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Die Phoenix Open bittet zum Tanz

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28. Jan 2014
In Phoenix steht die Golfwelt Kopf! An Loch 16 geht eine Party, die auf den Touren dieser Welt ihresgleichen sucht. (Foto: Getty)
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Ballermann in der Wüste? Die Phoenix Open haben Action im Gepäck und könnten alles werden, außer langweilig.

Wer an die Waste Management Phoenix Open denkt, der hat vor allem eines vor Augen: Loch 16, das einzigartige Par 3, das im Verlauf der Jahre zum Stadion mutierte. Mittlerweile umgeben das gesamte Loch Tribünen, rund um die 146 Meter lange Spielbahn finden 20.000 Zuschauer Platz und machen traditionell mächtig Stimmung – die „Quite please“-Schilder der Volunteers bleiben am Abschlag der 16 stecken. Unvergessen, wie Tiger Woods 1997 unter dem ekstatischen Jubel der Fans ein Ass spielte.

Doch ist die Phoenix Open in gleichem Maße spektakulär, wie umstritten. Vor allem die „Party“ um das 16. Loch polarisiert. Es gibt viele Golfer, denen das Getöse der Menschenmassen, nicht selten unter Einfluss gehöriger Mengen Alkohols, ein Dorn im Auge ist. Auch die Caddy-Races, in denen sich die Taschenträger der Golfer seit 2006 unter den Anfeuerungen der Zuschauer in einem kleinen Rennen bis zum Grün duellierten, waren geliebt wie gehasst. Ab dieser Saison sind sie von der PGA Tour verboten, mit Verweis auf die Sicherheit der Caddys. Auf welcher Seite man auch steht, Langeweile kommt in der Wüste Arizonas nie auf.


 

Phil Mickelson und die Phoenix Open

Im letzten Jahr machte auf dem 6598 Meter langen Kurs des TPC Scottsdale von Anfang an ein Altbekannter das Rennen: Phil Mickelson. Vor allem seine erste Runde bleibt im Gedächtnis. Mit elf Schlägen unter Par kam „Lefty“ auf die letzte Bahn des Par-71-Platzes, und hatte einen langen Putt zur magischen 59 vor sich. Dieser lippte im letzten Moment aus, doch getrauert wurde nicht lange, am Sonntag konnte Mickelson seinen dritten Sieg bei der Phoenix Open einfahren.

Phil Mickelson ist eng mit der Region verbunden, er studierte an der Arizona State University und hatte seinen Wohnsitz lange in der Gegend. In diesem Jahr reist er mit Rückenproblemen an und sagte, er hätte das Turnier ausgelassen, wenn es nicht die Phoenix Open wären. Ob er antreten kann, bleibt bis Mittwoch offen, wo sich Mickelson nach einer leichten Trainingseinheit entscheiden will.

Martin Kaymer schaffte bei der Phoenix Open noch nie den Cut

Neben Phil Mickelson bezeichnet auch ein Deutscher den TPC Scottdale als seine golferische Heimat in den USA. Martin Kaymer trainiert schon seit Jahren den Winter über an der Westküste der Vereinigten Staaten, und auch wenn der ehemalige Weltranglistenerste für gewöhnlich in Whisper Rock trainiert, sollte doch die gewohnte Umgebung ein Vorteil sein. Die Geschichte hält jedoch dagegen: Bei seinen bisherigen zwei Starts verpasste Martin Kaymer zweimal den Cut, 2010 bei +4 und im vergangenen Jahr bei Even Par.

Die Ergebnisse der laufenden Saison lassen auch noch viel Luft nach oben. Bei seinen beiden Starts auf der European Tour in 2014 kam Martin Kaymer über einen geteilten 31. und einen geteilten 57. Rang nicht hinaus, zu wenig für die Ansprüche eines ehemaligen Major-Siegers. Ob er die Formkurve zu seinen Gunsten beeinflussen kann, wird sein erster Auftritt auf der PGA Tour 2014 bei der Phoenix Open zeigen.


Party in der Wüste: Die Phoenix Waste Management

 

Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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