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DGL Final Four – Finalpartien

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23. Aug 2014
Aus der Perspektive nur zu erahnen: Die Grüns des Licher GC haben Weltklasseniveau. (Foto: DGL)
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Finale: GC St. Leon-Rot gegen GC Mannheim-Viernheim bei den Herren und St. Leon-Rot gegen GC Hubbelrath bei den Damen.

Bei den Herren gewann der GC St. Leon-Rot nach 6:6-Gleichstand erst im Stechen gegen den Frankfurter GC und der GC Mannheim-Viernheim sicherte sich erstmals die Finalteilnahme durch einen 7:5-Erfolgs über den letztjährigen Meister GC Hubbelrath. Bei den Damen gab es zwei souveräne Halbfinal-Sieger: Die Damen vom GC Hubbelrath setzten sich mit 6,5:2,5 klar gegen den Titelverteidiger Münchener GC durch und St. Leon-Rot behauptete sich gegen den Hamburger GC Falkenstein mit 6:3.

Vorfreude auf das Finale

Es ist soweit! Nach Wochen und Monaten voller Anstrengungen, Trainingsfleiß, Erfolgen und Frustrationen sind je vier Teams bei den Herren und den Damen im Final-Four-Wochenende der Kramski Deutsche Golf Liga. Am Freitag morgen, während die meisten der Spieler und Spielerinnen schon auf der Übungsrunde waren um sich auf die entscheidenden Spiele am Samstag (23.08.) und Sonntag (24.08.) vorzubereiten, standen die Trainer aus Hubbelrath, Frankfurt und der Damen des Münchner GC Rede und Antwort.


Das Setup beim Final Four: Schnelle und treue Grüns

Zu Beginn begrüßte ein stolzer Präsident des Licher GC die versammelte Mannschaft. „Mit großer Leidenschaft“ habe sich die ganze Crew auf das Turnier vorbereitet, und ein ganz besonderes Lob galt dem Greenkeeper-Team um Mark Timberlake, auch von Seiten der Trainer. Die Grüns gehörten, besonders mit dem Setup zum Final Four, zu den besten in Deutschland: Extrem schnell und trotzdem treu.

Christoph Hermann, Meister-Trainer der Münchner Damen, sagte, die SpielerInnen müssten sich erst einmal darauf einstellen. Die unter ihnen, die international unterwegs sind, hätten Vorteile. Sie wären schnellere Grüns gewohnt. Am Freitag Morgen hatten die Putting-Oberflächen schon eine Geschwindigkeit von 11,8 auf dem Stimpmeter.

Hubbelrath auch ohne Max Kieffer selbstbewusst

„Solche Grüns hätte ich gerne Zuhause“, meinte Roland Becker, Trainer des Titelverteidigers GC Hubbelrath. Der amtierende Meister-Trainer geht mit einer guten Saison im Rücken in das Finale. „Es lief für uns anders als im letzten Jahr, wo wir während der Saison mehr zu zittern hatten.“ Doch die Titelverteidigung sei alles andere als gebongt. Der größte Favorit auf die Meisterschaft seien die SpielerInnen aus St. Leon-Rot, außerdem müsste Becker auf seinen Schützling Max Kieffer verzichten.

Der European-Tour-Pro ist aktuell wegen einer Handverletzung in Behandlung. „Ich habe gestern noch mit ihm telefoniert. Er hätte große Lust gehabt für uns zu spielen, aber mit Blick auf sein persönliches Ziel, die Tour-Karte für die nächste Saison auf der European Tour zu lösen, hat das keinen Sinn gemacht.“ Mit einem selbstbewussten Augenzwinkern fügte er hinzu: „Letztes Jahr haben wir auch ohne Max gewonnen.“

Heimspiel für den Frankfurter GC

Einen Vorteil gegenüber den anderen Mannschaften haben die Herren des Frankfurter GC. Einmal durch die örtliche Nähe zum GC Lich, zum anderen, weil fast alle Spieler von Trainer Benno Kirstein schon häufiger auf dem Platz waren. „Dadurch das fast alle unsere Spieler die Landeskader durchlaufen haben, haben sie alle schon mal auf diesem Platz gespielt. Aber sie müssen sich vor allem auf die Grüns einstellen, dieses Setup wird dramatische Situationen produzieren.“ Die Frankfurter haben indes das Ziel, eine Rechnung zu begleichen. Schon im Vorjahr trafen sie im Halbfinale auf St. Leon-Rot, und schieden knapp aus. Gleiche Welle, andere Stelle, soll es 2014 für das Finale reichen.

Alle Zeichen stehen auf Hochspannung

Es darf also hochklassiges Golf erwartet werden, und Zuschauer werden gerne gesehen auf der Anlage des Licher GC. Der GC Hubbelrath zum Beispiel fährt zum Finaltag einen eigenen Fanbus vor, die Mitglieder des Frankfurter GC werden alle (über 1000) extra noch mal per SMS erinnert und zum sonntäglichen Ausflug nach Lich motiviert.

Stichwort Motivation – Christoph Hermann, Trainer der Münchner Damen, verriet noch sein Motivationskonzept: „Wir schauen uns nochmal die Highlights von letztem Jahr an, da kommt dann wieder Gänsehaut auf. Die Mädels schreien innerlich nach mehr!“ Besonders St. Leon-Rot, nach den beiden verlorenen Finals 2013, wird auf Revanche brennen. Und auch wenn es kein Flutlicht-Finale wie 2013 geben sollte, eines steht fest: Die Mannschafts-Meisterschaft der DGL wird auch 2014 wieder ein spannender Kampf auf dem Golfplatz werden.

Einschätzung der Trainer

Christoph Hermann, Damentrainer Münchener Golfclub,
Roland Becker, Herrentrainer, GC Hubbelrath und Benno Kirstein vom Frankfurter Golfclub zeigen sich im Gespräch mit Golf Post optimistisch. Hier die Interviews vor Beginn des Final Four 2014.

Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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