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European Tour: Max Kieffer einer von zwei Deutschen im Cut

Sieben gingen an den Start, nur zwei erreichen das Wochenende. Die Bilanz der deutschen Spieler beim Belgian Knockout fällt ernüchternd aus.

Max Kieffer meistert beim Belgian Knockout der European Tour den Cut. (Foto: Getty)
Max Kieffer meistert beim Belgian Knockout der European Tour den Cut. (Foto: Getty)

Beim Belgian Knockout der European Tour stehen zwei von sieben gestarteten deutschen Spielern im Wochenende. Max Kieffer und Marcel Schneider überstanden den Cut der besten 64 Spieler im Rinkven International Golf Club. In Führung liegt der Spanier Jorge Campillo, der seine 67er Runde vom Vortag wiederholen konnte und bei acht unter Par ins Wochenende geht.

Sein Score wird dann allerdings keine Rolle mehr spielen, denn am Moving Day des Belgian Knockout geht es im KO-Modus weiter. Je zwei Spieler duellieren sich über neun Löcher im Zählspiel, der bessere kommt eine Runde weiter, bis am Sonntag dann die Plätze eins bis vier unter den letzten Verbliebenen ausgespielt werden. Somit haben auch Max Kieffer und Marcel Schneider noch alle Chancen, ihren geteilten 39. Rang vom Freitag zu verbessern.

Max Kieffer: "Normalerweise wäre ich nicht zufrieden"

"Normalerweise würde ich jetzt sagen", erklärte Kieffer im Anschluss an seine Runde gegenüber Golf Post, "den Cut habe ich gemacht, aber so richtig happy bin ich nicht." Doch dank des neuen Formats, das beim Belgian Knockout erstmals auf der European Tour erprobt wird, hat auch der 27-Jährige noch Chancen auf den Sieg. "Deswegen bin ich gespannt und freue mich aufs Wochenende." Und für die KO-Phase oder Battles, wie sie in Antwerpen genannt werden, hat Kieffer auch schon einen Plan: "Die ersten Löcher wird man wohl Zählspiel spielen und auf den letzten drei, vier dann vieleicht mal schauen. Wenn der Gegner ein, zwei Schläge vorn oder hinten ist, wird man seine Strategie dann ein wenig anpassen."

Dass die Finalrunden im Zählspiel ausgetragen werden, findet der Düsseldorfer gut. So könne man sicher sein, das alle Matches zu Ende gspielt werden und die Zuschauer auf ihre Kosten kommen. "Ich finde das Format super cool", so Kieffer. Auch der Platz gefalle ihm, "denn mir macht es Spaß, wenn man ein bisschen nachdenken muss beim Spielen." Dabei sei es am Freitagmorgen ein wenig einfacher gewesen als am Donnerstagnachmittag. "Der Platz war ein bisschen feuchter und damit waren die Bälle auf den Grüns berechenbarer."



Damit kam auch Marcel Schneider gut zurecht. Der 28-Jährige spielte sich am zweiten Tag des Belgian Knockout mit einem starken Finish ins Wochenende. Dank Birdies auf den Löchern 15, 16 und 17 brachte er es auf eine 70er Runde (-1) und kletterte so auf den geteilten 39. Platz im Leaderboard nach oben.

Fünf von sieben Deutschen verpassen Cut auf European Tour

Beendet ist das Turnier hingegen für die fünf anderen deutschen Teilnehmer. Bernd Ritthammer schoss sich mit einem Doppelpar an Bahn 3 aus dem Turnier. Dabei hatte der Franke nach einem schwachen Abschlag reichlich Pech. Zunächst flog der nötige Hook 20 Meter unauffindbar hinter das Grün, nach dem zweiten Anlauf steckte der Ball in der Bunkerkante, was wiederum einen Schlag kostete. Die 75er Runde (+4) ließ ihn im Leaderboard auf den geteilten 106. Platz zurückfallen. Sichtlich geknickt und enttäuscht schlich Ritthammer von dannen.

Ähnlich gefrustet war auch Alexander Knappe. Der Paderborner hatte seine Runde am Donnerstag mit drei Bogeys beendet, was ihm auch am Freitag noch nachhing. "Das hat mich richtig mitgenommen", gab Knappe nach seiner Runde gegenüber Golf Post zu. "Ich habe richtig schlecht gespielt heute. Das war eine katastrophale Runde. Alles lief falsch. Ich habe die Drives nicht gut getroffen, die Eisen schlecht geschlagen, war mental nicht da. Ziemlich frustrierend", fasste der 29-Jährige seinen Tag zusammen. Am Freitag notierte er schlussendlich eine 75 (+4) und schied auf dem geteilten 106. Rang (insgesamt +5) aus.



Bei insgesamt fünf über Par war auch für Florian Fritsch Schluss. Das Kuriose daran: lediglich ein Loch allein, Bahn 10, kostete den gebürtigen Münchner eben diese fünf Schläge. Nach seinem Triplebogey-Auftakt am zehnten Loch am ersten Tag folgte am Freitag ein Doppelbogey an diesem Loch. Den Rest des Rinkven International GC brachte Fritsch in even Par hinter sich. Auch für Sebastian Heisele ist das Belgian Knockout nach einer birdiefreien Runde und insgesamt vier über Par beendet.


Marcel Siem: "Es lief nicht in meine Richtung"

Marcel Siem war mit einer guten Ausgangssituation in die zweite Runde des ersten European-Tour-Turniers in Belgien seit 2000 ins Rennen gegangen, doch konnte diese nicht nutzen. Vier Bogeys (bei zwei Birdies) waren schlussendlich eines zu viel, denn mit einem Schlag weniger hätte es Siem noch ins Stechen zwischen all jenen geschafft, die bei eins über Par liegen und um die letzten Plätze der besten 64 Spieler kämpfen. "Es lief nicht in meine Richtung", bilanzierte Siem nach seiner Runde. Neben einigen schlechten Schlägen machten dem 37-Jährigen auch schlechte Lagen in Divots vorangegangener Spieler und drehnde Winde zu schaffen. Kopfschüttelnd und bitter enttäuscht verließ Siem den Platz.

Drei Golf Post Leser treten gegen Profis an

Am zwölften Loch fand an den ersten beiden Tagen des Belgian Knockout im laufenden Turnier ein Beat-the-Pro-Contest statt. An dem Nearest-to-the-Pin-Wettbewerb nahmen auch die drei Golf Post Community Mitglieder teil, die bei der Verlosung gewonnen hatten. Sophie, Christian und Christoph schlugen sich wacker, auch wenn es nicht ganz reichte, um die jeweils drei Profis auszustechen. Spaß hatten sie bei dem einmaligen Erlebnis mit Tour-Spielern am Abschlag zu stehen allemal. Lesen Sie HIER den ganzen Bericht.

Golf Post ist als offizieller Medienpartner des Belgian Knockout die ganze Woche über vor Ort im Rinkven G&CC und berichtet im Web und in der Community rund um die Uhr vom Geschehen.

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