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Eine Top-Tour: Tim Finchem träumt von der vereinten Golfwelt

14. Mrz 2016
Tim Finchem träumt wieder von einer Welttour und der Verschmelzung von PGA und European Tour. (Foto: Getty)
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PGA Tour hinkt bei Anti-Doping hinterher, Phil Mickelson als Vorreiter für Küchentechnik, ein Golfloch als Bowlingbahn. Die Back Nine.

Seit Jahren geistert eine mögliche Fusion von PGA und European Tour durch allerhand Köpfe, zwischendurch sorgten gar Spekulation über einen Aufkauf der European Tour durch den großen Bruder aus Amerika für Aufsehen: Und PGA-Tour-Commissioner Tim Finchem hat seine – gewiss nicht ganz uneigennützige – Vision von der weltweiten Top-Tour und einer einzigen Tour-Organisation noch nicht aufgegeben. „Es wäre doch im höchsten Interesse des professionellen Herren- und Damengolf, in einer einheitlichen Organisation und als einheitliche globale Marke vereint zu sein“, tagträumte Finchem während der WGC-Cadillac Championship: „Wir sollten den Vorteil nutzten, dass Golf praktisch auf jedem Kontinent etabliert ist. So wie der Fußball.“ Ein Schelm, wer jetzt an die Zustände bei der FIFA denkt.

Keith Pelley, der progressive Mann an der Spitze der European Tour, dürfte sich gedacht haben „Träum weiter, Tim!“ Gesagt hat er offiziell: „Wir sind in 26 Ländern aktiv, unser Circuit hat Mitglieder aus aller Welt – ich glaube, wir sind schon längst eine globale Tour.“ Mit Pelley wird es ganz sicher keine Fusion geben, schon gar nicht eine unter US-Regie.


PGA Tour im Visier der Anti-Doping-Agentur

Erwartbar: Der Umgang der PGA Tour mit Doping wirkt zumeist befremdlich, nicht erst seit Dustin Johnsons „freiwilliger“ Auszeit vor zwei Jahren. Da verwundert es kaum, dass die seit dem 1. Januar geächtete und durch das Geständnis von Tennis-Star Maria Scharapowa bekannt gewordene Substanz Meldonium nicht auf der Verbotsliste der PGA Tour steht. Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA verlangt nun, auch im Hinblick auf die Olympischen Spiele, dies umgehend nachzuholen. Der lakonische Kommentar des zuständigen PGA-Tour-Direktors Andy Levinson: „Wir überarbeiten unsere Liste stets am Saisonende. Im Herbst 2015 war Meldonium noch nicht verboten. Nach dieser Saison kommt das Mittel auf die Liste.“ Die European Tour führt übrigens eine aktuelle Verbotsliste.

Wahlberg locht mit McIlroys Ball

Glücksbringer: Mark Wahlberg ist golferisch im Glück. Im Dezember schenkte Rory McIlroy ihm einen seiner Driver und ein paar Bälle, unlängst spielte der Hollywood-Star mit einstelligem Handicap neben Kumpel Bubba Watson das Pebble Beach National Pro-Am, jetzt vermeldet Wahlberg ein Hole-in-One. Im Pelican Hill Golf Club, mit dem Eisen neun über 147 Meter – und nicht zuletzt dank eines Balls von Rory McIlroy:

Rickie Fowlers Ass bringt noch eine Million

Verdoppelt: Rickie Fowlers Eine-Million-Dollar-Ass zugunsten der Autismus-Stiftung von Ernie Els zahlt sich noch mal aus. Der südafrikanische Milliardär und Els-Freund Johann Rupert war vom „goldenen Schuss“ derart beeindruckt, dass er eine weitere Million drauf legte. Mit dem Geld und den 800.000 Dollar, die bei der Benefizveranstaltung bereits zuvor gesammelt worden waren, lässt „Big Easy“ Els im Namen seines unter Autismus leidenden Sohns Ben ein Forschungs- und Behandlungszentrum in Jupiter/Florida bauen.

„Lefty“ lässt Küchengeräte „pimpen“

Scherzbold: Phil Mickelson hat mal wieder seinem Ausrüster Callaway einen Besuch abgestattet. Herausgekommen ist dabei unter anderem dieses Video, in dem der als Materialtüftler bekannte „Lefty“ die Callaway-Techniker bittet, auch seine Küchengeräte zu „pimpen“:

Caddies vs. PGA Tour: Berufung

Gegenwehr: Vor einem Monat war die 50-Millionen-Dollar-Klage der Caddies gegen die PGA Tour in erster Instanz vom US-Bezirksgericht für Nord-Kalifornien abgewiesen worden, jetzt haben die Anwälte der 168 Kläger beim zuständigen Appellationsgericht Berufung gegen die Entscheidung von Richter Vince Chhabria eingereicht. Bekanntlich geht es um eine Entschädigung dafür, dass die „Bag Men“ mit ihren Leibchen als Werbeträger fungieren, aber nichts dafür bekommen.

Schadenfreude nicht angebracht!

Fehlversuch: „Golf ist nicht jedermanns Sache“, steht sinngemäß unter diesem Tweet, kein Kommentar…

Mit dem Golfbag auf die Straße? Strafe!

Die spinnen, die Römer? Nein, die Engländer! Nach einem Bericht des „Guardian“ hat eine Behörde in Nordost-Derbyshire nicht nur das Golfspielen in öffentlich Anlagen verboten, sondern auch den Besitz, sprich das Tragen von Golfausrüstung in der Öffentlichkeit. Bei Zuwiderhandlungen sind 100 Pfund (129 Euro) Bußgeld fällig. Das Ganze fällt unter ein neues Regelwerk zum Schutz öffentlicher Räume, die Kommunen können darin individuelle Bestimmungen (u.a. Sperrstunden) definieren.

„Strike“ auf dem Golfplatz

„Ten-in-One“! Die Australier von „How Ridiculous“ haben einen Golfkurs in eine Bowlingbahn verwandelt – und schafften, beim wievielten Versuch auch immer, aus rund 150 Metern Distanz den „Strike“:

Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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