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Der Ryder Cup – Die Regeln und Spielformen

Im Ryder Cup geht es um Ruhm und Ehre. Wir erklären, wie das berühmteste Golfturnier funktioniert.

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10. Sep 2016
Beim Ryder Cup treten die Spieler in Teams zu je zwölf Spieler an. (Foto: Getty)

Der Ryder Cup ist das  wichtigste Mannschaftsturnier im Golfsport. Alle zwei Jahre treten die zwölf besten Golfer aus den USA und aus Europa gegeneinander an. Im Jahre 1927 wurde der Ryder Cup das erste Mal ausgerichtet. Seitdem findet das Top-Event abwechselnd auf dem europäischen und dem amerikanischen Kontinent statt.

Der Turniermodus und die Spielformen des Ryder Cup

Der Ryder Cup wird über drei Tage hinweg im Matchplay-Modus (Mann gegen Mann) ausgetragen. Insgesamt werden während des Turniers 28 Partien auf 18 Loch ausgetragen. An den drei Turniertagen kommen insgesamt drei unterschiedliche Spielformen zum Einsatz.

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Am Freitag- und Samstagmorgen werden jeweils vier Foursomes gespielt. Hier wird der gleiche Ball innerhalb eines Zweierteams abwechselnd gespielt. Bei den Ryder-Cup-Foursomes treten zwei Europäer gegen zwei Amerikaner in einem Vierer-Flight an. Beim Ryder Cup 2010 bildeten zum Beispiel Lee Westwood und Martin Kaymer (Europa) und Jim Furyk und Rickie Fowler (USA) einen starken Flight. Diese Partie endete unentschieden.

Der Freitag- und Samstagnachmittag wird von jeweils vier Fourball-Spielen bestimmt. Hier treten wieder zwei europäische Golfer gegen zwei amerikanische Golfer in einem Vierer-Flight an. Allerding schlagen all vier Spieler - anders als im Foursome - ihre eigenen Bälle. Es wird dann immer nur der beste Score gewertet.

Zum Abschluss werden am Sonntag die insgesamt 28 Partien noch durch zwölf Singles (Einzelmatches) komplettiert. Welche sechs Spieler bei den Singles gegen Vertreter des gegnerischen Teams antreten, bestimmt der jeweilige Kapitän; er stellt auch die Teams in den Foursomes und Fourballs auf.

Das Wertungsschema im Ryder Cup

Für jeden Sieg bekommt der Sieger einen Punkt, welcher in die Teamwertung einfließt. Im Falle eines Unentschiedens bekommt jede Partei einen halben Punkt zugeschrieben.

Eine Besonderheit der Punkteverteilung, welche nicht selten beim Ryder Cup vorkommt, ist das sogenannte dormi. Von dormi spricht man, wenn ein Spieler oder ein Team mit der gleichen Anzahl an Punkten in Führung liegt, wie noch übrige Löcher zu spielen sind. Hier kann das in Rückstand liegende Team lediglich ausgleichen, das Spiel aber nicht mehr gewinnen.

Aus den vergangenen Austragungen sticht vor allem der Ryder Cup im Jahr 2012 heraus, denn er zeigte, wie spannend und knapp es in dem Duell zwischen Team USA und Team Europa zur Sache gehen kann: Das Team Europa siegte nach einer famosen Aufholjagd durch den entscheidenden Putt von Martin Kaymer noch mit 14,5 zu 13,5 Punkten.

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Tobias Seidl

Tobias Seidl - Freier Autor für Golf Post

Tobias Seidl studiert Sportmanagement an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Während seines Auslandssemesters in Montpellier entdeckte der Handballer den Golfsport für sich. Nach dem Erhalt der Platzreife sollte er nun an der starken Varianz seiner Abschläge arbeiten. Sie finden mich auch unter Google+
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3 LESER-KOMMENTARE

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  1. Das Foursome Spiel: Wird hier der gleiche oder der selbe Ball weitergespielt? Die deutsche Sprache unterscheidet hier und das sollte auch von einem Sportjournalisten richtig ausgedrückt werden. Richtigerweise muss es folglich heißen “ derselbe“ Ball!

    Antworten

  2. Hubert Staubmann

    Der Passus in Ihrem Artikel „Alle vier Spieler schlagen – anders als im Foursome – ihre eigenen Bälle. Es wird dann immer nur der beste Ball weitergespielt“ – stimmt leider nicht – siehe Definition Fourball!!

    Antworten

    • Hallo Hubert,

      vielen Dank für deinen Hinweis. Ich habe den Fehler natürlich sofort korrigiert.

      Falls sonst noch Fehler oder Ungereimtheiten auftauchen, sind wir für Kritik immer offen.

      Beste Grüße
      Tobias

      Antworten