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Deutsche Clubgolfer: Dank der Damen bald mehr als in England

25. Apr 2016
Jubel in Deutschland? Laut KPMG überflügelt die Bundesrepublik bald England hinsichtlich der Anzahl registrierter Golfer. (Foto: Getty)
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Kisner eckt beim Heimatclub an, in Rio gibt‘s Bodyguards gegen Kaimane und ein Zweijähriger schwingt schon perfekt. Die Back Nine.

Die Damen machen den Unterschied: In Deutschland dürfte es bald mehr Clubgolfer geben als in England, immerhin nach Schottland das zweite Mutterland des Spiels. Die Unternehmensberater von KPMG haben mal wieder den europäischen Golfmarkt untersucht und festgestellt, dass es in England nur rund 21.000 registrierte Spieler mehr gibt als die hiesigen 640.181. Und das bei 1.923 Golfplätzen gegenüber 727 in Deutschland übrigens. KPMG erwartet, dass es hierzulande in zwei Jahren mehr registrierte Spieler gibt als jenseits des Kanals. Grund dafür ist erstens der Niedergang in England, wo man binnen zwei Jahren 16.567 Mitglieder verloren hat, während die DGV-Zahlen wenigstens noch ein minimales Wachstum aufweisen. Vor allem aber liegt Deutschlands Vorteil bei den weiblichen Golfern, die 35 Prozent des Gesamtaufkommens ausmachen, in England sind es nur 14 Prozent. KPMG hat überdies ausgemacht, dass besonders Länder einen Zuwachs an registrierten Golfern verzeichnen, in denen die Clubs als familienfreundlich gelten.

Spaß-Video: Golfclub suspendiert Kisner

Hausverbot: Kevin Kisner muss sich wahrscheinlich einen neuen Heimatclub suchen, nachdem der 32-Jährige, der im November mit der RSM Classic sein erstes Turnier auf der PGA Tour gewann, vom Palmetto Golf Club in Aiken/South Carolina wegen eines Videos für „Spice Golf“ von einer Spaßrunde mit seinen Kumpels suspendiert wurde. Kisner und Co., ebenfalls Clubmitglieder und auch gesperrt, werden darin unter anderem Bier trinkend und bei einem Rennen mit den Carts gezeigt. Palmetto, 1892 gegründet, liegt unweit von Augusta National und gilt als zweitältester US-Golfclub.

Auch Oosthuizen verzichtet auf Rio

In 102 Tagen beginnen die Olympischen Spiele, und fürs Golf-Comeback häufen sich die Negativ-Einschläge: Nach Adam Scott und Vijay Singh hat jetzt auch Louis Oosthuizen seinen Verzicht auf Rio erklärt. Der 33-jährige Südafrikaner, Nummer 12 der Welt, begründet das mit persönlichen Umständen und seinem dichten Terminkalender.

Olympia: Bodyguards gegen Kaimane

Personenschutz: Die Olympia-Verantwortlichen haben für die beiden Golfturniere der Spiele von Rio ganz besonderes Sicherheitspersonal angeheuert. Fünf speziell ausgebildete Experten sind unterwegs, um allzu neugierige Kaimane oder Wasserschweine von den Golfern fern zu halten, im Zweifelsfall werden die in dem Naturschutzgebiet lebenden Tiere auch eingefangen und an andere Stellen des Geländes in Barra de Tijuca transportiert.

Van de Velde stellt sich Carnoustie

Beziehungsreicher Ort: Jean van de Velde gibt demnächst sein Debüt auf der European Senior Tour. So weit, so gut ist das noch kein Grund für eine Meldung. Aber der Franzose steigt bei der British Senior Open ein, die heuer ausgerechnet in Carnoustie stattfindet, wo sich Van de Velde 1999 einen der größten Aussetzer der Golfgeschichte leistete, von dem er sich nie richtig erholt hat. Er kam mit einer Führung von drei Schlägen ans 72. Loch, ging mit einem Tripleybogey vom Grün und verlor das Play-off gegen Paul Lawrie. Die Älteren unter uns werde sich erinnern, für alle anderen hier die Bilder von damals:

Der perfekte Schwung

Was für ein Schwung! Und das im Alter von zwei Jahren. Die Days, Spieths und McIlroys dieser Welt sollten sich warm anziehen …

Beinahe Masters-Triumph verschlafen

Verpennt: Man glaubt es kaum, aber der Trainer von Danny Willett hätte beinahe den Masters-Triumph seines Schützlings verschlafen. Angesichts der klaren Führung von Jordan Spieth nach der ersten Neun ging Mike Walker in England früh ins Bett. Eine Stunde später, gerade kollabierte Spieth an der Zwölf, wurde Walker dann von seinem heftig klingelnden Telefon geweckt und daran erinnert, dass ein Masters erst am Sonntag auf den zweiten Neun von Augusta National richtig beginnt! Danny Willett ist übrigens fortan Angehöriger der PGA Tour, der Masters-Sieg beschert ihm eine fünfjährige Mitgliedschaft.

Job wegen sonntäglichen Golfs ausgeschlagen

Das australische Arbeitsamt hat einige kuriose Gründe veröffentlicht, warum Langzeitarbeitslose Jobangebote abgelehnt haben. Darunter war ein 58-jähriger Mann, der eine Stelle ausschlug, weil sie regelmäßig auch drei Stunden Arbeit am Sonntag vorsieht. Zu dieser Zeit spielt er aber stets Golf!

Obama: Ohne Golf geht‘s nicht

Zum Ausklang ein Golfgruß von US-Präsident Barack Obama: Während der wohl letzten Europa-Stippvisite seiner Amtszeit fand Amerikas „First Golfer“ trotz des engen Zeitplans noch die Zeit für eine Runde Golf mit Großbritanniens Premierminister David Cameron im noblen Golfclub „The Grove“ nahe London. Aktuell weilt Obama bekanntlich anlässlich der Hannover-Messe in Deutschland. Beim Messe-Rundgang mit Bundeskanzlerin Angela Merkel erhielten beide von Siemens als Präsent je einen Golfschläger mit dem Etikett „Yes, we can“, Obamas Slogan, und „Wir schaffen das“, Merkels berühmtem Satz zur Flüchtlingsthematik. Prompt bot sich Obama der nichtgolfenden Kanzlerin an: „Ich werde ihr zeigen, wie man spielt.

Ein Schläger für den "First Golfer": Barack Obama erhält von Siemens-Chef Joe Kaeser eine golfige Aufmerksamkeit. (Foto: Getty)

Ein Schläger für Amerikas „First Golfer“: Barack Obama erhält von Siemens-Chef Joe Kaeser eine golfige Aufmerksamkeit. (Foto: Getty)

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Alexandra Caspers

Alexandra Caspers - Freie Autorin bei Golf Post

Als sich ihre Familie und ihr Bekanntenkreis nach und nach mit Golffieber infizierte, gab es für Alexandra auf lange Sicht kein Entkommen. Jetzt taucht sie neben ihrem Germanistik-Studium selbst in die Welt des Golfsports ein.

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