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Was ist ein „bird dog“? Kuriose Golfbegriffe im Lexikon

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21. Mai 2015
Alle Golfbegriffe zu kennen, ist fast unmöglich. Gut, wenn man sie nachschlagen kann. (Foto: Getty)
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Wetten, da sind ein paar neue dabei? „Das große Golf-Lexikon“ erklärt englische Golfbegriffe – gängige wie ausgefallene.

Sind Sie eher „blacksmith“, „boss of the moss“ oder gar ein „cabbage pounder“? Auf jeden Fall wollen Sie keinen „elephant’s ass“ und auch keinen „worm burner“ schlagen. Schon lieber einen „U and E shot“, ein „Texas wedge“ bietet sich dafür an. Fragen Sie doch einfach Ihren „bird dog“ um Rat, vielleicht klappt es dann noch mit der „Decleration of Independence“. Kein Wort verstanden? All diese Wörter sind dem Buch „Das große Golf-Lexikon“ entnommen. Die Autoren Patrick Labriola und Jürgen Schiffer haben versucht, „den gesamten englischen Golfwortschatz zu dokumentieren und ins Deutsche zu übertragen oder verständlich zu erklären“, wie es im Vorwort heißt. Das gelingt ihnen bei den 2.700 Fachbegriffen auch, die sie zu diesem Zweck zusammengetragen und mit Erläuterungen versehen haben.

Wer „Golfisch“ sprechen will, braucht Englisch

Es geht also nicht um ein Golf-Lexikon im Allgemeinen, sondern eher ein Golf-Wörterbuch, das die englische Fachterminologie, aber auch umgangssprachliche Ausdrücke übersetzt und erklärt. Dass ein solches Nachschlagewerk durchaus sinnvoll ist, versteht sich beinahe von selbst. Wer sich intensiv mit dem Thema Golf auseinandersetzen will, kommt um englischsprachige Berichterstattung kaum herum.


Zwar finde manche der erläuterten Begriffe sicher nicht täglich Verwendung, doch dafür bilden sie den unterhaltenden Teil des Buches. Die tatsächlich bedeutsamen Begriffe sind – wie es sich für ein Lexikon gehört – kurz und eindeutig beschrieben. Wer Turniere in der englischsprachigen Presse verfolgt, kommt um Begriffe wie „primary rough“, „carry“ oder „recovery“ nicht umhin. Wer nichts damit anzufangen weiß, ist bei den Autoren Labriola und Schiffer gut aufgehoben. Standardbergriffe und -phrasen sowie „Slangausdrücke“ sind dabei nicht einfach nur übersetzt, sondern ihre Bedeutung in Bezug auf den Golfsport erklärt. Wo es den Autoren sinnvoll erschien, haben sie die Schlagworte oder Wortgruppen wörtlich ins Deutsche übertragen, um Sprachbilder halbwegs verständlich wiederzugeben.

Auch anglophile Golfer können noch dazu lernen

Doch auch diejenigen, die sich sowohl in der englischen Sprache als auch im Golfjargon zuhause fühlen, werden im „großen Golf-Lexikon“ zumindest Synonyme für bekannte Wörter finden. Auf jeden Fall aber einige unterhaltsame neue Ausdrücke lernen. Vielleicht hat man am Ende sogar einem englischen Muttersprachler das ein oder andere Wörtchen voraus.

Einige Beispiele aus dem Golf-Lexikon

Damit Sie den ersten Abschnitt dieses Artikels beim zweiten Lesen verstehen, sind im Folgenden die oben genannten Begriffe mit den dazugehörigen Erklärungen wiedergegeben:

  • Ein „bird dog“ ist „ein besonders guter Caddie“. Wörtlich bedeutet der Begriff jedoch „Hühnerhund“.
  • Mindestens einen „blacksmith“ kennen wir alle. Dabei handelt es sich um einen „Golfspieler, der auf dem Grün nicht das für den Putter typische Ballgefühl demonstriert, sondern so hart schlägt wie ein Schmied“ – „blacksmith“ bedeutet nämlich wörtlich übersetzt „Schmied“.
  • Als „boss of the moss“, also „Chef des Mooses“, darf sich nur bezeichnen, wer „extrem gut puttet“
  • Sie verbringen viel Zeit im Rough? Dann sind Sie ein „cabbage pounder“, also ein „Kohlstampfer“.
  • Von der „Decleration of Independence“, sprich der „Unabhängigkeitserklärung“, darf derjenige unterschreiben, der einer 76er Runde notiert hat. Im Jahr 1776 nämlich wurde damals in den Vereinigten Staaten die tatsächliche Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet.
  • Wenn der Ball nach dem Schlag „gerade nach oben in die Luft fliegt“, dann handelt es sich um einen „elephant’s ass“. Was das Ganze mit einem Elefantenarsch zu tun hat? Laut Lexikon ist es eine Anspielung darauf, dass eben der „hoch und stinkend“ ist – genau wie der Ball in diesem Fall.
  • Wer den Putter außerhalb des Grüns benutzt, der verwendet ihn als sogenanntes „Texas wedge“.
  • Der Schlag war „schlecht (ugly), aber effektiv“? Kennen Sie sicher. Solch ein Kunststück nennt sich dann „U and E shot“ – also „ugly and effective“.
  • Ein „worm burner“ klingt ziemlich eklig? Ist er auch. Der „Wurmverbrenner“ ist nämlich ein „Tee Shot, der so hart und niedrig geschlagen wird, dass er die Würmer auf seinem Weg tötet“.

Und schon ergibt alles Sinn, oder?


Die lustigsten englischen Golfbegriffe von A-Z

Tobias Hennig

Tobias Hennig - Redakteur

Tobias kam im Sommer 2014, während seines Studiums der Germanistik und Politik, als Werkstudent zu Golf Post. Zunächst machte er sich nur die Theorie des Golfsports zu eigen, nun versucht der vielseitig sportbegeisterte Wahl-Kölner, zum teaminternen Handicap-Durchschnitt aufzuschließen. Seit April 2016 erheitern der Redakteur und seine Hündin Mali die Kollegen täglich.
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