitten auf der Runde schlug er den Ball gekonnt an die Fahne, doch statt im Loch zu verschwinden, blieb dieser ungefähr zwei Zentimeter von seinem Ziel entfernt liegen.

Garth Mulroy: „Ich konnte es nicht sehen!“

Golf kann grausam sein, das hat auch Garth Mulroy bei der Alfred Dunhill Links Championship festgestellt. Am 16. Loch auf der zweiten Runde hätte sein zweiter Schlag zum Eagle führen können. Der Ball sprang zweimal auf, war gefühlt schon im Loch und sprang wieder ein Stück zurück – ärgerlich. Mulroy selbst bekam gar nicht mit, was passiert war. „Ich konnte nicht wirklich sehen, was passiert war. Die Reaktion der Zuschauer war seltsam, so als hätte ein Fußballer gerade neben das Tor geschossen“, sagte er später.

Bei Tyrrell Hatton schaute der Ball ins Loch

Für Tyrrell Hatton ist noch einmal alles gut gegangen. Bei der Dubai Duty Free Irish Open im Royal County Down GC hatte der 24-Jährige in der zweiten Runde am 14. Loch so viel Pech, dass er ein Bogey notierte, obwohl der Ball schon ins Loch geschaut hatte. Dennoch belegte Hatton am Ende den geteilten vierten Platz und ergatterte so einen der begehrten Plätze für die Open Championship.

Das „ungerechteste“ Bogey der European Tour

Das wohl „ungerechteste“ Bogey der Saison kassierte Alvaro Quiros. Der Spanier verpasste zuerst den Birdieputt am zwölften Loch und lag dann nur wenige Zentimeter vom Loch entfernt, eigentlich eine Routinesituation. Quiros wollte schon ins Loch hineingreifen, doch plötzlich sprang der Ball wieder hinaus. Damit war der Start ins Portugal Masters auf dem Victoria GC etwas getrübt. Am Ende landete der 32-Jährige auf dem geteilten 18. Platz.

Mikael Lundberg rollt der Ball wieder heraus

Zwei perfekte Schläge waren ihm schon gelungen, einer fehlte noch zum Eagle am siebten Loch beim British Masters. Mikael Lundberg musste nur noch putten, doch dann geschah das Unfassbare: Der Ball dreht eine 360°-Runde auf dem Lochrand und springt wieder heraus. Der Schwede lochte anschließend immerhin noch zum Birdie ein.

Darren Clarke aus 151 Metern knapp vorbei

Die Turkish Airlines Open stand unter keinem guten Stern für Darren Clarke. Der europäische Ryder-Cup-Kapitän brachte den Ball am achten Loch aus 151 Metern zwar direkt an die Fahne, das Ass wollte allerdings nicht fallen. Mit einer Leistung von 13 über Par reichte es am Ende trotz des Fast-Hole-in-Ones nur für den 75. Rang beim Auftakt der Finalserie der European Tour.

Ashun Wu schreibt Geschichte in China

Glück im Unglück für Ashun Wu bei der Volvo China Open. Am 15. Loch war er dem Birdie so nah wie kein anderer: Der Ball blieb direkt vor dem Loch liegen. Ein Windstoß hätte wahrscheinlich schon gereicht, um ihn zu versenken, doch Wu musste noch einmal ran. Am Ende konnte er diesen Extraschlag verkraften: Wu gewann in Shanghai und schrieb Geschichte als erster Chinese, der ein European-Tour-Event auf chinesischem Boden gewinnen konnte.

Scott Hend verpasst Eagle um Zentimeter

106 Meter hatte Scott Hend mit seinem Schlag schon überbrückt, doch die letzten Zentimeter wollte der Ball einfach nicht mehr ins Loch rollen. Hend hatte bei der Malaysian Open wirklich Pech, wäre am 14. Loch immerhin ein Eagle möglich gewesen. Der Ball blieb allerdings direkt vor dem Loch liegen, weshalb es nur bei einem Schlaggewinn blieb.

Die Fahne hindert Lee Westwood am Erfolg

Ebenfalls bei der Turkish Airlines Open sah es am zweiten Tag stark nach einem Eagle für Lee Westwood am 10. Loch aus. Bis dahin stand noch Par auf seiner Scorekarte, was der Engländer jedoch aufbessern wollte. Doch der Ball knallte an die Fahne und rollte komplett vom Grün runter. Westwood sicherte zumindest noch das Par. Am Ende des Turniers sprang für ihn der elfte Platz heraus.

Henrik Stenson kurz vor neuerlichem Wutausbruch

Normalerweise ist Henrik Stenson ein besonnener Typ. Doch sind auch schon einige Wutausbrüche von ihm bekannt. Zu einem weiteren wäre es beinah am zweiten Tag der WGC – HSBC Champions gekommen. Am 16. Loch gelang ihm zunächst ein guter Chip, doch der Ball schlug an die Fahne und rollte wieder fast an seinen Ursprungsort zurück. Stenson zuckte kurz mit dem Schläger, konnte sich aber noch beherrschen. Am Ende reicht es für den geteilten elften Rang.

Kein Hole-in-One-Preis für David Howell

So knapp an einem neuen Auto vorbei: David Howell hätte beim BMW Masters in Shanghai fast einen neuen Luxuswagen mit nach Hause nehmen können, wäre ihm am 17. Loch ein Hole-in-One geglückt. Der Schlag war gut, doch der Ball blieb direkt vor dem Loch liegen. Am Ende landete der Engländer auf dem geteilten 17. Platz.

Dustin Johnson muss tauchen gehen

Auf dem geteilten dritten Platz startete Dustin Johnson in den letzten Tag der WGC – HSBC Champions in Shanghai, mit nur einem Schlag Rückstand auf den Führenden. Auch die Finalrunde begann gut für den Amerikaner, bis zum achten Loch. Der Ball streifte zwar die Fahne, rollte dann aber weiter und landete schließlich im Wasser. Statt eines Birdies musste Johnson somit ein Doppelbogey hinnehmen und kam nicht mehr an die ersten Plätze heran. Am Ende bedeutete es den geteilten fünften Platz.

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Sina Engler

Sina Engler - Freie Autorin für Golf Post

Sina zeigt den Kollegen regelmäßig, wer auf den Grüns das Sagen hat. Mit ihrer lockeren, sorglosen Art hat sie keinerlei sichtbaren Respekt vor dem viel zu kleinen Loch und stopft einen Cup nach dem anderen. Überhaupt beeindruckt sie so schnell nichts, weshalb sie unsere wertvolle Feuerprobe für jeden Gag ist.

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