Last-Minute-Glück und böses Erwachen - So steht es um die Tourkarten
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Last-Minute-Glück und böses Erwachen – So steht es um die Tourkarten

Verwirrung um Marcel Siem und seine Tourkarte. Spielt er nächstest Jahr auf der European Tour? Golf Post gibt den Überblick über alle deutschen ET-Spieler.

Marcel Siem bleibt der European Tour auch im kommenden Jahr erhalten. (Foto: Getty)
Marcel Siem bleibt der European Tour auch im kommenden Jahr erhalten. (Foto: Getty)

Mit dem Andalucia Valderrama Masters ist das letzte Turnier der regulären European-Tour-Saison 2017 Geschichte. Es war nicht nur ein Kampf um den Titel, sondern auch die letzte Gelegenheit, sich im Race to Dubai, der Saisonwertung der European Tour, auf einen der 100 ersten Plätze zu schieben. Nur wem das gelingt, der kann auch in der Saison 2018 mit voller Spielberechtigung an den Start gehen. Doch auch für alle anderen ist es noch kein Grund zu verzweifeln, wenn es nicht geklappt hat.

Auch die Spieler, die sich unter den Top 125 platziert haben, werden eine Kategorie für die European Tour bekommen. Diese berechtigt ebenfalls dazu, auf Europas höchster Spielklasse zu starten. Doch wenn besserplatzierte der Vorsaison ebenfalls melden, werden diese bevorzugt. Zu den Betroffenen gehören beispielsweise auch Bernd Ritthammer und Florian Fritsch. Sie werden in der European-Tour-Saison, auch wenn eine Prognose schwierig ist, mit ungefähr zehn Starts rechnen können.

Natürlich steht allen Spielern der Gang über die Qualifying School offen. Auch hier werden noch einmal Tourkarten verteilt. Doch der Gang über die Q-School ist nicht einfach. Sechs Runden stehen den Spielern in dem entscheidenden Turnier nach einer langen Saison bevor. Sebastian Heisele hat sich unterdessen noch eine ganz andere Hintertür offen gelassen. Erfahren Sie dazu mehr in der Fotostrecke.



Keine Sorgen machen brauchen sich hingegen Marcel Siem, Max Kieffer, Martin Kaymer und Bernd Wiesberger. Diese haben so viel Preisgeld gesammelt, dass sie auch nächstes Jahr wieder voll spielberechtigt sein werden. Siem ist hier ein Sonderfall, denn als 101. des Race to Dubai wäre er eigentlich nicht qualifiziert. Doch da sich ein Spieler, der gar nicht der European Tour angehört vor ihm platziert hat (durch Einladungen oder special Exemption), rückt der 37.Jährige auf.

Verwirrung um Marcel Siem und das Race to Dubai

Überhaupt wäre Siem dank einer parallel geführten Rangliste auch nächstes Jahr auf der European Tour dabei. Die sogenannte Access List führt die Spieler ebenfalls nach gewonnenem Preisgeld auf, rechnet aber die Turniere der Rolex Series, die PGA Championship und das Masters heraus. Das soll Spielern eine Chance geben, die Tourkarte zu halten, die aufgrund einer schlechteren Kategorie keine Chance haben, in die Felder der mit mindestens sieben Millionen US-Dollar dotierten Turniere zu kommen. Zehn Spieler verdienen sich so zum ersten Mal in diesem Jahr die Tourkarte für die kommende Saison.

Darüber hinaus wird Siem auch noch an der Turkish Airlines Open teilnehmen, denn für das erste Turnier der Finalserie hat er eine Einladung bekommen. Auch dort kann er seine Position im Race to Dubai noch einmal verbessern. Endgültig abgerechnet wird erst nach der Tour Championship. Allerdings wird sich hinter den Top 100 - nur diese sind für die drei Finalturniere qualifiziert - nichts maßgebliches mehr verändern.

Da Siem nur bei einem Turnier der Rolex Series den Cut schaffte (Open de France), hat er sein Preisgeld dieses Jahr fast ausschließlich bei Events verdient, die auch in der Access List gewertet werden. Der Ratinger hatte sich in einem Facebookpost vom vergangenen Wochenende beschwert, dass seine Situation in verschiedenen Medien falsch und "rufschädigend" dargestellt worden sei.

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