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Die Top-Spieler der Golfwelt: Kneifen im Stressjahr gilt nicht!

04. Mai 2016
Den Top-Spielern steht im Sommer ein straffes Programm bevor. (Foto: Getty)
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Spieth trainiert weniger, McIlroy baut auf Fitness und Harmonie, Day ist pflichtbewusst, Watson setzt Olympia übers grüne Sakko.

Saure Wochen, frohe Feste – hoffentlich: Nach der großartigen Ouvertüre namens Masters und einem vergleichsweise dahin plätschernden Turnier-Intermezzo nimmt das Golfjahr 2016 nun endgültig Fahrt auf. Die PLAYERS Championship läutet eine heiße Phase ein, wie es sie in der Geschichte professioneller Turniere bislang nicht gegeben hat. Auch die Lücke zwischen Players und US Open ist vor allem für Europas Stars nicht wirklich eine, wenn bei Rory McIlroy „seine“ Irish Open mit zahlreichen namhaften Gästen ansteht oder Masters-Sieger Danny Willett im „Green Jacket“ zur BMW PGA Championship nach Wentworth kommt.

Anschließend geht’s ohnehin Schlag auf Schlag: die  „offene Amerikanische“ in Oakmont, vier Wochen später die Open Championship in Royal Troon, dazwischen noch die BMW International Open im Pulheimer Lärchenhof und das von der European Tour so herausgestellte 100. Jubiläum der Open de France. Dann Ende Juli die PGA Championship, und gerade mal anderthalb Wochen später beginnt in Rio das olympische Herrenturnier. Neun hektische Wochen fürs VIP-Kontingent der Szene, das so gern mal über die Reise- und Turnierhetze jammert.


Zeitmanagement ist das A und O

McIlroy stellte darob 2015 sogar schon seine Mitgliedschaft auf der European Tour in Frage. Jordan Spieth war nach seiner „Welttournee“ zu Anfang des Jahres kurz vor dem golferischen Burn-out. Und allerhand Top-Spieler verweigern sich dem olympischen Golf-Comeback mit Hinweis auf ihren proppenvollen Terminkalender. Obwohl die Scotts und Oosthuizens der Golfwelt nach Olympia und FedExCup-Play-offs nicht auch noch einen Ryder Cup spielen sollen. Oder besser: dürfen!

Angesichts solcher Highlights ist von Stressbeschwerden derzeit freilich keine Rede. Stattdessen ist Zeitmanagement angesagt. Jordan Spieth beispielsweise trainiert einfach weniger: „Das habe ich schon vergangenes Jahr gemacht, den Übungsaufwand am Ende meiner drei- oder vierwöchigen Turnierphasen einfach reduziert“, erklärt der 22-jährige Texaner. Es brachte ihm zwei Majors und den FedExCup-Jackpot ein. 2016 werde freilich ein schwieriges Jahr, zumal Spieth sein Programm nicht durch die Olympischen Spiele und die dicht gedrängten Majors beeinflussen lassen will. „Wenn überhaupt, dann spiele ich vielleicht ein, zwei Turniere weniger.“

„Es muss halt erledigt werden“

Rory McIlroy brennt nach der Zwangspause im vergangenen Jahr, als er wegen des Bänderrisses kurz vor der British Open die Titel als „Champion Golfer of the Year“ und als Gewinner des WGC-Bridgestone Invitational kampflos abgeben musste, eh auf den Sommer. Der justament 27 Jahre alt gewordene Nordire räumte freilich ein, dass ihm die erzwungene Pause gut getan habe, schon vor der Fußballverletzung hatte er über mentale Müdigkeit geklagt. Jetzt baut er auf seine Fitness und den Gleichklang im Privatleben mit seiner Verlobten Erica Stoll, um den strammen Sommer von 2016 erfolgreich zu bestehen.

Auch dem Weltranglistenersten Jason Day ist sehr bewusst, was ihm heuer bevorsteht. „Mir ist klar, dass es ein taffer Turnierkalender wird“, sagt der amtierende PGA-Champion aus Australien. „Aber es muss halt erledigt werden, und ich werde alles daran setzen, dennoch meine nötigen Ruhe- und Auszeiten zu haben.

„Wenn du gut spielst, bist du halt überall dabei“

Zu den ganz Harten im Golfgarten gehört Bubba Watson. Der Linkshänder aus Bagdad/Florida hat vor einigen Tagen bestätigt, dass er als Titelverteidiger bei der Travelers Championship antritt, obwohl das Turnier am Wochenende vor dem ersten Abschlag des olympischen Herrenwettbewerbs (11. August) stattfindet. Immerhin war es 2010 auch sein erster Erfolg auf der PGA Tour, das verpflichtet. Die Eröffnungsfeier der Spiele wird Watson, Amerikas Nummer zwei hinter Jordan Spieth, daher definitiv verpassen. Wenn in Rio die Nationen ins Olympiastadion einmarschieren, spielt der zweifache Masters-Sieger im TPC River Highlands gerade Runde zwei. Watson wäre nicht Bubba, wenn er auf all das keine schlagfertige Antwort hätte: „Ich habe gar nichts geändert für 2016. Ein Turnier mehr oder weniger, so ist das nun mal im Leben: Wenn du gut spielst, bist du halt überall dabei.“

Die Top-Vier der Welt gehen mit gutem Beispiel voran, Kneifen vor den fünf olympischen Ringen gilt nicht! Oder wie Watson sagt: „Für mich ist Olympia noch ein bisschen was Größeres als das ,Green Jacket‘ von Augusta. Die Spiele sind seltener und der Golfsport war sehr lange außen vor!“

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Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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